Ben Affleck: Filmografie, Oscars & Karriere im Überblick

Ben Affleck Filmografie und Biografie

Kurz beantwortet

Ben Affleck, geboren am 15. August 1972 in Berkeley, Kalifornien, arbeitet als Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Seine beiden Oscars gewann er nicht als Schauspieler: 1998 gemeinsam mit Matt Damon für das beste Originaldrehbuch zu „Good Will Hunting“, 2013 als einer von drei Produzenten von „Argo“ für den besten Film. Als Regisseur hat er bislang fünf Kinofilme abgeschlossen.

Ben Affleck Privatleben

Das Wichtigste in Kürze

  • Geboren am 15. August 1972 in Berkeley, Kalifornien; mit drei Jahren zog die Familie nach Massachusetts, er wuchs in Cambridge auf.
  • Matt Damon kannte er aus der Nachbarschaft und von der gemeinsamen Highschool in Cambridge – nicht aus einem Harvard-Studium.
  • Erster Oscar 1998: bestes Originaldrehbuch für „Good Will Hunting“, gemeinsam mit Matt Damon.
  • Zweiter Oscar 2013: bester Film für „Argo“ – ausgezeichnet als Produzent, gemeinsam mit Grant Heslov und George Clooney.
  • Für die Regie zu „Argo“ war er bei den Oscars nicht nominiert, gewann dafür aber Golden Globe, BAFTA und den Preis der Directors Guild of America.
  • Regiearbeiten: „Gone Baby Gone“ (2007), „The Town“ (2010), „Argo“ (2012), „Live by Night“ (2016) und „Air“ (2023).
  • Batman spielte er in vier Filmen: „Batman v Superman“ (2016), „Suicide Squad“ (2016), „Justice League“ (2017) und „The Flash“ (2023).
  • Seine Alkoholabhängigkeit hat Affleck selbst öffentlich gemacht, unter anderem in einem Interview der „New York Times“ vom 18. Februar 2020.
  • Er hat drei Kinder aus der Ehe mit Jennifer Garner; die Ehe mit Jennifer Lopez wurde am 6. Januar 2025 geschieden.

Herkunft, Kindheit und die Freundschaft mit Matt Damon

Benjamin Géza Affleck-Boldt kam am 15. August 1972 in Berkeley zur Welt. Mit drei Jahren zog die Familie nach Massachusetts und ließ sich in Cambridge nieder. Seine Mutter war Grundschullehrerin, sein Vater ein Autor, der über Jahre schwer alkoholabhängig war; als Affleck elf war, ließen sich die Eltern scheiden.

Matt Damon kannte er bereits seit seinem achten Lebensjahr aus der Nachbarschaft; beide besuchten in Cambridge dieselbe Highschool. Die verbreitete Darstellung, Affleck habe Damon an der Harvard University kennengelernt, ist falsch: Damon studierte in Harvard, Affleck nicht. Affleck schrieb sich kurzzeitig an der University of Vermont für Spanisch ein und studierte danach rund anderthalb Jahre Nahoststudien am Occidental College in Los Angeles, ohne einen Abschluss zu machen.

Vor der Kamera stand er schon als Kind, unter anderem in dem Independent-Drama „The Dark End of the Street“ (1981) und in der Bildungsserie „The Voyage of the Mimi“ (1984). In den frühen 1990er-Jahren folgten Nebenrollen in „Der Außenseiter“ (1992), „Buffy – Der Vampir-Killer“ (1992) und „Confusion – Sommer der Ausgeflippten“ (1993).

„Good Will Hunting“: der Durchbruch und der erste Oscar

Das Drehbuch begann als Studienarbeit: Matt Damon schrieb rund 40 Seiten für einen Kurs in Harvard und arbeitete das Material nach seinem Weggang von der Universität in Los Angeles gemeinsam mit Affleck aus – gestützt auf Erfahrungen aus ihrem Bostoner Umfeld.

Der Film spielte weltweit rund 225,9 Millionen US-Dollar ein und war damit der bis dahin erfolgreichste Kinostart des Studios Miramax sowie der siebterfolgreichste Film des Jahres 1997. Bei der Oscar-Verleihung 1998 gewannen Affleck und Damon den Preis für das beste Originaldrehbuch, Robin Williams wurde als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Für dasselbe Drehbuch erhielten die beiden auch den Golden Globe.

Blockbuster-Jahre und Rückschläge

Nach dem Erfolg von „Good Will Hunting“ spielte Affleck in großen Studioproduktionen wie „Armageddon“ (1998) und „Pearl Harbor“ (2001). Anfang der 2000er-Jahre häuften sich dann die Misserfolge. „Daredevil“ (2003) war kommerziell erfolgreich, wurde von der Kritik aber gemischt aufgenommen; Affleck bezeichnete den Film 2014 als den einzigen, dessen Dreh er bereue. „Gigli“ (2003) wurde nahezu einhellig verrissen, auch „Wie überleben wir Weihnachten?“ (2004) bekam schlechte Kritiken.

