Kurz beantwortet
Zum Vermögen von Katrin Göring-Eckardt gibt es keine belastbare Zahl. Deutsche Abgeordnete müssen ihr Vermögen nicht offenlegen, eine Vermögenserklärung existiert nicht. Belegt ist ihr Mandatseinkommen: die Abgeordnetenentschädigung von 11.833,47 Euro brutto im Monat. In ihren veröffentlichungspflichtigen Angaben beim Bundestag steht kein einziger Euro an Nebeneinkünften und keine Unternehmensbeteiligung.
Das Wichtigste in Kürze
- Katrin Göring-Eckardt wurde am 3. Mai 1966 in Friedrichroda in Thüringen geboren.
- Sie ist seit 1998 Mitglied des Deutschen Bundestages, gewählt über die Landesliste Thüringen im Wahlkreis Erfurt – Weimar – Weimarer Land II.
- Von 2005 bis 2013 und erneut von 2021 bis 2025 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, von 2013 bis 2021 Fraktionsvorsitzende gemeinsam mit Anton Hofreiter.
- Seit Juni 2025 ist sie einfache Abgeordnete: Bei der fraktionsinternen Wahl um den grünen Sitz im Bundestagspräsidium unterlag sie Omid Nouripour. Sie ist seither Beauftragte für Ostdeutschland ihrer Fraktion.
- Von 2009 bis 2013 war sie Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.
- Spitzenkandidatin ihrer Partei war sie 2013 gemeinsam mit Jürgen Trittin und 2017 gemeinsam mit Cem Özdemir.
- Die Abgeordnetenentschädigung beträgt seit dem 1. Juli 2025 unverändert 11.833,47 Euro im Monat; die für 2026 fällige Erhöhung nahm der Bundestag am 10. Juli 2026 zurück.
- In ihren veröffentlichungspflichtigen Angaben sind ausschließlich unentgeltliche Ämter eingetragen – keine Einkünfte, keine Beteiligungen.
- Eine seriöse Gesamtsumme ihres Privatvermögens lässt sich daraus nicht ableiten, und keine benennbare Quelle hat eine solche Schätzung veröffentlicht.
Gibt es eine belegte Zahl zum Vermögen von Katrin Göring-Eckardt?
Nein. Weder Katrin Göring-Eckardt selbst noch der Bundestag noch ein Wirtschaftsmedium hat je eine überprüfbare Angabe zu ihrem Privatvermögen veröffentlicht. Anders als etwa in den USA gibt es für deutsche Abgeordnete und Regierungsmitglieder keine Pflicht, Konten, Immobilien oder Wertpapierdepots offenzulegen. Der Bundestag weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Anzeigepflichten auf Tätigkeiten, Einkünfte und Beteiligungen beziehen – nicht auf das Gesamtvermögen.
Wer im Netz auf konkrete Eurobeträge zu ihrem Vermögen stößt, sollte deshalb nach der Quelle fragen. In der Regel gibt es keine. Solche Zahlen entstehen durch Hochrechnung von Diäten über eine Amtszeit hinweg – eine Rechnung, die Steuern, Lebenshaltungskosten, Familienverhältnisse und alle sonstigen Umstände ignoriert und deshalb keinen Aussagewert hat.
Was Bundestagsabgeordnete offenlegen müssen – und was nicht
Die Verhaltensregeln für Abgeordnete wurden mit dem Gesetz vom 19. Oktober 2021 deutlich verschärft. Seither werden Nebeneinkünfte nicht mehr in groben Stufen, sondern auf Euro und Cent genau veröffentlicht. Das ist der Rahmen, in dem sich jede seriöse Aussage über die Finanzen einer Abgeordneten bewegen muss.
