Kurz beantwortet
Zum Vermögen von Devid Striesow gibt es keine überprüfbare Quelle. Gagen werden im deutschen Film und Fernsehen nicht veröffentlicht, und Striesow hat sich dazu nie öffentlich geäußert. Belegbar ist seine berufliche Basis: der Deutsche Filmpreis 2007 für „Die Fälscher“, sechs Jahre als „Tatort“-Kommissar in Saarbrücken, knapp zwei Millionen Kinobesucher mit „Ich bin dann mal weg“ und zuletzt die Titelrolle in „Bach – Ein Weihnachtswunder“.
Das Wichtigste in Kürze
- Devid Striesow wurde am 1. Oktober 1973 in Bergen auf Rügen geboren.
- 1999 schloss er sein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin ab.
- In „Die Fälscher“ (2007) spielte er den SS-Offizier Friedrich Herzog; dafür erhielt er 2007 den Deutschen Filmpreis in der Kategorie männliche Nebenrolle.
- „Die Fälscher“ gewann im Februar 2008 bei der 80. Oscarverleihung den Auslands-Oscar – als österreichischer Beitrag.
- Von Januar 2013 bis Januar 2019 spielte er für den Saarländischen Rundfunk den „Tatort“-Hauptkommissar Jens Stellbrink.
- Seine Abschiedsfolge „Der Pakt“ lief am 27. Januar 2019.
- In „Ich bin dann mal weg“ (2015) spielte er Hape Kerkeling; der Film erreichte rund 1,97 Millionen Kinobesucher.
- 2016 erhielt er den Bambi in der Kategorie Schauspieler National.
- Zuletzt belegbar: die Titelrolle in „Bach – Ein Weihnachtswunder“ (Erstausstrahlung 18. Dezember 2024, 4,77 Millionen Zuschauer).
Warum es zum Vermögen von Devid Striesow keine belastbare Zahl gibt
Gagen sind im deutschen Film- und Fernsehgeschäft Vertragssache zwischen Produktionsfirma und Darsteller. Sender und Produzenten legen sie nicht offen, es gibt keine gesetzliche Offenlegungspflicht und kein Register, aus dem sich das Einkommen eines Schauspielers ableiten ließe. Für einzelne Folgen einer Krimireihe existieren deshalb keine veröffentlichten Honorare.
Devid Striesow hat sich zu seinen Einkünften nie öffentlich geäußert. Dieser Artikel nennt daher keine Vermögenssumme und keine Folgengage. Was sich prüfen lässt, sind andere Größen: die Filmografie mit Jahreszahlen, Preise mit Kategorie und Jahr, Kinobesucherzahlen und Einschaltquoten. Genau diese Angaben stehen im Folgenden.
Herkunft, Ausbildung und Karrierestart
Devid Striesow wurde am 1. Oktober 1973 in Bergen auf Rügen geboren. Die ungewöhnliche Schreibweise seines Vornamens geht nach eigener Auskunft auf einen Wunsch seiner Eltern zurück: „David“ sollte englisch ausgesprochen werden.
Der Weg zur Schauspielerei verlief nicht geradlinig. Striesow zog nach Berlin, um Goldschmied zu lernen, doch der Ausbildungsbetrieb meldete Insolvenz an. Nach dem Mauerfall 1989 holte er das Abitur nach, studierte zunächst Jazzgitarre und leistete Zivildienst. 1999 schloss er sein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin ab. 2003 folgte die erste Nominierung für den Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller für „Lichter“, 2004 der Alfred-Kerr-Darstellerpreis für seine Bühnenarbeit.
„Die Fälscher“ und der Oscar von 2008
Stefan Ruzowitzkys „Die Fälscher“ startete am 22. März 2007 in den deutschen und am 23. März 2007 in den österreichischen Kinos. Striesow spielt darin Friedrich Herzog, den SS-Offizier, der im KZ Sachsenhausen die Fälscherwerkstatt leitet – eine Figur nach dem Vorbild des historischen Bernhard Krüger.
Der Film wurde von Österreich für die Oscars eingereicht und gewann im Februar 2008 bei der 80. Academy-Awards-Verleihung den Preis für den besten fremdsprachigen Film. Es war der erste Oscar überhaupt für einen österreichischen Beitrag. Beim Deutschen Filmpreis 2007 war „Die Fälscher“ siebenfach nominiert; ausgezeichnet wurde Devid Striesow als Bester Nebendarsteller. Wichtig zur Einordnung: Der Oscar ging an den Film, nicht an einen einzelnen Darsteller.
