Kurz beantwortet
Für August Diehl existiert keine seriöse, überprüfbare Vermögensangabe. Weder er selbst noch ein Wirtschaftsmedium hat je eine Zahl veröffentlicht. Belegbar ist dagegen sein Werk: Diehl wurde 1998 für „23“ und im Mai 2026 für die Titelrolle in „Das Verschwinden des Josef Mengele“ mit dem Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
Das Wichtigste in Kürze
- August Diehl wurde am 4. Januar 1976 in Berlin geboren, als Sohn des Schauspielers Hans Diehl.
- Er studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
- 1998 erhielt er für „23“ den Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller und den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller.
- 2000 wurde er von European Film Promotion zum European Shooting Star ernannt.
- In Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“ (2009) spielte er Major Hellstrom, in Philip Noyces „Salt“ (2010) an der Seite von Angelina Jolie.
- In Terrence Malicks „Ein verborgenes Leben“ (2019, deutscher Kinostart Januar 2020) verkörperte er Franz Jägerstätter.
- Seit der Spielzeit 2013/2014 war er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und erhielt 2014 für seinen Hamlet den Nestroy-Theaterpreis.
- Im Mai 2026 gewann er die Lola in Gold als Beste männliche Hauptrolle für „Das Verschwinden des Josef Mengele“.
- Eine belastbare Zahl zu seinem Vermögen gibt es nicht — dazu unten mehr.
Warum hier keine Vermögenssumme steht
Dieser Artikel nennt bewusst keine Zahl. Der Grund ist einfach: Es gibt keine. August Diehl hat sich zu seinen Einkünften nie öffentlich geäußert. Er ist an keinem börsennotierten Unternehmen beteiligt, für das eine Meldepflicht bestünde, und in Deutschland gibt es für Privatpersonen keine Vermögensregister, aus denen sich eine solche Angabe ableiten ließe. Gagen für Kinofilme und Theaterengagements sind Bestandteil privater Verträge und werden nicht veröffentlicht.
Wer im Netz nach dem Vermögen von Schauspielerinnen und Schauspielern sucht, stößt trotzdem auf präzise wirkende Summen. Diese Zahlen stammen in aller Regel von automatisiert befüllten Schätzportalen, die keine Quelle, keine Methode und keinen Stichtag angeben. Sie lassen sich weder prüfen noch widerlegen. Ein Artikel, der eine solche Zahl übernimmt, macht aus einer Erfindung eine scheinbare Tatsache.
Was sich stattdessen belegen lässt, ist die wirtschaftliche Grundlage seiner Arbeit: eine seit 1998 durchgehende Beschäftigung in Kino, Fernsehen und Theater, feste Ensemblezugehörigkeit an einem der größten Sprechtheater Europas, internationale Produktionen und die höchste Auszeichnung des deutschen Films. Das ist die Basis, die dieser Artikel darstellt.
Herkunft, Ausbildung und Durchbruch
August Diehl kam am 4. Januar 1976 in Berlin zur Welt. Sein Vater ist der Schauspieler Hans Diehl. Nach dem Abitur an einer Waldorfschule studierte er an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.
Noch während des Studiums besetzte ihn Hans-Christian Schmid 1998 in der Hauptrolle von „23“, einem Thriller über den Hacker Karl Koch. Für diese Darstellung erhielt Diehl im selben Jahr den Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller sowie den Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller. 2000 nahm ihn European Film Promotion in das Programm European Shooting Stars auf, das jährlich zur Berlinale europäische Nachwuchsdarsteller vorstellt.
Es folgten unter anderem Egon Günthers „Die Braut“ (1999), Robert Schwentkes „Tattoo“ (2002) und Hans-Christian Schmids Episodenfilm „Lichter“ (2003). Für „Was nützt die Liebe in Gedanken“ (2004) erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter den Preis der deutschen Filmkritik. Im selben Jahr spielte er in Volker Schlöndorffs „Der neunte Tag“ einen Gestapo-Chef — eine Rolle, für die er für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde.
Internationale Rollen: von „Inglourious Basterds“ bis Terrence Malick
Als KZ-Häftling Adolf Burger war Diehl 2007 in „Die Fälscher“ zu sehen. Der Film von Stefan Ruzowitzky gewann 2008 den Oscar als Bester fremdsprachiger Film. Wichtig für die Einordnung: Ausgezeichnet wurde der Film, nicht ein einzelner Darsteller — Diehl selbst hat keinen Oscar erhalten.
Den Schritt auf die internationale Bühne machte er 2009 mit Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds“, wo er in einer kleinen, aber vielzitierten Rolle den Major Hellstrom spielte. 2010 stand er für Philip Noyces Actionthriller „Salt“ neben Angelina Jolie vor der Kamera. In Andres Veiels RAF-Drama „Wer wenn nicht wir“ (2011) verkörperte er Bernward Vesper, in Raoul Pecks Filmbiografie „Der junge Karl Marx“ (2017) die Titelrolle.
