Kurz beantwortet
Eine belegte Vermögenszahl zu Tom Schilling gibt es nicht – weder von ihm selbst noch von einem Wirtschaftsmedium. Belegbar sind die wirtschaftlichen Eckdaten seiner Arbeit: der Deutsche Filmpreis 2013 als bester Hauptdarsteller, zwei Oscar-Nominierungen für „Werk ohne Autor“, über sieben Millionen ZDF-Zuschauer bei „Unsere Mütter, unsere Väter“ und seit 2024 zwei Netflix-Staffeln „Achtsam Morden“.
Das Wichtigste in Kürze
- Tom Schilling wurde am 10. Februar 1982 in Ost-Berlin geboren und wuchs als Einzelkind in Berlin-Mitte auf.
- Zu seinem Vermögen existiert keine Angabe aus einer benennbaren Quelle; er selbst hat sich dazu nie geäußert.
- Sein Filmdebüt gab er 1988 mit sechs Jahren im DEFA-Film „Stunde der Wahrheit“; mit zwölf kam er ans Berliner Ensemble.
- Für „Oh Boy“ (2012) erhielt er 2013 den Deutschen Filmpreis als beste männliche Hauptrolle – der Film kostete rund 300.000 Euro und sahen über 350.000 Kinobesucher.
- „Werk ohne Autor“ (2018) mit Schilling als Kurt Barnert war 2019 für zwei Oscars nominiert.
- Verheiratet ist er seit Frühjahr 2019 mit der Produzentin Annie Schilling, geborene Mosebach; er hat drei Kinder.
- Er veröffentlichte zwei Alben: „Vilnius“ (2017) mit Tom Schilling & The Jazz Kids und „Epithymia“ (2022) mit dem Projekt Die Andere Seite.
- Staffel 2 der Netflix-Serie „Achtsam Morden“ startete am 28. Mai 2026.
Warum es zu Tom Schillings Vermögen keine Zahl gibt
Wer nach dem Vermögen von Tom Schilling sucht, findet auf zahlreichen Portalen konkrete Beträge – mal drei, mal vier, mal acht Millionen Euro. Keine dieser Zahlen lässt sich auf eine überprüfbare Quelle zurückführen. Schilling hat sich öffentlich nie zu seinen Finanzen geäußert, und kein Wirtschaftsmedium hat ihn je in einer Vermögensliste geführt.
Das hat systematische Gründe. In Deutschland gibt es für Privatpersonen keine Veröffentlichungspflicht für Vermögen. Gagen einzelner Schauspieler legen weder Produktionsfirmen noch öffentlich-rechtliche Sender noch Streamingdienste offen. Und anders als bei Musikern, deren Verkäufe zertifiziert und deren Chartplätze dokumentiert werden, existiert für Schauspieleinkommen keine öffentliche Datenspur.
Was sich prüfen lässt, sind die Größen darum herum: tarifliche Mindestgagen, Besucherzahlen, Einspielergebnisse, Einschaltquoten, Preise. Sie stehen in den folgenden Abschnitten.
Was Schauspieler in Deutschland tatsächlich verdienen
Eine belastbare Untergrenze gibt es: den Tarifvertrag für Film- und Fernsehschaffende (TV FFS), den der Bundesverband Schauspiel (BFFS) und ver.di mit der Produktionsallianz am 12. Oktober 2024 abschlossen. Er gilt seit dem 1. Januar 2025 und läuft bis zum 31. Dezember 2026.
| Regelung im TV FFS (ab 1.1.2025) | Mindestgage pro Drehtag |
|---|---|
| Drehtage 1 bis 5 | 1.050 Euro |
| ab dem 6. Drehtag | 900 Euro |
| Nachwuchsfilm-Tarif (Debütproduktionen) | 850 Euro |
Diese Sätze sind Mindestgagen. Hauptdarsteller in größeren Produktionen verhandeln individuell darüber hinaus – wie viel, bleibt Vertragssache und wird nicht veröffentlicht. Auch für Tom Schilling ist keine einzige Gage aus einer benennbaren Quelle bekannt. Der TV FFS deckt Kinofilme, öffentlich-rechtliche und private Produktionen sowie Streamingproduktionen ab und rechnet Kostüm- und Maskenproben, Leseproben und Nachvertonung als vergütungspflichtige Arbeitszeit an.

