Leon Machère heute: Was aus dem YouTuber geworden ist

Leon Machère heute: Was aus dem YouTuber geworden ist

Leon Machère heißt bürgerlich Rustem Ramaj, wurde am 16. April 1992 in Prizren geboren und betreibt seinen YouTube-Kanal seit November 2011. Dort hat er über 2,4 Millionen Abonnenten. Nach zwei Geldstrafverfahren 2017 und 2018 verschob sich sein Schwerpunkt auf Musik und Reality-Fernsehen: das Rapalbum F.A.M.E. auf Platz 15, „Kampf der Realitystars“ 2021 und die Teilnahme an „Das große Promi-Büßen“ 2023.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bürgerlicher Name: Rustem Ramaj, geboren am 16. April 1992 in Prizren (damals SFR Jugoslawien, heute Kosovo). Er ist deutsch-albanischer Herkunft.
  • Der YouTube-Kanal existiert seit dem 16. November 2011 und startete unter dem Namen AlbarazzTV mit eigenen Songs.
  • Der Kanal hat über 2,4 Millionen Abonnenten – nicht mehrere Millionen mehr, wie gelegentlich behauptet wird.
  • Das Rapalbum F.A.M.E. erschien am 17. März 2017 bei Chapter ONE und erreichte Platz 15 der deutschen Albumcharts.
  • Die Single Copacabana (27. Juli 2018) kam in Deutschland und Österreich in die Top 20 und wurde auf YouTube knapp 100 Millionen Mal aufgerufen.
  • 2017 verurteilte ihn ein Gericht in Augsburg wegen Beleidigung von Polizisten zu 130 Tagessätzen à 250 Euro, also 32.500 Euro.
  • 2018 erging in Hamburg ein Strafbefehl über 37.500 Euro wegen Vortäuschens einer Straftat und Amtsanmaßung; nach Einspruch wurde das Verfahren gegen eine Geldauflage von 25.000 Euro eingestellt.
  • Eine Verhaftung wegen eines Raubüberfalls oder eine Haftstrafe ist in keiner belastbaren Quelle dokumentiert. Belegt sind ausschließlich die beiden Geldstrafverfahren.
  • Im Fernsehen war er 2021 bei „Kampf der Realitystars“ (RTL Zwei) und 2023 bei „Das große Promi-Büßen“ (ProSieben) zu sehen.

Wer ist Leon Machère und wie hat sein Kanal angefangen?

Hinter dem Künstlernamen Leon Machère steht Rustem Ramaj, geboren am 16. April 1992 in Prizren. Die Stadt lag damals in der SFR Jugoslawien und gehört heute zum Kosovo. Er ist deutsch-albanischer Herkunft – die verbreitete Angabe, er heiße bürgerlich „Leon Melo“ und sei deutsch-brasilianisch, ist falsch.

Seinen YouTube-Kanal legte er am 16. November 2011 an, zunächst unter dem Namen AlbarazzTV. Anfangs veröffentlichte er dort eigene Songs. Bekannt wurde er später mit Prank- und Comedy-Videos, unter anderem in Zusammenarbeit mit dem YouTuber ApoRed. Dieses Format – inszenierte Streiche im öffentlichen Raum – prägte seine Reichweite und führte später auch zu den Gerichtsverfahren.

Smartphone mit geöffneter Videoplattform in einer Hand

Wie viele Abonnenten hat Leon Machère wirklich?

Sein Hauptkanal kommt auf über 2,4 Millionen Abonnenten. Die häufig kolportierte Zahl von „über vier Millionen“ ist nicht belegt. Daneben betreibt er einen Zweitkanal.

Auch die Behauptung, er sei zwischen 2014 und 2019 „der meistgeklickte deutsche YouTuber“ gewesen, findet sich in keiner überprüfbaren Statistik. Richtig ist, dass einzelne seiner Videos sehr hohe Abrufzahlen erreichten – das Musikvideo zu Copacabana etwa knapp 100 Millionen Aufrufe.

Die Musikkarriere: „F.A.M.E.“, „Copacabana“ und die Charts

Am 18. Dezember 2016 kündigte Machère ein Rapalbum an. F.A.M.E. erschien am 17. März 2017 über das Label Chapter ONE und stieg auf Platz 15 der deutschen Albumcharts ein. Im Sommer 2018 folgte die Single Copacabana, die in Deutschland und Österreich die Top 20 erreichte.

JahrVeröffentlichungTypChartplatzierung
17. März 2017F.A.M.E.Album (Chapter ONE)Platz 15 (Deutschland)
27. Juli 2018CopacabanaSingleTop 20 (Deutschland und Österreich)

Zu weiteren Singles und zu Veröffentlichungen nach 2018 liegen keine überprüfbaren Chartdaten vor, die hier zitiert werden könnten.

Welche Strafverfahren gab es gegen Leon Machère?

Dokumentiert sind zwei Verfahren, beide im Zusammenhang mit seinen Videos, und beide endeten mit Geldzahlungen.

JahrOrtVorwurfErgebnis
2017AugsburgBeleidigung von Polizisten130 Tagessätze zu je 250 Euro, insgesamt 32.500 Euro
2018HamburgVortäuschen einer Straftat, AmtsanmaßungStrafbefehl über 37.500 Euro; nach Einspruch Einstellung gegen 25.000 Euro Geldauflage

Der Hamburger Fall geht auf Prank-Videos zurück. Ein Strafbefehl ist ein schriftliches Urteil ohne mündliche Verhandlung; legt der Beschuldigte Einspruch ein, kommt es zur Hauptverhandlung. In diesem Fall endete das Verfahren mit einer Einstellung gegen Geldauflage. Eine Freiheitsstrafe wurde in keinem der beiden Verfahren verhängt.