Ab 2007 verlagerte Affleck seinen Schwerpunkt hinter die Kamera. Als Schauspieler war er danach unter anderem in „Gone Girl“ (2014), „The Accountant“ (2016), „The Way Back“ (2020), „The Last Duel“ (2021, auch Co-Autor), „The Tender Bar“ (2021) und „Deep Water“ (2022) zu sehen.

Ben Affleck als Regisseur: fünf Filme von „Gone Baby Gone“ bis „Air“

Sein Spielfilmdebüt als Regisseur gab Affleck 2007 mit dem Kriminaldrama „Gone Baby Gone“ – nicht, wie oft zu lesen ist, mit „Argo“. Es folgten vier weitere Filme.

JahrFilmFunktion
2007Gone Baby GoneRegie, Co-Drehbuch
2010The Town – Stadt ohne GnadeRegie, Co-Drehbuch, Hauptrolle
2012ArgoRegie, Produktion, Hauptrolle
2016Live by NightRegie, Drehbuch, Produktion, Hauptrolle
2023Air – Der große WurfRegie, Produktion, Nebenrolle

Ein sechster Regiefilm ist angekündigt: Für den Netflix-Thriller „Animals“ mit Gillian Anderson führte Affleck Regie und übernahm eine Rolle; der Film befand sich zuletzt in der Postproduktion.

Ben Affleck Filmografie und Biografie

„Argo“ und der zweite Oscar: bester Film, nicht beste Regie

„Argo“ erzählt die Befreiung von sechs US-Diplomaten aus Teheran während der Geiselkrise im Iran. Der Film spielte weltweit 232,3 Millionen US-Dollar ein – 136,0 Millionen in Nordamerika und 96,3 Millionen international. Die gelegentlich zu findende Angabe von über 550 Millionen US-Dollar ist falsch.

Bei der Oscar-Verleihung 2013 gewann „Argo“ drei Preise: bester Film, bestes adaptiertes Drehbuch und bester Schnitt. Den Oscar für den besten Film nahmen laut Academy die Produzenten Grant Heslov, Ben Affleck und George Clooney entgegen. Affleck erhielt seinen zweiten Oscar also als Produzent, nicht für Regie und nicht für Schauspiel.

In der Kategorie Regie war Affleck bei diesen Oscars gar nicht nominiert – nominiert waren Ang Lee (der gewann), Michael Haneke, Benh Zeitlin, Steven Spielberg und David O. Russell. Golden Globe, BAFTA und den Preis der Directors Guild of America gewann Affleck dagegen für die beste Regie. Er war damit der erste Regisseur, der diese drei Auszeichnungen ohne eine Oscar-Nominierung für Regie erhielt.

JahrAuszeichnungKategorieWerk
1998OscarBestes Originaldrehbuch (mit Matt Damon)Good Will Hunting
1998Golden GlobeBestes Drehbuch (mit Matt Damon)Good Will Hunting
2013OscarBester Film (als Produzent)Argo
2013Golden GlobeBeste RegieArgo
2013BAFTA AwardBeste RegieArgo
2013Directors Guild of America AwardBeste RegieArgo

Ben Affleck als Batman: alle Auftritte in der Reihenfolge

Affleck verkörperte Batman in vier Filmen des DC Extended Universe – in dieser Reihenfolge:

JahrFilmArt des Auftritts
2016Batman v Superman: Dawn of JusticeErster Auftritt als Batman
2016Suicide SquadKurzauftritt
2017Justice LeagueHauptrolle
2023The FlashAuftritt als Batman

Ursprünglich sollte Affleck einen eigenen Batman-Film schreiben, inszenieren und darin spielen. 2017 zog er sich zurück – in einer Phase, in der er einen Rückfall in seine Alkoholabhängigkeit erlitt. Er begründete das damit, den Stoff nicht geknackt zu haben.

Artists Equity und die Jahre 2023 bis 2026

Im November 2022 gründeten Affleck und Matt Damon die Produktionsfirma Artists Equity, finanziell gestützt von RedBird Capital des Investors Gerry Cardinale. Affleck ist Mitgründer und Chief Executive Officer; erklärtes Ziel der Firma ist, Gewinne breiter unter allen Beteiligten zu verteilen.

Erster Kinofilm der Firma war „Air – Der große Wurf“ (2023) unter Afflecks Regie. Ebenfalls 2023 war er in Robert Rodriguez’ „Hypnotic“ zu sehen. Unter dem Label folgten „The Instigators“, „Small Things like These“ und „Unstoppable“ (2024) sowie „Kiss of the Spider Woman“ (2025).