| Regel | Was tatsächlich gilt |
|---|---|
| Vermögenserklärung | Existiert für Bundestagsabgeordnete nicht |
| Nebeneinkünfte | Anzeigepflichtig über 1.000 Euro im Monat oder 3.000 Euro im Kalenderjahr |
| Veröffentlichung der Beträge | Seit der Reform vom 19. Oktober 2021 auf Euro und Cent genau |
| Unternehmensbeteiligungen | Anzeigepflichtig ab mehr als 5 Prozent (zuvor 25 Prozent) |
| Abgeordnetenentschädigung | 11.833,47 Euro monatlich, steuerpflichtig, seit 1. Juli 2025 unverändert |
| Kostenpauschale | 5.467,27 Euro monatlich, steuerfrei und zweckgebunden |
Was im Transparenzregister des Bundestages zu ihr steht
Die veröffentlichungspflichtigen Angaben zu Katrin Göring-Eckardt auf bundestag.de und in der Aufbereitung von abgeordnetenwatch.de sind kurz. Eingetragen sind:
- Beiratsmitglied der Anlaufstelle Green Culture bei der Delta1 gemeinnützige GmbH in Berlin, seit dem 29. Oktober 2025 – unentgeltlich.
- Mitglied des Kuratoriums der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland mit Sitz in Erfurt – unentgeltlich.
- Berufliche Tätigkeiten vor dem Mandat: Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Matthias Berninger und Margareta Wolf.
Was dort nicht steht, ist ebenso aussagekräftig: kein einziger veröffentlichter Einkunftsbetrag, keine Beteiligung an einer Kapital- oder Personengesellschaft, keine Aufsichtsrats- oder Beratungsmandate gegen Honorar. Für Vortrags- oder Buchhonorare oberhalb der Schwellenwerte gibt es keinen Eintrag. Wären solche Einkünfte angefallen, müssten sie seit 2021 betragsgenau ausgewiesen sein.
Die Abgeordnetenentschädigung als belegbare Einkommensbasis
Das Mandatseinkommen ist die einzige Größe, die sich für Katrin Göring-Eckardt exakt beziffern lässt – weil sie für alle Abgeordneten gleich ist. Die Entschädigung beträgt seit dem 1. Juli 2025 monatlich 11.833,47 Euro und ist voll einkommensteuerpflichtig. Normalerweise wird sie jedes Jahr zum 1. Juli anhand des Nominallohnindex angepasst.
2026 ist das nicht geschehen. Am 10. Juli 2026 beschloss der Bundestag, auf die bereits vorgesehene Anpassung um 4,2 Prozent zu verzichten. Statt der rechnerisch fälligen 12.330,48 Euro bleibt es bei 11.833,47 Euro; das reguläre Verfahren soll erst zum 1. Juli 2027 wieder greifen. Für Göring-Eckardt bedeutet das rund 497 Euro im Monat weniger als ursprünglich angelegt.
Hinzu kommt die steuerfreie Kostenpauschale von 5.467,27 Euro monatlich. Sie ist kein Einkommen im eigentlichen Sinn: Aus ihr müssen Wahlkreisbüro, Zweitwohnung in Berlin, Bürobedarf und Reisen im Mandat bezahlt werden. Wer sie in eine Vermögensrechnung einstellt, rechnet Betriebsausgaben als Gewinn.

Ämter und Stationen im Zeitverlauf
Katrin Göring-Eckardt legte 1984 in Gotha das Abitur ab und studierte anschließend evangelische Theologie an der Karl-Marx-Universität Leipzig. 1988 brach sie das Studium ab. Über die Bürgerbewegung Demokratie Jetzt und Bündnis 90 kam sie zu den Grünen; von 1993 bis 1998 war sie Landessprecherin in Thüringen, seit 1998 sitzt sie im Bundestag.
| Zeitraum | Funktion |
|---|---|
| 1998–2002 | Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion |
| 2002–2005 | Fraktionsvorsitzende, gemeinsam mit Krista Sager |
| 2005–2013 | Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages |
| 2009–2013 | Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland |
| 2013–2021 | Fraktionsvorsitzende, gemeinsam mit Anton Hofreiter |
| 2021–2025 | Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages |
| seit Juni 2025 | Abgeordnete, Beauftragte für Ostdeutschland der Bundestagsfraktion |
Im aktuellen Bundestag ist sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien. Das Amt der Bundestagsvizepräsidentin übt sie seit Juni 2025 nicht mehr aus – den einzigen grünen Platz im Präsidium gewann in der fraktionsinternen Kampfabstimmung Omid Nouripour.
