Kurz beantwortet
Der US-amerikanische Sänger Aaron Carter starb am 5. November 2022 im Alter von 34 Jahren in Lancaster, Kalifornien. Die Gerichtsmedizin des Los Angeles County teilte im April 2023 mit, dass Carter unter dem Einfluss von Substanzen ertrunken sei, und stufte den Tod als Unfall ein. Bekannt wurde Carter als Kinderstar mit dem Album „Aaron’s Party (Come Get It)“.
Das Wichtigste in Kürze
- Aaron Charles Carter wurde am 7. Dezember 1987 in Tampa, Florida, geboren.
- Er starb am 5. November 2022 in Lancaster, Kalifornien, im Alter von 34 Jahren.
- Die amtliche Feststellung der Todesursache wurde erst im April 2023 veröffentlicht.
- Sein Debütalbum „Aaron Carter“ erschien im Dezember 1997, als er neun Jahre alt war.
- „Aaron’s Party (Come Get It)“ (2000) wurde von der RIAA mit 3× Platin ausgezeichnet.
- Als Vorgruppe tourte er mit den Backstreet Boys (1997, 1998) und Britney Spears (2000).
- Er war Gast in Serien wie „Lizzie McGuire“ und stand 2009 bei „Dancing with the Stars“ vor der Kamera.
- Zu psychischen Erkrankungen und zu Medikamenten äußerte er sich zu Lebzeiten mehrfach selbst öffentlich.
Wer war Aaron Carter?
Aaron Charles Carter kam am 7. Dezember 1987 in Tampa im US-Bundesstaat Florida zur Welt. Er war der jüngere Bruder von Nick Carter, einem Gründungsmitglied der Backstreet Boys. Seine Musikkarriere begann im Kindesalter: Sein selbstbetiteltes Debütalbum „Aaron Carter“ erschien im Dezember 1997 zunächst in Europa und wurde im Sommer 1998 in den USA neu veröffentlicht. Er war zu diesem Zeitpunkt neun Jahre alt.
Das Debüt verkaufte sich weltweit über eine Million Mal und wurde unter anderem in Kanada, Deutschland, Norwegen, Spanien und Schweden zertifiziert. In den britischen Charts erreichte es Platz 12, in den Niederlanden Platz 8. Ausgekoppelt wurden unter anderem „Crush on You“, „Crazy Little Party Girl“ und „I’m Gonna Miss You Forever“.
„Aaron’s Party (Come Get It)“: der kommerzielle Höhepunkt
Sein zweites Album „Aaron’s Party (Come Get It)“ erschien am 26. September 2000 bei Jive Records und blieb der größte Erfolg seiner Laufbahn. In den Vereinigten Staaten verkaufte es sich mehr als drei Millionen Mal und wurde von der Recording Industry Association of America mit 3× Platin zertifiziert.
Getragen wurde der Erfolg von der starken Präsenz der Videos bei Disney Channel, MTV, BET, VH1 und Nickelodeon. Als Singles erschienen der Titelsong „Aaron’s Party (Come Get It)“ (August 2000), die Coverversion „I Want Candy“ (September 2000) und „That’s How I Beat Shaq“ (Januar 2001). Zu den Chartplatzierungen des Albums kursieren in den Nachschlagewerken unterschiedliche Angaben; belastbar ist die Zertifizierung.
Alben im Überblick
| Jahr | Album | Belegbare Einordnung |
|---|---|---|
| 1997 | Aaron Carter | Debüt, zuerst in Europa; weltweit über eine Million verkaufte Exemplare |
| 2000 | Aaron’s Party (Come Get It) | RIAA: 3× Platin (USA), über drei Millionen verkaufte Exemplare |
| 2001 | Oh Aaron | RIAA: Platin (USA) |
| 2002 | Another Earthquake! | Letztes Studioalbum vor einer mehr als 15-jährigen Pause |
| 2018 | LøVë | Rückkehr ins Studio, ohne Anschluss an die früheren Verkaufszahlen |
Tourneen als Vorgruppe und Fernsehauftritte
Carter trat früh als Vorgruppe großer Pop-Acts auf. 1997 begleitete er die Backstreet Boys auf deren „Live in Concert“-Tournee durch Deutschland, die Schweiz und Österreich, 1998 folgte die „Backstreet’s Back“-Tour durch die USA und Kanada. Im Jahr 2000 war er Vorgruppe bei Britney Spears‘ „Oops!… I Did It Again“-Tour in England und Deutschland.
Parallel arbeitete er als Darsteller. Er war 2001 in „Sabrina – Total verhext!“ und in „Lizzie McGuire“ zu sehen, 2004 in „Eine himmlische Familie“. Im Kino trat er 2004 in „Fat Albert“ und 2005 in „Supercross“ auf. 2009 nahm er an der neunten Staffel der Tanzshow „Dancing with the Stars“ teil und belegte den fünften Platz.
Was Aaron Carter selbst öffentlich gesagt hat
Carter hat sich zu Lebzeiten mehrfach selbst zu seiner Gesundheit geäußert. Im Februar 2011 begab er sich nach eigenen Angaben freiwillig in Behandlung im Betty Ford Center. In der US-Sendung „The Doctors“ sprach er 2017 über verschreibungspflichtige Medikamente, die er nach eigener Darstellung gegen Angstzustände und Schlafprobleme einnahm. In derselben Sendung berichtete er 2019, Ärzte hätten bei ihm mehrere psychiatrische Diagnosen gestellt.