Die belegbare wirtschaftliche Basis seiner Karriere
Statt einer erfundenen Gesamtsumme lassen sich die tatsächlichen Größenordnungen seiner wichtigsten Produktionen benennen:
| Produktion | Jahr | Rolle | Belegte Kennzahl |
|---|---|---|---|
| Oh Boy | 2012 | Niko Fischer | Budget rund 300.000 €, über 350.000 Kinobesucher |
| Unsere Mütter, unsere Väter (ZDF) | 2013 | Friedhelm Winter | 7,22 / 6,57 / 7,63 Mio. Zuschauer, Verkauf in über 80 Länder |
| Werk ohne Autor | 2018 | Kurt Barnert | 2.419.301 € Einspiel in Deutschland bis Jahresende 2018 |
| Fabian oder Der Gang vor die Hunde | 2021 | Jakob Fabian | 112.938 Kinobesucher in Deutschland |
| Achtsam Morden (Netflix) | 2024 / 2026 | Björn Diemel | zwei Staffeln, Staffel 2 seit 28. Mai 2026 abrufbar |
Bemerkenswert ist das Verhältnis bei „Oh Boy“: Ein Schwarz-Weiß-Debütfilm mit einem Budget von rund 300.000 Euro gewann 2013 sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis, darunter Bester Spielfilm in Gold, Beste Regie und die Auszeichnung für Schilling als beste männliche Hauptrolle. „Werk ohne Autor“ erreichte in der Erstausstrahlung im Ersten am 28. Dezember 2020 4,15 Millionen Zuschauer.
Preise und Nominierungen im Überblick
| Jahr | Auszeichnung | Für |
|---|---|---|
| 2000 | Bayerischer Filmpreis, Nachwuchsdarsteller | Crazy |
| 2005 | Undine Award, bester jugendlicher Charakterdarsteller | Napola – Elite für den Führer |
| 2013 | Deutscher Filmpreis, beste männliche Hauptrolle | Oh Boy |
| 2013 | Bayerischer Filmpreis, bester Hauptdarsteller | Oh Boy |
| 2013 | Bambi, Schauspieler national | Unsere Mütter, unsere Väter |
| 2021 | Günter-Rohrbach-Filmpreis, bester Hauptdarsteller | Fabian oder Der Gang vor die Hunde |
Zur Einordnung zweier häufig falsch wiedergegebener Punkte: Den Deutschen Filmpreis als Hauptdarsteller gewann Schilling 2013 für „Oh Boy“, nicht für „Werk ohne Autor“. Und „Fabian“ lief 2021 im Wettbewerb der Berlinale und erhielt beim Deutschen Filmpreis die Silberne Lola als bester Spielfilm – eine Nominierung für den Europäischen Filmpreis gab es nicht, der Film stand lediglich auf der Vorauswahlliste.
Herkunft, Ausbildung und Familie
Tom Schilling kam am 10. Februar 1982 in Ost-Berlin zur Welt. Seine Eltern arbeiteten als Kartografen, er wuchs als Einzelkind in Berlin-Mitte nahe dem Rosenthaler Platz auf und machte 2001 am John-Lennon-Gymnasium Abitur.
Entdeckt wurde er im Kindergartenalter. 1988, mit sechs Jahren, stand er für den DEFA-Film „Stunde der Wahrheit“ erstmals vor der Kamera. Mit zwölf Jahren kam er 1995 für das Stück „Im Schlagschatten des Mondes“ ans Berliner Ensemble und blieb dort vier Jahre, unter anderem in „Leben des Galilei“ und „Prinz von Homburg“. Eine Schauspielschule hat er nie besucht. Die beiden Angaben „mit sechs“ und „mit zwölf“ widersprechen sich also nicht: Sie bezeichnen das Filmdebüt und den Bühnenbeginn.
Seit dem Frühjahr 2019 ist Schilling mit der Produzentin Annie Schilling, geborene Mosebach, verheiratet. Er hat drei Kinder; die Familie lebt in Berlin-Prenzlauer Berg. Über seine Kinder spricht er öffentlich nicht, Namen und Details bleiben deshalb hier außen vor.
Musik als zweites Standbein
Neben der Schauspielerei veröffentlicht Schilling Musik. Mit der Band Tom Schilling & The Jazz Kids ging er im Mai 2017 erstmals auf Tour; im selben Jahr erschien das Album „Vilnius“, auf dem unter anderem ein Duett mit Annett Louisan zu hören ist.