Seine international meistbeachtete Hauptrolle war die des österreichischen Bauern Franz Jägerstätter in Terrence Malicks „Ein verborgenes Leben“ (Originaltitel „A Hidden Life“). Der Film erzählt von Jägerstätters Weigerung, Adolf Hitler den Treueid zu leisten. Gedreht wurde zwischen 2016 und 2019, der deutsche Kinostart folgte im Januar 2020.

Filmografie: ausgewählte belegte Stationen
| Jahr | Titel | Regie | Rolle |
|---|---|---|---|
| 1998 | 23 | Hans-Christian Schmid | Karl Koch |
| 2004 | Der neunte Tag | Volker Schlöndorff | Gestapo-Chef |
| 2007 | Die Fälscher | Stefan Ruzowitzky | Adolf Burger |
| 2008 | Buddenbrooks | Heinrich Breloer | Christian Buddenbrook |
| 2009 | Inglourious Basterds | Quentin Tarantino | Major Hellstrom |
| 2010 | Salt | Philip Noyce | Nebenrolle |
| 2011 | Wer wenn nicht wir | Andres Veiel | Bernward Vesper |
| 2017 | Der junge Karl Marx | Raoul Peck | Karl Marx |
| 2018 | Kursk | — | Ensemble |
| 2019 | Die neue Zeit | Lars Kraume | Walter Gropius |
| 2019 | Ein verborgenes Leben | Terrence Malick | Franz Jägerstätter |
| 2021 | The King’s Man: The Beginning | — | Lenin |
| 2022 | Der Räuber Hotzenplotz | Michael Krummenacher | Petrosilius Zwackelmann |
| 2025 | Das Verschwinden des Josef Mengele | Kirill Serebrennikow | Josef Mengele |
Diese Auswahl folgt der Filmografie des Deutschen Filminstituts auf filmportal.de. Filme, die Diehl in anderen Quellen zugeschrieben werden, dort aber nicht auftauchen — etwa „Das Leben der Anderen“ —, sind hier bewusst nicht aufgeführt.
Der Deutsche Filmpreis 2026 für „Das Verschwinden des Josef Mengele“
Der bislang größte Erfolg seiner Laufbahn liegt erst wenige Monate zurück. In Kirill Serebrennikows Spielfilm „Das Verschwinden des Josef Mengele“ übernahm Diehl die Titelrolle und spielte den NS-Kriegsverbrecher in mehreren Lebensaltern. Der überwiegend in Schwarz-Weiß gedrehte, 130 Minuten lange Film wurde am 20. Mai 2025 bei den Filmfestspielen in Cannes uraufgeführt und startete am 23. Oktober 2025 in den deutschen Kinos.
Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises im Mai 2026 erhielt August Diehl dafür die Lola in Gold in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle. Die Deutsche Filmakademie führt ihn mit dieser Auszeichnung in ihrer Preisträgerdatenbank. Beste weibliche Hauptrolle wurde im selben Jahr Senta Berger, bester Spielfilm „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski.
Auszeichnungen im Überblick
| Jahr | Auszeichnung | Anlass |
|---|---|---|
| 1998 | Deutscher Filmpreis, Bester Hauptdarsteller | 23 |
| 1998 | Bayerischer Filmpreis, Bester Nachwuchsdarsteller | 23 |
| 2000 | European Shooting Star (European Film Promotion) | — |
| 2001 | Alfred-Kerr-Darstellerpreis | Kostja in „Die Möwe“, Burgtheater Wien |
| 2001 | Ulrich-Wildgruber-Preis | — |
| 2004 | Preis der deutschen Filmkritik | Was nützt die Liebe in Gedanken |
| 2004 | Nominierung Deutscher Filmpreis | Der neunte Tag |
| 2014 | Nestroy-Theaterpreis | Hamlet, Burgtheater Wien |
| 2026 | Deutscher Filmpreis, Lola in Gold, Beste männliche Hauptrolle | Das Verschwinden des Josef Mengele |
August Diehl am Theater
Die Bühne ist bei Diehl kein Nebenschauplatz. Schon früh spielte er in Peter Zadeks Inszenierung von Sarah Kanes „Gesäubert“ an den Hamburger Kammerspielen. 2001 erhielt er für den Kostja in Luc Bondys „Die Möwe“ am Wiener Burgtheater den Alfred-Kerr-Darstellerpreis sowie den Ulrich-Wildgruber-Preis.