Diese Angaben stammen von ihm selbst und sind öffentlich dokumentiert. Ein Zusammenhang zwischen den von ihm genannten Diagnosen und seinem Tod ist nie festgestellt worden, und dieser Artikel stellt ihn auch nicht her.
Das Verhältnis zu Nick Carter
Nick Carter, der ältere Bruder, gehört seit 1993 zu den Backstreet Boys. Aaron Carter trat als Kind bei deren Tourneen auf. Ab 2019 war das Verhältnis der Brüder öffentlich zerrüttet: Nick Carter und die Schwester Angel erwirkten in jenem Jahr einstweilige Verfügungen gegen Aaron, nachdem dieser öffentlich Vorwürfe gegen Nick erhoben hatte. Nick Carters Anwälte wiesen die Vorwürfe zurück. Der Inhalt dieser Vorwürfe wird hier nicht wiedergegeben, weil er gerichtlich nicht geklärt wurde.
Tod im November 2022 und die amtliche Feststellung
Aaron Carter starb am 5. November 2022 in seinem Haus in Lancaster, Kalifornien. Er wurde 34 Jahre alt. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt; das zuständige Los Angeles County Department of Medical Examiner veröffentlichte sein Ergebnis erst rund fünf Monate später.
Im April 2023 teilte die Behörde mit, dass Carter unter dem Einfluss von Substanzen ertrunken sei, und stufte den Tod als Unfall ein. Weitere Einzelheiten des Berichts gibt dieser Artikel nicht wieder. Hinweise auf ein Fremdverschulden wurden von den Behörden nicht mitgeteilt.
Chronologie der Laufbahn
Die folgende Übersicht fasst die belegten Stationen zusammen. Sie zeigt, dass Carters kommerziell erfolgreichste Phase in einen Zeitraum von rund fünf Jahren fiel, während sich die spätere Laufbahn vor allem aus Fernsehauftritten und Tourneen zusammensetzte.
| Jahr | Station |
|---|---|
| 1987 | Geburt am 7. Dezember in Tampa, Florida |
| 1997 | Debütalbum in Europa; Vorgruppe der Backstreet Boys in Deutschland, Österreich und der Schweiz |
| 1998 | US-Veröffentlichung des Debüts; Vorgruppe auf der „Backstreet’s Back“-Tour |
| 2000 | „Aaron’s Party (Come Get It)“; Vorgruppe bei Britney Spears in England und Deutschland |
| 2001 | Album „Oh Aaron“; Gastrollen in „Sabrina – Total verhext!“ und „Lizzie McGuire“ |
| 2002 | Album „Another Earthquake!“ |
| 2009 | Fünfter Platz in der neunten Staffel von „Dancing with the Stars“ |
| 2018 | Album „LøVë“ |
| 2022 | Tod am 5. November in Lancaster, Kalifornien |
Häufige Fragen
Wann und wo ist Aaron Carter gestorben?
Aaron Carter starb am 5. November 2022 in Lancaster im US-Bundesstaat Kalifornien. Er wurde 34 Jahre alt. Geboren wurde er am 7. Dezember 1987 in Tampa, Florida.
Was wurde amtlich zur Todesursache festgestellt?
Die Gerichtsmedizin des Los Angeles County teilte im April 2023 mit, dass Carter unter dem Einfluss von Substanzen ertrunken sei, und stufte den Tod als Unfall ein. Weitere Einzelheiten sind für das Verständnis seines Lebens und Werks nicht erforderlich und werden hier nicht ausgeführt.
Welches Album war sein größter Erfolg?
„Aaron’s Party (Come Get It)“ vom 26. September 2000. Das Album verkaufte sich in den USA über drei Millionen Mal und wurde von der RIAA mit 3× Platin zertifiziert. Sein Nachfolger „Oh Aaron“ (2001) erhielt Platin.
Wie alt war Aaron Carter bei seinem ersten Album?
Neun Jahre. Sein Debütalbum „Aaron Carter“ erschien im Dezember 1997 zunächst in Europa; die US-Veröffentlichung folgte im Sommer 1998. Weltweit verkaufte es sich über eine Million Mal.
In welcher Beziehung stand er zu Nick Carter?
Aaron Carter war der jüngere Bruder des Backstreet-Boys-Mitglieds Nick Carter. Als Kind trat er bei Tourneen der Band als Vorgruppe auf. Ab 2019 war das Verhältnis der Brüder öffentlich zerrüttet.
Quellen
- Wikipedia (englisch): Aaron Carter – Biografie, Todesumstände, Tourneen und Fernsehauftritte
- Wikipedia (deutsch): Aaron Carter – Diskografie und amtliche Feststellung der Todesursache
- Wikipedia (englisch): Aaron’s Party (Come Get It) – Veröffentlichung, Singles und RIAA-Zertifizierung
- Wikipedia (englisch): Aaron Carter (Album) – Debütalbum 1997, Chartplatzierungen und Verkaufszahlen