Kurz beantwortet
Die Schauspielerin Ursula Cantieni starb am 15. August 2023 in Baden-Baden im Alter von 75 Jahren. Öffentlich mitgeteilt wurde lediglich, dass sie nach schwerer Krankheit starb. Die Art der Erkrankung wurde nicht öffentlich gemacht. Bekannt war Cantieni vor allem als Johanna Faller in der SWR-Serie „Die Fallers – Die SWR Schwarzwaldserie“.
Das Wichtigste in Kürze
- Ursula Cantieni wurde am 5. Dezember 1947 in Zürich geboren.
- Sie starb am 15. August 2023 in Baden-Baden im Alter von 75 Jahren.
- Zur Todesursache wurde nur „nach schwerer Krankheit“ mitgeteilt – nicht, um welche Krankheit es sich handelte.
- Von 1974 bis 1978 hatte sie eine Professur für Sprecherziehung an der Folkwangschule in Essen.
- Ab 1978 arbeitete sie als Schauspielerin, zunächst fest in Esslingen und Konstanz.
- 1994 übernahm sie die Rolle der Johanna Faller in „Die Fallers“; ihre Figur schied in der Folge vom 1. Januar 2023 aus.
- Von 2003 bis 2022 gehörte sie zum Rateteam der SWR-Sendung „Sag die Wahrheit“.
- 1980 wurde sie in Sitges für die beste Hauptrolle ausgezeichnet, 2005 erhielt sie die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.
Was zur Todesursache öffentlich bekannt ist
Ursula Cantieni starb am 15. August 2023 in Baden-Baden. Zur Todesursache wurde öffentlich nur mitgeteilt, dass sie nach schwerer Krankheit starb. Welche Erkrankung das war, wurde weder von ihr zu Lebzeiten noch nach ihrem Tod von ihrer Familie oder vom Südwestrundfunk öffentlich gemacht.
Damit ist die Frage, an was Ursula Cantieni gestorben ist, öffentlich nicht beantwortbar. Angaben, die eine konkrete Diagnose oder ein Diagnosejahr nennen, sind nicht belegt. Dieser Artikel führte in einer früheren Fassung eine solche Angabe – sie ist ersatzlos gestrichen. Cantieni hat ihre Gesundheit als Privatsache behandelt; dieser Artikel hält sich daran.
Belegt ist der zeitliche Zusammenhang zum Rückzug aus ihrer bekanntesten Rolle: Im Februar 2022 kündigte sie ihren Ausstieg bei „Die Fallers“ nach rund 27 Jahren an. Wegen bereits abgedrehter Folgen war sie noch bis Anfang 2023 zu sehen.
Herkunft, Ausbildung und Theaterlaufbahn
Ursula Cantieni wurde am 5. Dezember 1947 in Zürich geboren. Nach einer Schauspielausbildung und einem Studium der Sprecherziehung arbeitete sie zunächst als Regieassistentin am Theater. Von 1974 bis 1978 hatte sie eine Professur für Sprecherziehung an der Folkwangschule in Essen inne – ihre Laufbahn begann also nicht vor der Kamera, sondern in der Lehre und hinter den Kulissen.
Erst ab 1978, mit rund 30 Jahren, arbeitete sie selbst als Schauspielerin. Bis 1987 hatte sie feste Engagements an der Württembergischen Landesbühne Esslingen und am Stadttheater Konstanz, danach bis 1992 Gastengagements an Theatern in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich. 1984 spielte sie in Konstanz die Hauptrolle der Bäuerin in Thomas Strittmatters Stück Der Polenweiher, das 1983 uraufgeführt worden war. Von 1991 bis 1994 leitete sie beim Schweizer Fernsehen den Bereich Sprechtraining, Moderation und Arbeit vor der Kamera.
Johanna Faller in „Die Fallers“: fast drei Jahrzehnte
1994 erhielt Cantieni die Hauptrolle der Schwarzwälder Bäuerin Johanna Faller in der SWR-Serie „Die Fallers – Die SWR Schwarzwaldserie“. Die Serie startete 1994 im SWR Fernsehen und wurde zu einem festen Bestandteil des Programms: Bis Juni 2023 waren mehr als 1.180 Folgen ausgestrahlt.
Cantieni spielte die Figur rund 27 Jahre lang. Im Februar 2022 kündigte sie ihren Ausstieg an; ihre Serienfigur starb in der am 1. Januar 2023 gesendeten Folge. Johanna Faller war innerhalb der Serienfamilie als deren „gute Seele“ angelegt, als Figur, bei der die Anliegen der übrigen Familienmitglieder zusammenliefen.
