Kurz beantwortet
Zum Vermögen von Matthias Schweighöfer gibt es keine seriöse Quelle. Gagen werden im deutschen Film grundsätzlich nicht veröffentlicht, und weder er noch seine Firmen legen Einkommenszahlen offen. Belegbar ist stattdessen seine wirtschaftliche Basis: Millionen Kinobesucher für Filme, in denen er spielte oder Regie führte, und seine Rolle als Mitgründer der Produktionsfirma Pantaleon.
Das Wichtigste in Kürze
- Geboren am 11. März 1981 in Anklam als Sohn der Schauspieler Michael und Gitta Schweighöfer.
- Durchbruch 2003 mit „Soloalbum“, ausgezeichnet mit dem New Faces Award.
- „Keinohrhasen“ (2007) erreichte laut insidekino 6.297.816 Kinobesucher in Deutschland – Platz 2 der Jahresliste.
- Regie führte er bei „What a Man“ (2011), „Schlussmacher“ (2013), „Vaterfreuden“ (2014), „Der Nanny“ (2015) und „Army of Thieves“ (2021).
- 2009 gründete er zusammen mit Dan Maag und Marco Beckmann die Pantaleon Entertainment GmbH in Berlin.
- International spielte er in „Army of the Dead“, „Army of Thieves“ und als Werner Heisenberg in „Oppenheimer“.
- Musikalisch veröffentlichte er die Alben „Lachen Weinen Tanzen“ (2017, Platz 5) und „Hobby“ (2020, Platz 10).
- Zu seinem Vermögen existiert keine belastbare, überprüfbare Angabe.
Warum es keine belastbare Zahl zu seinem Vermögen gibt
Im Netz kursieren zum Vermögen von Matthias Schweighöfer runde Summen und punktgenaue Gagen pro Film. Beides ist nicht überprüfbar. In der deutschen Filmwirtschaft werden Schauspielergagen weder von den Produktionsfirmen noch von den Verleihern veröffentlicht; sie sind Bestandteil vertraulicher Verträge. Angaben wie „eine Million Euro pro Film“ oder monatliche Einkommensbeträge haben keine nachprüfbare Grundlage.
Schweighöfer selbst hat sich zu seinem Vermögen nie öffentlich geäußert. Anders als bei börsennotierten Unternehmen gibt es für Privatpersonen in Deutschland auch keine Offenlegungspflicht. Dieser Artikel nennt deshalb keine Vermögenssumme – und beschreibt stattdessen, was sich tatsächlich belegen lässt.
Die belegbare Basis: Kinobesucher seiner Filme
Die härteste öffentlich zugängliche Größe im deutschen Kino sind Besucherzahlen. Die Branchenstatistik insidekino.com weist sie für jeden Kinostart aus. Für Filme, an denen Schweighöfer als Darsteller, Regisseur oder beides beteiligt war, ergibt sich folgendes Bild:
| Film | Jahr | Besucher in Deutschland | Platz der Jahresliste |
|---|---|---|---|
| Keinohrhasen | 2007 | 6.297.816 | 2 |
| Zweiohrküken | 2009 | 4.255.103 | 6 |
| What a Man | 2011 | 1.796.295 | 18 |
| Schlussmacher | 2013 | 2.578.599 | 11 |
| Vaterfreuden | 2014 | 2.367.662 | 8 |
| Der Nanny | 2015 | 1.663.933 | 15 |
| 100 Dinge | 2018 | 1.535.571 | 16 |
| Oppenheimer | 2023 | 4.264.203 | 3 |
| Girl You Know It’s True | 2023 | 403.262 | 56 |
| Amrum | 2025 | 870.895 | 19 |
Die Zahlen beziehen sich jeweils auf die Jahresliste des Startjahres; bei Filmen mit Start im Dezember – etwa „Zweiohrküken“ am 3. Dezember 2009 – verteilen sich die Besuche über zwei Jahreslisten. Welchen Anteil Schweighöfer an den Erlösen hatte, ist nicht öffentlich.
Pantaleon, Pantaflix und PAL Next: Schweighöfer als Produzent
Wirtschaftlich interessanter als jede Gage ist Schweighöfers zweite Rolle: die des Unternehmers. 2009 gründete er gemeinsam mit Dan Maag und Marco Beckmann in Berlin die Pantaleon Entertainment GmbH. 2014 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmierte vom 30. Juli 2014 bis zum 14. August 2017 als Pantaleon Entertainment AG.
Im August 2017 folgte die Umbenennung in Pantaflix AG mit Sitz in München, im August 2024 die Umfirmierung in PAL Next AG. Die Tochtergesellschaft Pantaleon Films GmbH mit Standorten in München und Berlin produziert seit 2013 Kino- und Fernsehfilme. Als börsennotiertes Unternehmen veröffentlicht die Gesellschaft Geschäftszahlen – Rückschlüsse auf das Privatvermögen einzelner Gründer lassen sich daraus jedoch nicht ziehen.

