ABBA-Gitarrist Lasse Wellander gestorben – die vier Bandmitglieder leben

Abba Musiker gestorben

Kurz beantwortet

Gestorben ist keines der vier ABBA-Mitglieder, sondern Lasse Wellander, der langjährige Studio- und Bühnengitarrist der Gruppe. Er starb am 7. April 2023 im Alter von 70 Jahren. Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad leben. Wellander war nie Mitglied der Band, spielte aber auf allen ABBA-Studioalben von 1975 bis 2021.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lars-Ove „Lasse“ Wellander wurde am 18. Juni 1952 geboren und starb am 7. April 2023 im Alter von 70 Jahren.
  • Er war Session- und Tourgitarrist von ABBA – kein Mitglied der Gruppe.
  • Die vier Bandmitglieder Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad sind am Leben.
  • Wellander nahm ab 1974 mit der Begleitband der Gruppe auf und spielte auf allen ABBA-Studioalben von „ABBA“ (1975) bis „Voyage“ (2021).
  • Namentlich in den Personal-Credits geführt wird er unter anderem auf „Arrival“ (1976), „Super Trouper“ (1980), „The Visitors“ (1981) und „Voyage“ (2021).
  • Vor ABBA spielte er bei Peps & Blues Quality und der schwedischen Gruppe Nature und gehörte zur Begleitband von Ted Gärdestad, der den Kontakt zu ABBA herstellte.
  • Ab 1976 veröffentlichte er eigene und gemeinschaftliche Aufnahmen, darunter „Electrocuted“ (1976) und „Tweed“ (1987).
  • Eine offizielle Todesursache ist in den hier geprüften Quellen nicht dokumentiert.

Wer ist gestorben – und wer nicht

Die Formulierung „ABBA-Musiker gestorben“ führt regelmäßig in die Irre, deshalb zuerst die Klarstellung: Keines der vier Mitglieder von ABBA ist gestorben. Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad leben. Wer diese Suchanfrage stellt, meint mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Lasse Wellander.

Wellander war der Gitarrist, der ABBA im Studio und auf der Bühne begleitete. In der Musikbranche heißt so jemand Session- oder Tourmusiker: fest eingebunden, prägend für den Klang – aber nicht Teil der Besetzung, die den Namen der Gruppe trägt. Er wurde nie als fünftes Bandmitglied geführt.

Zur Einordnung der Gruppe selbst: ABBA wurde 1972 in Stockholm gegründet und gewann am 6. April 1974 den Eurovision Song Contest mit „Waterloo“. Die englischsprachige Wikipedia beziffert die weltweiten Verkäufe auf mehr als 150 Millionen Tonträger. Höhere Zahlen, die in Boulevardberichten kursieren, lassen sich nicht auf eine benennbare Erhebung zurückführen.

Lasse Wellander: der Weg bis zu ABBA

Lars-Ove Wellander wurde am 18. Juni 1952 im Dorf Skrikarhyttan geboren. Mit 16 Jahren schloss er sich der Band Peps & Blues Quality an. Nachdem Peps Persson die Gruppe verlassen hatte, spielte er in der schwedischen Formation Nature weiter.

Den entscheidenden Schritt brachte die Arbeit in der Begleitband des schwedischen Sängers Ted Gärdestad. Über Gärdestad kam der Kontakt zu ABBA zustande. 1974 nahm Wellander erstmals mit der Begleitband der Gruppe auf – der Beginn einer Zusammenarbeit, die bis zum letzten Studioalbum reichen sollte.

An welchen ABBA-Alben Lasse Wellander mitwirkte

Wellander spielte auf sämtlichen ABBA-Studioalben von „ABBA“ (1975) bis „Voyage“ (2021). In den folgenden Personal-Credits ist er namentlich und mit seinem Instrument aufgeführt:

AlbumVeröffentlichungCredit für Wellander
Arrival11. Oktober 1976E-Gitarre, Akustikgitarre
Super Trouper3. November 1980Gitarren
The Visitors30. November 1981E-Gitarre, Akustikgitarre
Voyage5. November 2021Gitarren

„Voyage“, das erste ABBA-Album nach vier Jahrzehnten, stieg unter anderem in Großbritannien, Deutschland, Australien und Frankreich auf Platz eins ein und erreichte in den US-Billboard-200 Rang zwei – die höchste Platzierung, die ABBA in den Vereinigten Staaten je erzielte. Wellanders Gitarre ist auf diesem Album zu hören; es blieb die letzte Veröffentlichung der Gruppe zu seinen Lebzeiten.