„Sag die Wahrheit“ und weitere Fernsehrollen
Von 2003 bis 2022 gehörte Ursula Cantieni zum Rateteam der SWR-Sendung „Sag die Wahrheit“ und war dadurch über die Serienrolle hinaus regelmäßig im Südwesten präsent. Ihr Fernsehdebüt hatte sie 1986 in der Verfilmung von Thomas Strittmatters Der Polenweiher gegeben, bei der Nico Hofmann Regie führte.
Neben der Dauerrolle übernahm sie Gastrollen in Fernsehfilmen und Krimireihen, darunter drei „Tatort“-Folgen zwischen 1997 und 2011. 2023 erschien die Dokumentation „Ursula Cantieni – Die Frau hinter Johanna Faller“.
Filmografie im Überblick
| Jahr | Produktion |
|---|---|
| 1986 | Der Polenweiher |
| 1988 | Fest im Sattel |
| 1989 | Der letzte Gast |
| 1994–2023 | Die Fallers – Die SWR Schwarzwaldserie (als Johanna Faller) |
| 1996 | Der Fischerkrieg |
| 1997 | Tatort – Nahkampf |
| 2003–2022 | Sag die Wahrheit (Rateteam) |
| 2004 | Utta Danella – Plötzlich ist es Liebe |
| 2004 | Ein Mann zum Vernaschen |
| 2005 | Mama und der Millionär |
| 2006 | Tatort – Gebrochene Herzen |
| 2011 | Mord in bester Gesellschaft: Der Fluch der bösen Tat |
| 2011 | Tatort – Das schwarze Haus |
| 2020 | Nachtgespräche |
| 2023 | Ursula Cantieni – Die Frau hinter Johanna Faller (Dokumentation) |
Auszeichnungen
- 1980: Auszeichnung für die beste Hauptrolle beim 13. Internationalen Theaterfestival in Sitges (Spanien).
- 2005: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.
Weitere Auszeichnungen sind nicht belegt. Angaben zu Stiftungsämtern oder Ehrenämtern, die in älteren Fassungen dieses Artikels standen, ließen sich nicht belegen und sind entfernt.
Was von Ursula Cantieni bleibt
Der Wert dieser Laufbahn liegt in ihrer Dauer und in ihrer Breite. Cantieni kam spät zur Schauspielerei und blieb dann fast drei Jahrzehnte lang in derselben Hauptrolle – eine Konstanz, die im deutschen Fernsehen selten ist. Parallel dazu stand sie 19 Jahre lang als Rateteam-Mitglied in einer Unterhaltungssendung vor der Kamera und arbeitete davor am Theater, in der Lehre und in der Sprechausbildung.
„Die Fallers“ wird seit ihrem Ausscheiden ohne die Figur Johanna Faller fortgesetzt. Ihre Arbeit ist über die ausgestrahlten Folgen, die Fernsehfilme und Krimirollen sowie über die 2023 erschienene Dokumentation „Ursula Cantieni – Die Frau hinter Johanna Faller“ dokumentiert. Über ihr Privatleben ist wenig öffentlich – das war ihre eigene Entscheidung und gilt auch für ihre Erkrankung.
Häufige Fragen
An was ist Ursula Cantieni gestorben?
Öffentlich mitgeteilt wurde nur, dass sie nach schwerer Krankheit starb. Die Art der Erkrankung wurde nicht öffentlich gemacht. Eine konkrete Diagnose lässt sich deshalb nicht seriös nennen, und dieser Artikel nennt auch keine.
Wann und wo starb Ursula Cantieni?
Sie starb am 15. August 2023 in Baden-Baden im Alter von 75 Jahren. Geboren wurde sie am 5. Dezember 1947 in Zürich.
Wie lange spielte sie Johanna Faller?
Von 1994 an rund 27 Jahre lang. Im Februar 2022 kündigte sie ihren Ausstieg an; ihre Figur schied in der am 1. Januar 2023 gesendeten Folge aus der Serie aus.
Wann begann sie zu schauspielern?
Ab 1978, mit rund 30 Jahren. Zuvor war sie Regieassistentin am Theater und von 1974 bis 1978 Professorin für Sprecherziehung an der Folkwangschule in Essen.
War Ursula Cantieni Schweizerin?
Sie wurde 1947 in Zürich geboren und arbeitete den größten Teil ihrer Laufbahn in Deutschland. Von 1991 bis 1994 war sie zusätzlich beim Schweizer Fernsehen für Sprechtraining und Moderationsausbildung zuständig.
Quellen
- Wikipedia (deutsch): Ursula Cantieni – Lebensdaten, Laufbahn, Filmografie und Auszeichnungen
- Wikipedia (englisch): Ursula Cantieni – Geburts- und Sterbedaten zur Gegenprüfung
- Wikipedia (deutsch): Die Fallers – Die SWR Schwarzwaldserie – Sendestart, Folgenzahl und Rolle Johanna Faller
- Wikipedia (deutsch): Thomas Strittmatter – „Der Polenweiher“, Uraufführung 1983 und Verfilmung 1986