Mit Beginn der Spielzeit 2013/2014 wurde er Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. 2014 wurde ihm dort für seine Verkörperung des Hamlet der Nestroy-Theaterpreis zuerkannt. 2020 war er am Berliner Ensemble in einer Inszenierung von Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ zu sehen.
Was seit 2024 dazugekommen ist
Die Jahre seit 2024 waren für Diehl international geprägt. In der russischen Romanverfilmung „Der Meister und Margarita“ (Originaltitel „Master i Margarita“, 2024) spielte er die Hauptrolle des Woland. In der amerikanisch-irischen Filmbiografie „Bonhoeffer: Pastor. Spy. Assassin.“ (2024) verkörperte er den Theologen Martin Niemöller. 2025 folgten das französisch-deutsche Märchendrama „Herz aus Eis“, in dem er den Leibarzt der Hauptfigur gibt, sowie die von Lars Kraume inszenierte „Tatort“-Episode „Borowski und das Haupt der Medusa“.
Den Ausschlag für das Jahr 2026 gab „Das Verschwinden des Josef Mengele“ mit der Lola in Gold. In der Produktionsdatenbank des Deutschen Filminstituts sind für Diehl darüber hinaus mehrere Projekte in Arbeit verzeichnet, unter anderem „The Noise of Time“, „Vaterland“ und „The Boys from Brazil“. Zu Startterminen dieser Vorhaben liegt noch keine belastbare Angabe vor.
Was hier über sein Privatleben nicht steht
August Diehl äußert sich öffentlich kaum zu seinem Privatleben. Zu Partnerschaften, Kindern, Wohnorten oder Gesundheit liegen keine belastbaren, von ihm selbst stammenden Angaben vor. Dieser Artikel verzichtet deshalb auf entsprechende Passagen — auch dort, wo andere Seiten Details nennen. Ebenso wenig sind Werbe- oder Sponsoringverträge Diehls dokumentiert; Behauptungen über Markenpartnerschaften finden hier daher keinen Platz.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Vermögen von August Diehl?
Dazu gibt es keine überprüfbare Angabe. Diehl hat sich nie öffentlich zu seinen Finanzen geäußert, und es existiert keine Quelle, die eine Summe mit nachvollziehbarer Methode ermittelt hätte. Zahlen, die im Netz kursieren, stammen aus Schätzportalen ohne Beleg und werden hier deshalb nicht wiedergegeben.
Wann und wo wurde August Diehl geboren?
Am 4. Januar 1976 in Berlin. Ob West- oder Ost-Berlin, ist in den vorliegenden Quellen nicht widerspruchsfrei dokumentiert; dieser Artikel nennt deshalb nur die Stadt. Sein Vater ist der Schauspieler Hans Diehl.
Welche Rolle spielte August Diehl in „Inglourious Basterds“?
Er spielte Major Hellstrom, einen deutschen Offizier, in einer kleinen, aber viel beachteten Szene. Die häufig zu lesende Zuordnung, er habe in diesem Film Franz Jägerstätter dargestellt, ist falsch: Jägerstätter ist seine Rolle in Terrence Malicks „Ein verborgenes Leben“.
Hat August Diehl einen Oscar gewonnen?
Nein. Der Film „Die Fälscher“, in dem er 2007 mitspielte, gewann 2008 den Oscar als Bester fremdsprachiger Film. Ausgezeichnet wird in dieser Kategorie das Werk beziehungsweise das einreichende Land, nicht ein einzelner Darsteller.
Wofür bekam August Diehl 2026 den Deutschen Filmpreis?
Für die Titelrolle in Kirill Serebrennikows „Das Verschwinden des Josef Mengele“. Er erhielt die Lola in Gold in der Kategorie Beste männliche Hauptrolle. Es war nach 1998 seine zweite Auszeichnung als bester Hauptdarsteller beim Deutschen Filmpreis.
Ist August Diehl noch am Burgtheater?
Er gehörte dem Ensemble des Wiener Burgtheaters ab der Spielzeit 2013/2014 an und wurde dort 2014 mit dem Nestroy-Theaterpreis für seinen Hamlet ausgezeichnet. Zuletzt dokumentiert ist eine Bühnenarbeit 2020 am Berliner Ensemble. Ein aktuelles festes Engagement ist in den herangezogenen Quellen nicht ausgewiesen.
Quellen
- filmportal.de — Personenprofil August Diehl (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum)
- Deutscher Filmpreis — Preisträger:innen 2026
- Deutscher Filmpreis — Historie der Preisträger:innen
- filmportal.de — Deutscher Filmpreis 2026: Die Gewinner*innen
- filmportal.de — Filmdaten „Das Verschwinden des Josef Mengele“
- filmportal.de — Besetzungsliste „Inglourious Basterds“
- European Film Promotion — Talent Database (European Shooting Stars)