„Tatort“ Saarbrücken: Jens Stellbrink von 2013 bis 2019
Von Januar 2013 bis Januar 2019 ermittelte Striesow für den Saarländischen Rundfunk als Hauptkommissar Jens Stellbrink. Die Figur galt als bewusster Gegenentwurf zum klassischen „Tatort“-Kommissar: Stellbrink hatte sich von der Bundespolizei nach Saarbrücken versetzen lassen, praktizierte Yoga und Meditation, trug statt Dienstkleidung eine thailändische Wickelhose und fuhr zunächst eine rote Vespa, später ein schwarzes Motorrad. An seiner Seite ermittelte Kommissarin Lisa Marx, gespielt von Elisabeth Brück.
Der Einstand war die Folge „Melinda“ im Frühjahr 2013. Nach eigenem Entschluss stieg Striesow 2019 wieder aus; die Abschiedsfolge „Der Pakt“ lief am 27. Januar 2019. Die Wikipedia führt für die Reihe insgesamt acht Folgen.
| Zeitraum | Eckdaten |
|---|---|
| Januar 2013 | Erste Folge „Melinda“, Sender: Saarländischer Rundfunk |
| 2013–2018 | Weitere Fälle als Hauptkommissar Jens Stellbrink, Partnerin: Lisa Marx (Elisabeth Brück) |
| 27. Januar 2019 | Letzte Folge „Der Pakt“, danach Ausstieg aus der Reihe |
Die wichtigsten Kinorollen von Devid Striesow
Sein kommerziell erfolgreichster Kinofilm ist „Ich bin dann mal weg“ von Julia von Heinz. Striesow spielt darin Hape Kerkeling auf dessen Jakobsweg; an seiner Seite standen unter anderem Martina Gedeck, Karoline Schuch, Katharina Thalbach und Annette Frier. Der Film kam am 24. Dezember 2015 in die Kinos und erreichte rund 1,97 Millionen Besucher – laut insidekino Rang 12 des deutschen Kinojahres 2015.
Künstlerisch prägend waren die Arbeiten mit zwei Regisseuren: Bei Christian Petzold war Striesow 2007 in „Yella“ zu sehen, dem deutschen Wettbewerbsbeitrag der Berlinale 2007. In Tom Tykwers „Drei“ (2010) spielte er Adam, den dritten Punkt eines Beziehungsdreiecks neben Sophie Rois als Hanna und Sebastian Schipper als Simon. Der Film war für den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig nominiert und brachte Striesow den Preis der deutschen Filmkritik ein.
Im Fernsehen spielte er 2010 in Dieter Wedels Zweiteiler „Gier“ den Andy Schroth, der einem Hochstapler auf den Leim geht – die Titelfigur Dieter Glanz verkörperte Ulrich Tukur. 2023 war Striesow in Sonja Heiß’ Familiendrama „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ als Vater und Leiter einer psychiatrischen Klinik zu sehen, an der Seite von Laura Tonke. Der Film feierte 2023 auf der Berlinale Premiere und war beim Deutschen Filmpreis 2023 als Bester Spielfilm und für die Beste Regie nominiert.

Preise und Auszeichnungen mit Jahr und Kategorie
Preise sind die verlässlichste öffentliche Größe im Lebenslauf eines deutschen Schauspielers: datiert, kategorisiert und von den vergebenden Institutionen dokumentiert.
| Jahr | Auszeichnung | Kategorie / Produktion |
|---|---|---|
| 2003 | Deutscher Filmpreis | Nominierung als Bester Nebendarsteller, „Lichter“ |
| 2004 | Alfred-Kerr-Darstellerpreis | Bühnendarstellung |
| 2007 | Deutscher Filmpreis | Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle, „Die Fälscher“ |
| 2010 | Preis der deutschen Filmkritik | „Drei“ von Tom Tykwer |
| 2012 | Grimme-Preis | „Ein guter Sommer“ |
| 2016 | Bambi | Schauspieler National |
Was Devid Striesow zuletzt gedreht hat (Stand 22. August 2026)
Die jüngste belegbare Hauptrolle ist der deutsch-österreichische Fernsehfilm „Bach – Ein Weihnachtswunder“ von Regisseur Florian Baxmeyer nach einem Drehbuch von Christian Schnalke. Striesow spielt Johann Sebastian Bach und nahm für die Rolle rund 20 Kilogramm zu. Der Film war ab dem 13. Dezember 2024 in der ARD-Mediathek abrufbar und lief am 18. Dezember 2024 im Ersten und auf ORF 2; die Erstausstrahlung erreichte 4,77 Millionen Zuschauer bei 19,6 Prozent Marktanteil. In weiteren Rollen waren Verena Altenberger als Anna Magdalena Bach und Ludwig Simon als Carl Philipp Emanuel Bach zu sehen.