Warum kursierende Vermögensschätzungen nicht belastbar sind
Vermögensangaben zu deutschen Politikerinnen und Politikern folgen fast immer demselben Muster: Ein Portal nennt eine runde Summe, das nächste übernimmt sie, und nach einigen Wiederholungen wirkt sie belegt. Nachprüfbar ist sie deshalb nicht. Bei Katrin Göring-Eckardt fehlt jede Grundlage für eine solche Rechnung – es gibt keine offengelegten Einkünfte neben dem Mandat, keine bekannten Beteiligungen und keine öffentlich dokumentierten Immobiliengeschäfte.
Belastbar ist stattdessen dies: Sie bezieht seit 1998 ein Mandatseinkommen, war zwischen 2002 und 2025 fast durchgehend in einem herausgehobenen Amt und hat keine erkennbaren Zusatzeinnahmen aus der Privatwirtschaft. Alles Weitere wäre Spekulation, und Spekulation gehört nicht in einen Faktenartikel.
Familie und Privatleben
Katrin Göring-Eckardt heiratete 1988 den evangelischen Pfarrer Michael Göring; aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Die Trennung machte das Paar 2017 öffentlich. Seit 2017 ist Thies Gundlach ihr Partner, langjähriger Vizepräsident des Kirchenamtes der EKD. Über die Vermögensverhältnisse innerhalb der Familie hat sich Göring-Eckardt nie öffentlich geäußert, und es gibt dazu auch keine amtliche Auskunft.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Vermögen von Katrin Göring-Eckardt?
Das ist nicht bekannt und auch nicht ermittelbar. Für Bundestagsabgeordnete gibt es in Deutschland keine Vermögenserklärung. Keine benennbare Quelle hat je eine überprüfbare Schätzung zu ihrem Privatvermögen veröffentlicht.
Was verdient Katrin Göring-Eckardt als Abgeordnete?
Sie erhält die Abgeordnetenentschädigung von 11.833,47 Euro brutto im Monat, dazu die steuerfreie und zweckgebundene Kostenpauschale von 5.467,27 Euro. Eine Amtszulage als Vizepräsidentin bezieht sie seit Juni 2025 nicht mehr.
Hat sie Nebeneinkünfte?
Nach ihren veröffentlichungspflichtigen Angaben nicht. Eingetragen sind ein unentgeltlicher Beiratssitz bei der Delta1 gemeinnützige GmbH und ein unentgeltliches Kuratoriumsamt der Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland. Beträge oder Beteiligungen sind nicht ausgewiesen.
Ist Katrin Göring-Eckardt noch Bundestagsvizepräsidentin?
Nein. In der 21. Wahlperiode gewann Omid Nouripour den grünen Platz im Bundestagspräsidium. Göring-Eckardt ist seit Juni 2025 einfache Abgeordnete und Beauftragte für Ostdeutschland ihrer Fraktion.
Wer ist der Ehemann von Katrin Göring-Eckardt?
Sie war seit 1988 mit dem Pfarrer Michael Göring verheiratet. Die Trennung wurde 2017 öffentlich gemacht. Seither ist Thies Gundlach ihr Partner.
Quellen
- Deutscher Bundestag: Biografie und veröffentlichungspflichtige Angaben von Katrin Göring-Eckardt
- Deutscher Bundestag: Entschädigung für die Abgeordneten
- Deutscher Bundestag: Verzicht auf die diesjährige Erhöhung der Diäten (10. Juli 2026)
- Deutscher Bundestag: Tätigkeiten und Einkünfte neben dem Mandat
- abgeordnetenwatch.de: Profil Katrin Göring-Eckardt
- Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen: Funktionen und Ausschüsse
- taz: Katrin Göring-Eckardt wird Ostbeauftragte (3. Juni 2025)
- Wikipedia: Katrin Göring-Eckardt (Werdegang und Privatleben)