Wellander auf der Bühne

Dass Wellander nicht nur im Studio, sondern auch live für ABBA spielte, geht aus der Würdigung der Gruppe selbst hervor, die ausdrücklich seine „Gitarrenarbeit auf der Bühne“ nennt. Welche einzelnen Konzerte oder Tourneeabschnitte er bestritt, ist in den hier geprüften Quellen allerdings nicht aufgeschlüsselt – dazu machen wir deshalb keine Angabe.

Die große Welttournee der Gruppe, „ABBA: The Tour“, lief von 1979 bis 1980. Sie begann am 13. September 1979 in Edmonton in Kanada und endete am 27. März 1980 in Tokio. Insgesamt umfasste sie 52 Konzerte in 40 Städten und 13 Ländern.

Was ABBA zu seinem Tod mitteilte

Die Gruppe würdigte Wellander nach seinem Tod mit einer knappen Erklärung. Der dokumentierte Wortlaut lautet im Original: „The importance of his creative input in the recording studio as well as his rock solid guitar work on stage was immense.“ Sinngemäß: Sein kreativer Beitrag im Aufnahmestudio und seine grundsolide Gitarrenarbeit auf der Bühne seien von enormer Bedeutung gewesen.

Diese Erklärung ist der Gruppe als Ganzes zugeschrieben. Einzelne, namentlich zugeordnete Äußerungen von Björn Ulvaeus, Benny Andersson, Agnetha Fältskog oder Anni-Frid Lyngstad zu Wellanders Tod lassen sich in den hier geprüften Quellen nicht belegen. Frühere Fassungen dieses Artikels haben solche Einzelstatements behauptet – sie sind ersatzlos entfernt worden.

Was zur Todesursache bekannt ist

Belegt ist das Sterbedatum: der 7. April 2023. Eine offiziell mitgeteilte Todesursache ist in den hier geprüften Quellen nicht dokumentiert. Deshalb steht in diesem Artikel keine. Angaben zu Art, Verlauf oder Dauer einer Erkrankung, wie sie in früheren Fassungen dieses Textes standen, waren nicht belegbar und wurden gestrichen.

Sein Werk außerhalb von ABBA

Wellander war weit mehr als der Gitarrist einer einzigen Gruppe. Zwischen 1976 und 2022 erschien eine ganze Reihe eigener und gemeinschaftlicher Aufnahmen unter seinem Namen, darunter „Electrocuted“ (1976), „Wellander & Ronander“ (1978), „Full hand“ (1985) und „Tweed“ (1987).

Sein Wirken in der schwedischen Musikszene reichte damit über fast fünf Jahrzehnte – von der Bluesband des Teenagers über die Studioarbeit für eine der erfolgreichsten Popgruppen der Welt bis zu den eigenen Platten. Genau diese Doppelrolle macht ihn zu einer Figur, die viele Menschen hören, ohne ihren Namen zu kennen.

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Häufige Fragen

Ist ein Mitglied von ABBA gestorben?

Nein. Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad leben alle vier. Gestorben ist Lasse Wellander, der Gitarrist, der ABBA im Studio und auf der Bühne begleitete. Er war nie Mitglied der Gruppe.

Wer war Lasse Wellander?

Ein schwedischer Gitarrist, geboren am 18. Juni 1952. Er kam 1974 über die Begleitband von Ted Gärdestad zu ABBA und spielte anschließend auf allen Studioalben der Gruppe. Daneben veröffentlichte er ab 1976 eigene Aufnahmen.

Wann und in welchem Alter starb Lasse Wellander?

Er starb am 7. April 2023 im Alter von 70 Jahren. Zwischen seinem letzten Album mit ABBA, „Voyage“ vom November 2021, und seinem Tod lagen rund eineinhalb Jahre.

Woran ist Lasse Wellander gestorben?

Dazu liegt in den hier geprüften Quellen keine offizielle Angabe vor. Wir nennen deshalb keine Todesursache. Angaben, die im Netz kursieren, ließen sich nicht auf eine benennbare Mitteilung der Familie oder der Gruppe zurückführen.

Auf welchen ABBA-Alben ist Lasse Wellander zu hören?

Auf allen Studioalben der Gruppe von „ABBA“ (1975) bis „Voyage“ (2021). Namentlich als Gitarrist ausgewiesen ist er unter anderem auf „Arrival“ (1976), „Super Trouper“ (1980), „The Visitors“ (1981) und „Voyage“ (2021).

Quellen