Am 25. April 2025 kam „The Accountant 2“ in die Kinos, Regie führte erneut Gavin O’Connor. Affleck spielte wieder Christian Wolff, an seiner Seite Jon Bernthal. Der Film spielte weltweit 103,3 Millionen US-Dollar ein, bei einem Budget von 80 Millionen; ein dritter Teil ist in Entwicklung. Für 2026 sind mit „The Rip“ – einem Kriminalfilm mit Affleck und Damon als Polizisten – und dem von Affleck inszenierten „Animals“ zwei Netflix-Produktionen angekündigt.

Alkoholabhängigkeit: was Affleck selbst öffentlich gemacht hat

Affleck hat seine Alkoholabhängigkeit selbst zum Thema gemacht. 2017 erlitt er einen Rückfall und arbeitete in diesem Jahr nicht; vor den Dreharbeiten zu „Triple Frontier“ ließ er sich behandeln. 2018 kam es während der Vorbereitung zu „The Way Back“ zu einem weiteren Rückfall. Gedreht wurde kurz nach seinem Klinikaufenthalt: Affleck willigte ein, seine Gage auf ein Treuhandkonto legen zu lassen, und wurde am Set von einem Sober Coach begleitet.

In „The Way Back“ (2020) spielt er einen Basketballtrainer, der mit dem Alkohol kämpft. In einem Interview der „New York Times“ vom 18. Februar 2020 unter dem Titel „Ben Affleck Tried to Drink Away the Pain. Now He’s Trying Honesty“ sprach er über seine Suchtgeschichte und beschrieb die Arbeit an dem Film als eine Form von Therapie.

Das Thema hat eine Vorgeschichte: Afflecks Vater war während dessen Kindheit schwer alkoholabhängig. Als Affleck 16 war, begab sich der Vater in eine Entzugseinrichtung in Indio, Kalifornien, wo er zwölf Jahre lebte und später als Suchtberater arbeitete.

Ehen, Trennungen und Familie

Affleck und Jennifer Lopez waren ab Mitte 2002 ein Paar und verlobten sich im November 2002. Die für September 2003 geplante Hochzeit sagten sie ab, im Januar 2004 lösten sie die Verlobung auf.

Am 29. Juni 2005 heiratete Affleck die Schauspielerin Jennifer Garner in einer privaten Zeremonie auf den Turks- und Caicosinseln. Aus der Ehe stammen drei Kinder. Im Juni 2015 gab das Paar die Trennung bekannt, im April 2017 reichten beide gemeinsam die Scheidung ein, die im Oktober 2018 rechtskräftig wurde. Affleck bezeichnete die Scheidung später als das größte Bedauern seines Lebens.

2021 fanden Affleck und Lopez wieder zusammen; im April 2022 verlobten sie sich erneut. Am 16. Juli 2022 heirateten sie in Las Vegas, eine Feier für Familie und Freunde folgte im Monat darauf. Am 20. August 2024 reichte Lopez die Scheidung ein und gab den 26. April 2024 als Trennungsdatum an. Die Scheidung wurde am 6. Januar 2025 rechtskräftig.

Häufige Fragen

Hat Ben Affleck einen Oscar als Schauspieler gewonnen?

Nein. Beide Oscars gewann er in anderen Funktionen: 1998 für das beste Originaldrehbuch zu „Good Will Hunting“ gemeinsam mit Matt Damon und 2013 für den besten Film „Argo“ als einer von drei Produzenten. Für eine Schauspielleistung war er bei den Oscars nie nominiert.

Hat Ben Affleck in Harvard studiert?

Nein. In Harvard studierte Matt Damon. Affleck war kurzzeitig an der University of Vermont eingeschrieben und studierte danach rund anderthalb Jahre am Occidental College in Los Angeles. Kennengelernt haben sich die beiden als Kinder in Cambridge, Massachusetts.

Welcher Film war Ben Afflecks Regiedebüt?

Sein Spielfilmdebüt als Regisseur war „Gone Baby Gone“ (2007); „Argo“ war bereits sein dritter Regiefilm. Auch die Angabe, „Argo“ habe über 550 Millionen US-Dollar eingespielt, trifft nicht zu – es waren 232,3 Millionen.

In welchen Filmen war Ben Affleck Batman?

In vier Filmen: „Batman v Superman: Dawn of Justice“ (2016), „Suicide Squad“ (2016, Kurzauftritt), „Justice League“ (2017) und „The Flash“ (2023). Einen eigenen Batman-Film, den er inszenieren sollte, gab er 2017 ab.

Ist Ben Affleck noch mit Jennifer Lopez verheiratet?

Nein. Die beiden heirateten am 16. Juli 2022 in Las Vegas. Lopez reichte am 20. August 2024 die Scheidung ein; sie wurde am 6. Januar 2025 rechtskräftig.

Woran arbeitet Ben Affleck 2025 und 2026?

2025 kam „The Accountant 2“ mit ihm in der Hauptrolle in die Kinos. Für 2026 sind die beiden Netflix-Produktionen „The Rip“ mit Matt Damon und „Animals“ unter seiner Regie angekündigt. Parallel führt er als CEO die 2022 gegründete Produktionsfirma Artists Equity.

Quellen