Saß Leon Machère im Gefängnis? Was tatsächlich belegt ist

Im Netz kursiert die Darstellung, Machère sei 2019 wegen Beteiligung an einem bewaffneten Überfall verhaftet und zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden. Für diese Darstellung gibt es keinen Beleg. Weder eine Verhaftung noch ein Raubüberfall noch eine Haftstrafe sind in den überprüfbaren Quellen dokumentiert.

Belegt sind allein die beiden oben genannten Geldstrafverfahren aus den Jahren 2017 und 2018. Beide betrafen Delikte im Umfeld seiner Videoproduktion, nicht Gewaltkriminalität. Wer eine solche Behauptung liest, sollte nach der konkreten Quelle fragen: Gericht, Aktenzeichen, Datum. Ohne diese Angaben handelt es sich um eine ungeprüfte Behauptung.

Leon Machère im Reality-Fernsehen: Von RTL Zwei zu ProSieben

Anders als oft behauptet, ist Machère nach 2019 nicht aus der Öffentlichkeit verschwunden. Er wechselte in das Reality-Fernsehen und war in zwei bekannten Formaten zu sehen.

JahrFormatSenderErgebnis
14. Juli bis 15. September 2021Kampf der Realitystars – Schiffbruch am Traumstrand (Staffel 2)RTL ZweiAusscheiden in Folge 5
ab 9. November 2023Das große Promi-Büßen (Staffel 2)ProSiebenTeilnahme (Sieger: Steff Jerkel)

„Das große Promi-Büßen“ läuft seit 2022 und konfrontiert die Teilnehmenden mit ihren früheren Skandalen. Machère nahm an der zweiten Staffel teil; zu seiner Platzierung widersprechen sich die Wikipedia-Angaben, deshalb wird sie hier nicht genannt. Das Format wird auf ProSieben ausgestrahlt und ist bei Joyn abrufbar.

Bei „Kampf der Realitystars“ traten in der zweiten Staffel 25 Kandidatinnen und Kandidaten an, darunter Claudia Obert, Andrej Mangold und Silvia Wollny. Machère wurde in Folge 5 von der Gruppe mit den meisten Stimmen nominiert und schied aus. Die Staffel gewann Loona vor Kader Loth und Gino.

„Das große Promi-Büßen“ funktioniert anders: Elf Prominente leben in einem Zeltlager in den österreichischen Bergen, sammeln in Spielen Annehmlichkeiten und werden in der „Runde der Schande“ mit ihren früheren Skandalen konfrontiert. Sieger der zweiten Staffel war Steff Jerkel. Zu Machères Platzierung machen die Wikipedia-Artikel zur Sendung und zur Person unterschiedliche Angaben; sie wird hier deshalb nicht genannt. Bis 2025 entstanden vier Staffeln mit 46 Folgen, eine fünfte ist für 2026 angekündigt.

Was macht Leon Machère 2026?

Zu neuen Projekten im Jahr 2026 liegen keine belastbaren, überprüfbaren Angaben vor. Sein YouTube-Kanal und sein Zweitkanal bestehen weiter, ebenso die Abonnentenbasis von über 2,4 Millionen.

Was sich sagen lässt: Die häufig verbreitete Erzählung vom vollständigen Rückzug trifft nicht zu. Zwischen 2021 und 2023 war er in zwei großen Reality-Formaten präsent. Wer den aktuellen Stand wissen will, findet ihn am zuverlässigsten auf seinen eigenen Kanälen – Ankündigungen zu neuen Formaten erscheinen dort zuerst.

Häufige Fragen

Wie heißt Leon Machère mit bürgerlichem Namen?

Sein bürgerlicher Name ist Rustem Ramaj. Er wurde am 16. April 1992 in Prizren geboren, das damals zur SFR Jugoslawien gehörte und heute im Kosovo liegt. Er ist deutsch-albanischer Herkunft.

Wurde Leon Machère zu einer Haftstrafe verurteilt?

Nein. In den überprüfbaren Quellen sind zwei Geldstrafverfahren dokumentiert: 2017 in Augsburg 32.500 Euro wegen Beleidigung von Polizisten, 2018 in Hamburg ein Strafbefehl über 37.500 Euro, der nach Einspruch in eine Geldauflage von 25.000 Euro mündete. Eine Freiheitsstrafe ist nicht belegt.

Wie viele Abonnenten hat Leon Machère?

Sein Hauptkanal hat über 2,4 Millionen Abonnenten. Angaben von mehr als vier Millionen sind nicht belegt. Der Kanal besteht seit dem 16. November 2011.

War Leon Machère als Musiker erfolgreich?

Ja, messbar. Sein Album F.A.M.E. erreichte 2017 Platz 15 der deutschen Albumcharts, die Single Copacabana 2018 die Top 20 in Deutschland und Österreich.

In welchen Fernsehshows war Leon Machère zu sehen?

2021 nahm er an der zweiten Staffel von „Kampf der Realitystars – Schiffbruch am Traumstrand“ auf RTL Zwei teil und schied in Folge 5 aus. 2023 nahm er bei „Das große Promi-Büßen“ auf ProSieben teil.

Quellen

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Leon_Mach%C3%A8re
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Realitystars
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Das_gro%C3%9Fe_Promi-B%C3%BC%C3%9Fen
  • https://www.fernsehserien.de/das-grosse-promi-buessen

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