Knossi Vermögen – Fakten und Zahlen

Knossi Vermögen

Kurz beantwortet

Für Jens Knossalla, bekannt als Knossi, gibt es keine überprüfbare Vermögensschätzung aus einer benennbaren Quelle. Belegbar sind dagegen seine wirtschaftlichen Standbeine: einer der drei meistgefolgten deutschsprachigen Twitch-Kanäle, ein SPIEGEL-Bestseller, mehrere Chartsingles, große RTL-Formate wie „Das Supertalent“ sowie die Marken ALGE und Happy Slice.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bürgerlich Jens Heinz Richard Knossalla, geboren am 7. Juli 1986 in Malsch im Landkreis Karlsruhe, aufgewachsen in Rastatt, gelernter Bürokaufmann.
  • 2011 gewann er die ProSieben-Castingshow „PokerStars sucht das PokerAss“ – ein Preisgeld dafür ist nicht belegt.
  • Bei Live-Pokerturnieren spielte er insgesamt knapp 70.000 US-Dollar ein; die größte Einzelplatzierung war 2013 das WSOP-Main-Event mit Platz 240 von 6.352 und rund 37.000 US-Dollar.
  • Sein Twitch-Kanal „TheRealKnossi“ liegt mit über 2,2 Millionen Followern auf Platz 3 der meistgefolgten deutschsprachigen Kanäle.
  • Das „Angelcamp“ 2020 stellte mit über 300.000 gleichzeitigen Zuschauern einen deutschen Twitch-Rekord auf, das „Horrorcamp“ hob ihn auf über 330.000.
  • Sein Buch „Knossi – König des Internets“ (riva, Oktober 2020) erreichte Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.
  • Seit 2021 vertreibt er in Kooperation mit Kaufland den Likör ALGE; die Pizzamarke Happy Slice mit Trymacs wird von der LANCH GmbH in Berlin betrieben.
  • 2024 und 2025 moderierte er zusammen mit Victoria Swarovski „Das Supertalent“ bei RTL.
  • Eine seriöse, benennbare Vermögensschätzung liegt für ihn nicht vor.

Warum die Zahl „zehn Millionen Euro“ nicht belegt ist

Zu Knossis Vermögen kursieren Summen von zwei bis zwölf Millionen Euro. Keine dieser Angaben lässt sich einer nachprüfbaren Quelle zuordnen. Knossalla selbst hat kein Vermögen beziffert, und kein Wirtschaftsmedium hat eine Erhebung dazu veröffentlicht.

Auch die oft genannten Monatseinkommen halten keiner Prüfung stand. Twitch und YouTube veröffentlichen keine personenbezogenen Auszahlungen; Abonnement- und Spendeneinnahmen eines Kanals sind von außen nicht messbar. Wo Beträge pro Monat oder pro Stream genannt werden, handelt es sich um Hochrechnungen. Dieser Artikel nennt deshalb keine Gesamtsumme, sondern beschreibt, was dokumentiert ist: Turnierpreisgelder, Reichweiten, Veröffentlichungen, Sendungen und Handelsregisterdaten.

Wer Jens Knossalla ist

Jens Heinz Richard Knossalla wurde am 7. Juli 1986 in Malsch im Landkreis Karlsruhe geboren und wuchs in Rastatt auf. Er absolvierte eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Öffentlich tritt er seit Jahren mit Krone auf und bezeichnet sich selbst als „König des Internets“. Seine Medienkarriere begann 2008 mit Fernsehauftritten, bevor Poker und später Livestreaming zu seinen Hauptfeldern wurden.

Die Pokerkarriere: was tatsächlich gewonnen wurde

2011 gewann Knossalla die ProSieben-Castingshow „PokerStars sucht das PokerAss“ im Finale gegen Natalie Hof. Ein Preisgeld ist für diesen Sieg nicht dokumentiert – die vielfach genannten 100.000 Euro lassen sich nicht belegen und stehen deshalb nicht mehr in diesem Text.