Für 2024 führt die Filmografie außerdem die Apple-TV+-Serie „Wo ist Wanda?“ (Originaltitel „Where’s Wanda?“), die am 2. Oktober 2024 startete und im Februar 2025 um eine zweite Staffel verlängert wurde. In der veröffentlichten Hauptbesetzung der Serie – Heike Makatsch, Axel Stein, Lea Drinda, Leo Simon und Nikeata Thompson – wird Striesow nicht geführt; welche Rolle er übernimmt, ließ sich in den geprüften Quellen nicht klären.
Zu Arbeiten aus den Jahren 2025 und 2026 liegen in den für diesen Artikel geprüften Quellen keine gesicherten Angaben vor. An dieser Stelle wird bewusst nichts ergänzt, was sich nicht belegen lässt.
Häufige Falschangaben über Devid Striesow
Bei deutschen Schauspielern sind falsch zugeschriebene Rollen der häufigste Fehler in Online-Porträts. Bei Devid Striesow betrifft das vier Punkte.
- „Soul Kitchen“ (2009): Striesow ist in Fatih Akins Film nicht besetzt. Die Rolle des Zinos Kazantsakis spielte Adam Bousdoukos, die des Thomas Neumann Wotan Wilke Möhring.
- „In den Gängen“ (2018): In Thomas Stubers Film spielen Franz Rogowski, Sandra Hüller und Peter Kurth die Hauptrollen. Striesow gehört nicht zur Besetzung.
- „Der Mann aus dem Eis“ (2017): In Felix Randaus Ötzi-Film spielt Jürgen Vogel die Hauptrolle des Kelab, weitere Rollen übernahmen unter anderem Susanne Wuest, André Hennicke und Franco Nero. Striesow ist dort nicht zu sehen.
- Folgengagen im „Tatort“: Konkrete Eurobeträge pro Folge – ob 65.000 Euro für Striesow oder 300.000 Euro für Kollegen – sind durch keine veröffentlichte Quelle gedeckt. Solche Tabellen sind reine Behauptung.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Vermögen von Devid Striesow?
Dazu gibt es keine seriöse Quelle. Striesow hat sich zu seinen Einkünften nie öffentlich geäußert, und Gagen werden im deutschen Film und Fernsehen nicht veröffentlicht. Jede kursierende Summe ist eine Schätzung ohne nachprüfbare Grundlage.
Welche Rolle spielte Devid Striesow im „Tatort“?
Er spielte Hauptkommissar Jens Stellbrink für den Saarländischen Rundfunk, von Januar 2013 bis Januar 2019. Seine erste Folge hieß „Melinda“, seine letzte „Der Pakt“ und lief am 27. Januar 2019.
Welche Rolle hatte Devid Striesow in „Die Fälscher“?
Er spielte den SS-Offizier Friedrich Herzog, der die Fälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen leitet. Dafür erhielt er 2007 den Deutschen Filmpreis als Bester Nebendarsteller. Der Film selbst gewann 2008 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film – eingereicht hatte ihn Österreich.
Hat Devid Striesow Hape Kerkeling gespielt?
Ja. In der Verfilmung von „Ich bin dann mal weg“ unter der Regie von Julia von Heinz verkörperte er Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg. Der Film startete am 24. Dezember 2015 und erreichte rund 1,97 Millionen Kinobesucher.
Was hat Devid Striesow zuletzt gemacht?
Die zuletzt belegbare Hauptrolle ist Johann Sebastian Bach in „Bach – Ein Weihnachtswunder“, erstausgestrahlt am 18. Dezember 2024 im Ersten und auf ORF 2 mit 4,77 Millionen Zuschauern. Zu Projekten aus 2025 und 2026 liegen keine gesicherten Angaben vor.
Quellen
- Wikipedia: Devid Striesow – Biografie, Filmografie und Auszeichnungen
- Wikipedia (englisch): Devid Striesow – Rolle in „The Counterfeiters“
- Wikipedia: Jens Stellbrink – die „Tatort“-Figur des Saarländischen Rundfunks
- Wikipedia: „Die Fälscher“ – Besetzung, Kinostart und Oscar 2008
- Wikipedia: „Ich bin dann mal weg“ – Regie, Besetzung und Besucherzahl
- insidekino: Deutsche Kinocharts 2015 mit „Ich bin dann mal weg“
- Wikipedia: „Bach – Ein Weihnachtswunder“ – Ausstrahlung und Einschaltquote
- Wikipedia: „Gier“ (2010) – Dieter Wedels Zweiteiler mit Striesow als Andy Schroth
- Wikipedia (englisch): „Drei“ von Tom Tykwer – Besetzung und Festivalteilnahme
- Wikipedia: „In den Gängen“ – vollständige Besetzungsliste