2021 gab er eine Zusammenarbeit mit Virgin Music Label & Artist Services bekannt. Unter dem Projektnamen Die Andere Seite erschien am 22. April 2022 das Album „Epithymia“. Zu Verkaufszahlen oder Chartplatzierungen der beiden Alben liegen keine öffentlichen Angaben vor.
Was 2024 bis 2026 lief
2024 kam „Eine Million Minuten“ ins Kino, im selben Jahr startete bei Netflix die erste Staffel von „Achtsam Morden“ nach den Romanen von Karsten Dusse. Schilling spielt darin den Anwalt Björn Diemel, der Achtsamkeitstraining und Leichenentsorgung zusammenbringt. Die zweite Staffel ist seit dem 28. Mai 2026 abrufbar.
Am 29. Januar 2026 startete zudem „Woodwalkers 2“ in den deutschen Kinos, in dem Schilling die Rolle des Mr. Crump übernimmt. Ein Netflix-Erfolg und eine Familienfilmreihe sind wirtschaftlich betrachtet eine andere Liga als der Arthouse-Bereich, aus dem seine Preise stammen – belastbare Umsatzzahlen veröffentlicht Netflix allerdings nicht.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Vermögen von Tom Schilling?
Es gibt dazu keine belegte Angabe. Schilling hat sich öffentlich nie zu seinen Finanzen geäußert, und kein Wirtschaftsmedium führt ihn in einer Vermögensliste. Konkrete Summen, die im Netz kursieren, stammen von Portalen ohne Quellenangabe.
Was verdient Tom Schilling pro Film?
Individuelle Gagen werden in Deutschland nicht veröffentlicht. Belegt ist nur die tarifliche Untergrenze: Der TV FFS sieht seit dem 1. Januar 2025 mindestens 1.050 Euro pro Drehtag für die ersten fünf Drehtage vor, danach 900 Euro. Hauptdarsteller verhandeln individuell darüber hinaus.
Wann und wo wurde Tom Schilling geboren?
Am 10. Februar 1982 in Ost-Berlin. Er wuchs als Einzelkind von Kartografen-Eltern in Berlin-Mitte auf und legte 2001 am John-Lennon-Gymnasium sein Abitur ab.
Welche Auszeichnungen hat Tom Schilling gewonnen?
Unter anderem den Deutschen Filmpreis 2013 als beste männliche Hauptrolle und den Bayerischen Filmpreis 2013 als bester Hauptdarsteller, beides für „Oh Boy“. Hinzu kommen der Bayerische Filmpreis 2000 als Nachwuchsdarsteller für „Crazy“, der Undine Award 2005 für „Napola“, ein Bambi 2013 und der Günter-Rohrbach-Filmpreis 2021 für „Fabian“.
Welcher Film mit Tom Schilling war für einen Oscar nominiert?
„Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck, in dem Schilling den Maler Kurt Barnert spielt. Der Film war bei der Oscar-Verleihung 2019 in zwei Kategorien nominiert: Bester internationaler Film und Beste Kamera.
Macht Tom Schilling auch Musik?
Ja. Mit Tom Schilling & The Jazz Kids veröffentlichte er 2017 das Album „Vilnius“, mit dem Projekt Die Andere Seite 2022 das Album „Epithymia“ bei Virgin Music.
Quellen
- Wikipedia: Tom Schilling – Biografie, Filmografie, Auszeichnungen und Musikprojekte
- Bundesverband Schauspiel (BFFS): Endgültige Einigung bei den TV-FFS-Tarifverhandlungen – Mindestgagen ab 2025
- Wikipedia: Oh Boy (2012) – Budget, Besucherzahlen und sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis 2013
- Wikipedia: Werk ohne Autor – Oscar-Nominierungen, Einspielergebnis und TV-Quote
- Wikipedia: Unsere Mütter, unsere Väter – Zuschauerzahlen der ZDF-Ausstrahlung 2013
- Wikipedia: Fabian oder Der Gang vor die Hunde – Besucherzahlen und Auszeichnungen
- FILMSTARTS: Filmografie von Tom Schilling
- Moviepilot: Woodwalkers 2 – Besetzung und Kinostart 29. Januar 2026