Seine erste Geldplatzierung bei einem Live-Turnier erzielte er im April 2012 bei einem Side-Event der World Poker Tour in Wien. Im Juli 2013 kam er beim Main Event der World Series of Poker in Las Vegas als 240. von 6.352 Spielern ins Geld und erhielt rund 37.000 US-Dollar – sein größter dokumentierter Einzelgewinn. Nach zwei Geldplatzierungen bei der European Poker Tour in Monte-Carlo im April 2017 folgte über sechs Jahre kein weiteres Turnierpreisgeld; bei der WSOP 2023 kam er erneut ins Geld. Insgesamt summieren sich seine Live-Turniergewinne auf knapp 70.000 US-Dollar. Online hat er auf PokerStars ebenfalls über 70.000 US-Dollar an Turniergewinnen erzielt.

Wirtschaftlich wichtiger als die Gewinne war die Arbeit rund um den Poker: Er moderierte für PokerToday, berichtete für PokerStars von der European Poker Tour, schrieb ab 2012 im Fachmagazin Pokerblatt eine Kolumne und moderierte ab November 2016 die „Spin & Go Show“ sowie ab Mai 2017 die „Pokerstars.de Late Night Show“ auf Sport1.

Twitch und YouTube: Reichweite ohne offene Zahlen

Knossalla streamt mehrmals wöchentlich auf dem Twitch-Kanal „TheRealKnossi“, der mit über 2,2 Millionen Followern zu den drei meistgefolgten deutschsprachigen Kanälen zählt. Highlights landen auf seinem YouTube-Kanal „Knossi“, der bei mehr als 1,4 Millionen Abonnenten liegt. Tagesaktuelle Zahlen ließen sich für diesen Artikel über die offiziellen Kanalseiten nicht abrufen; die genannten Größenordnungen sind daher als Stand der letzten dokumentierten Auswertung zu lesen.

Seine Reichweitenrekorde sind dagegen gut dokumentiert. Vom 16. bis 19. Juli 2020 veranstaltete er in Brandenburg an der Havel mit Sido, Manny Marc und Sascha Hellinger das 72-stündige „Angelcamp“; am dritten Abend sahen über 300.000 Menschen gleichzeitig zu – deutscher Twitch-Rekord. Das „Horrorcamp“ Ende Oktober 2020 im Hotel Waldlust in Freudenstadt hob die Marke auf über 330.000. Es folgten das „Mittelalter-Camp“ 2021, „Angelcamp 2“ in Tschechien, ab Dezember 2023 die „Big Brother Knossi Edition“ mit 57 Stunden Livestream und im Frühjahr 2025 die Produktion „Mission Unknown: Atlantik“, die auf YouTube und Prime Video lief.

Fernsehen: von „WipeOut“ bis „Das Supertalent“

Sein erster Fernsehauftritt war 2008 bei „WipeOut – Heul nicht, lauf!“ auf ProSieben. Es folgten „Der Kreuzfahrtkönig“ (RTL II, 2010), „17 Meter“ (2011) und „mieten, kaufen, wohnen“ (VOX, 2012). Im November 2020 moderierte er eine Folge der Stefan-Raab-Produktion „Täglich frisch geröstet“, in der zweiten Staffel wurde er fester Moderator der RTL-Ausgabe.

Von Februar bis Mai 2023 nahm er an der 16. Staffel von „Let’s Dance“ teil und erreichte mit Isabel Edvardsson das Viertelfinale und Platz 5. Im Frühjahr 2024 moderierte er gemeinsam mit Victoria Swarovski die 16. Staffel von „Das Supertalent“, im Frühjahr 2025 folgte die 17. Staffel. Hinzu kommen die RTL-Spielshow „Drei gegen Einen“ (2024 und 2025), „Schlag den Star“ im März 2025 sowie zwei Staffeln von „7 vs. Wild“: 2022 belegte er Platz 4 und spendete das Preisgeld von 7.000 Euro an die Organisation #TeamSeas, 2023 gehörte er mit Sascha Huber auf der kanadischen Insel Nigei Island zu den Siegern der dritten Staffel.

Eigene Marken und Unternehmen

Seit 2021 vertreibt Knossalla in Kooperation mit Kaufland unter dem Namen ALGE einen eigenen Likör in mehreren Geschmacksrichtungen; im Winter 2021 kam erstmals ALGE-Glühwein in den Handel, im Mai 2024 eine alkoholfreie, koffeinhaltige Erfrischungsgetränke-Variante in der Dose. Ebenfalls 2021 gründete er mit dem Designer Youssef Hotait das Modelabel KROWNZ; die bislang letzte Kollektion erschien im Mai 2022.

Im Mai 2023 startete er zusammen mit dem Streamer Trymacs die Pizzamarke Happy Slice, die nach eigenen Angaben inzwischen über 100 Standorte in Deutschland bedient. Das Konzept arbeitet nach dem Ghost-Kitchen-Prinzip: Partner-Restaurants bereiten die Pizzen zu, bestellt wird über Lieferdienste. Wichtig für die Einordnung: Betreiber der Marke ist die LANCH GmbH mit Sitz in der Rheinsberger Straße 76/77 in 10115 Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Charlottenburg unter HRB 247537B; Geschäftsführer sind Nono Konopka und Jonas Meynert. Knossalla ist also Markengesicht und Mitgründer des Konzepts, nicht Geschäftsführer der Betreibergesellschaft. Sein Anteil an dieser Gesellschaft ist öffentlich nicht einsehbar. Anfang September 2024 kam unter dem Namen Happy Chips zusätzlich eine eigene Chips-Marke auf den Markt.

Eine häufig behauptete Beteiligung an einem Start-up namens „Streamblast“ ließ sich in keiner Registerquelle und auf keiner Unternehmensseite nachweisen. Sie ist aus diesem Artikel gestrichen.

Musik, Buch, Podcast und Auszeichnungen

Ende Januar 2020 erschien seine erste Single „Alge“, die Platz 50 der deutschen Singlecharts erreichte; das Musikvideo hat über elf Millionen YouTube-Aufrufe. Im Juni 2020 folgte „Katsching“ mit Die Atzen, ebenfalls mit Chartplatzierung, im Herbst 2020 „Keine Angst (Horrorcamp Song)“ auf Platz 73. Seither veröffentlichte er regelmäßig Singles zu seinen Eventstreams, unter anderem mit Mundstuhl, Lorenz Büffel, Julien Bam, Mickie Krause und Right Said Fred.

Im Oktober 2020 erschien im riva Verlag sein mit Julian Laschewski verfasstes Buch „Knossi – König des Internets“, das Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste erreichte; im Februar 2021 folgte das von ihm selbst eingesprochene Hörbuch. Seit Juni 2022 produziert er den Podcast „1 auf die Ohren“, der 2023 für den Deutschen Podcastpreis nominiert wurde. Als Synchronsprecher war er 2023 in „Teenage Mutant Ninja Turtles: Mutant Mayhem“ und 2024 in „Ich – Einfach unverbesserlich 4“ zu hören.

JahrDokumentierte Station
2011Sieg bei „PokerStars sucht das PokerAss“ (ProSieben)
2013WSOP Main Event: Platz 240 von 6.352, rund 37.000 US-Dollar
2020Single „Alge“ (Platz 50); „Angelcamp“ mit Twitch-Rekord; Buch auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste
2021Start des Likörs ALGE mit Kaufland; Modelabel KROWNZ; Goldene Henne und Bravo Otto
2022„7 vs. Wild“ Staffel 2, Platz 4; Podcast „1 auf die Ohren“; QVC-Verkaufsrekord nach verlorener Wette
2023„Let’s Dance“ Platz 5; Start von Happy Slice mit Trymacs; German Brand Award mit OBI
2024Moderation „Das Supertalent“ (RTL); Happy Chips; Manager in der Baller League
2025„Das Supertalent“ Staffel 17; „Mission Unknown: Atlantik“ auf YouTube und Prime Video

Im November 2023 ersteigerte er eine Original-Requisite des Hoverboards aus „Zurück in die Zukunft“ für 180.000 Euro und übergab sie Mitte 2024 als Leihgabe an das Frankfurter Filmmuseum – eine der wenigen öffentlich dokumentierten Ausgaben in dieser Größenordnung.

Privatleben

Knossalla hat einen 2019 geborenen Sohn, der hier nicht namentlich genannt wird. Seit 2020 ist er mit der Influencerin Lia Mitrou liiert; das Paar verlobte sich im Frühjahr 2024 und trat im März 2025 gemeinsam bei „Schlag den Star“ an. Eine frühere Ehe mit einer Frau namens Tamara, die ältere Fassungen dieses Artikels behaupteten, ist in keiner belastbaren Quelle dokumentiert und wurde gestrichen. Seit 2021 engagiert er sich beim Fußballverein SC Baden-Baden, dessen Trikots er sponserte; 2024 war er mit Max Kruse Manager des Teams Hollywood United in der Baller League.

Kritik und Kontroversen

Nach dem „Angelcamp“ erstattete die Tierschutzorganisation PETA bei der Staatsanwaltschaft Potsdam Anzeige gegen Knossalla wegen des Vorwurfs der Tierquälerei, weil beim Streamen Fische gefangen und wieder freigelassen wurden.

Deutlich mehr Gewicht hatte die Kritik an seinen Glücksspiel-Streams. Das Spielen an Online-Spielautomaten war jahrelang fester Bestandteil seines Kanals; Kritiker warfen ihm vor, sein überwiegend junges Publikum in Richtung Spielsucht zu lenken. Auch Jan Böhmermann griff die Casino-Werbung im ZDF Magazin Royale auf. Anfang 2021 stellte Knossalla diese Inhalte unter Verweis auf seine Vorbildfunktion ein und distanzierte sich seither mehrfach davon.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das Vermögen von Knossi?

Es liegt keine seriöse Schätzung vor, die sich einer benennbaren Quelle zuordnen ließe. Knossalla selbst hat nie eine Summe genannt, und kein Wirtschaftsmedium hat eine Erhebung veröffentlicht. Die kursierenden zehn Millionen Euro sind unbelegt.

Wie heißt Knossi mit bürgerlichem Namen?

Er heißt Jens Heinz Richard Knossalla und wurde am 7. Juli 1986 in Malsch im Landkreis Karlsruhe geboren. Aufgewachsen ist er in Rastatt.

Wie viel hat Knossi mit Poker gewonnen?

Bei Live-Turnieren summieren sich seine Preisgelder auf knapp 70.000 US-Dollar, der größte Einzelgewinn waren rund 37.000 US-Dollar beim WSOP Main Event 2013. Online kommen bei PokerStars über 70.000 US-Dollar an Turniergewinnen hinzu.

Welche Unternehmen und Marken gehören zu Knossi?

Belegt sind der Likör ALGE in Kooperation mit Kaufland, das Modelabel KROWNZ und die Pizzamarke Happy Slice mit Trymacs. Happy Slice wird von der LANCH GmbH in Berlin betrieben; Knossalla ist Mitgründer des Konzepts und Markengesicht, nicht Geschäftsführer.

In welchen TV-Shows war Knossi zuletzt zu sehen?

Er moderierte 2024 und 2025 mit Victoria Swarovski „Das Supertalent“ bei RTL, trat 2024 und 2025 in „Drei gegen Einen“ auf und stand im März 2025 bei „Schlag den Star“ auf der Bühne. 2023 tanzte er bei „Let’s Dance“ auf Platz 5.

Quellen