Filmografie: welche Rollen er tatsächlich gespielt hat
Bei Schweighöfer werden Rollen häufig verwechselt. In „Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat“ spielte er nicht Stauffenberg – diese Rolle hatte Tom Cruise –, sondern Leutnant Franz Herber. In „Keinohrhasen“ und der Fortsetzung „Zweiohrküken“ verkörpert er Moritz, nicht die Hauptfigur Ludo. Die folgende Übersicht nennt belegte Rollennamen:
| Jahr | Film oder Serie | Rolle |
|---|---|---|
| 1997 | Raus aus der Haut | erste Kamerarolle |
| 2003 | Soloalbum | Hauptrolle, New Faces Award |
| 2007 | Keinohrhasen | Moritz |
| 2008 | Operation Walküre – Das Stauffenberg-Attentat | Leutnant Franz Herber |
| 2008 | Der Rote Baron | Manfred von Richthofen |
| 2009 | Zweiohrküken | Moritz |
| 2009 | Mein Leben – Marcel Reich-Ranicki | junger Marcel Reich-Ranicki |
| 2020 | Resistance | Klaus Barbie |
| 2021 | Army of the Dead | Ludwig Dieter |
| 2021 | Army of Thieves | Ludwig Dieter alias Sebastian Schlencht-Wöhnert |
| 2021 | Hinterland | Josef Severin |
| 2022 | Die Schwimmerinnen | Sven |
| 2023 | Oppenheimer | Werner Heisenberg |
| 2023 | Girl You Know It’s True | Frank Farian |
| 2023 | Family Switch | Rolf |
| 2025 | Amrum | Theo |
| 2025 | Brick | Tim |
Regie, internationale Arbeiten und die Jahre 2024 bis 2026
Seine erste Kinoregie übernahm Schweighöfer 2011 bei „What a Man“, in dem er zugleich die Hauptrolle spielte. Es folgten „Schlussmacher“ (2013), „Vaterfreuden“ (2014, gemeinsam mit Torsten Künstler), „Der Nanny“ (2015) und 2017 die Amazon-Thrillerserie „You Are Wanted“.
Den internationalen Durchbruch brachte die Zusammenarbeit mit Zack Snyder. In dessen Zombie-Heist-Film „Army of the Dead“ (2021) spielte Schweighöfer den Tresorknacker Ludwig Dieter. Beim Prequel „Army of Thieves“, am 29. Oktober 2021 bei Netflix erschienen, führte er selbst Regie, spielte die Hauptrolle und war zugleich als Produzent beteiligt – neben Deborah Snyder, Zack Snyder, Wesley Coller und Dan Maag. Der Film erzählt die Vorgeschichte seiner Figur.
2023 war er in Christopher Nolans „Oppenheimer“ als Werner Heisenberg zu sehen; der Film erreichte in Deutschland 4.264.203 Kinobesucher. Im selben Jahr spielte er in „Girl You Know It’s True“ den Musikproduzenten Frank Farian. 2025 folgten drei Arbeiten: die Sprechrolle des Botschafters Tegmen in der Pixar-Produktion „Elio“, die Rolle des Theo in Fatih Akins „Amrum“ und die Hauptrolle Tim im Netflix-Film „Brick“.
Musik: Singles, Alben und Chartplatzierungen
Schweighöfers Musikkarriere begann im April 2015 mit der Single „Fliegen“, die Platz 58 der deutschen Singlecharts erreichte. Öffentlich als Sänger auftrat er erstmals am 3. Dezember 2016 in der ZDF-Sendung „Ein Herz für Kinder“ mit dem Lied „Durch den Sturm“.
Sein Debütalbum „Lachen Weinen Tanzen“ erschien am 10. Februar 2017 und stieg auf Platz 5 der deutschen Albumcharts ein, in Österreich auf Platz 6 und in der Schweiz auf Platz 19. Das zweite Album „Hobby“ folgte am 4. September 2020 und erreichte Platz 10 in Deutschland.
Werbeverträge, Marken und Ehrenämter
Schweighöfer war Markenbotschafter für Krombacher Hell (ab 2014), für den Amazon Fire TV Stick (ab Mai 2016) und für XXXLutz (ab Ende 2020). 2009 gründete er gemeinsam mit dem Fernsehmoderator Joko Winterscheidt das Modelabel German Garment. Die Vertragswerte dieser Partnerschaften werden von keinem der beteiligten Unternehmen offengelegt.
Seit 2011 ist er Schirmherr des Ronald-McDonald-Hauses in Berlin-Buch. Seit 2012 steht eine Wachsfigur von ihm im Madame Tussauds Berlin. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis 2001 als bester Nachwuchsdarsteller, dem Undine Award 2005 und 2007, der Goldenen Kamera 2010 für „Mein Leben – Marcel Reich-Ranicki“ und der Romy 2013 für „Schlussmacher“.
Herkunft, Ausbildung und Privatleben
Matthias Schweighöfer wurde am 11. März 1981 in Anklam geboren. Seine Eltern Michael und Gitta Schweighöfer sind beide Schauspieler, ebenso waren es sein Großvater Willy Schweighöfer und zwei seiner Onkel. Nach dem Abitur am Chemnitzer Dr.-Wilhelm-André-Gymnasium begann er 2001 ein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, brach es aber nach einem Jahr ab.
Von 2004 bis 2018 war er mit Unterbrechungen mit der Regieassistentin Angelika Schromm liiert; das Paar hat zwei Kinder, geboren 2009 und 2014. Die Namen der Kinder werden hier nicht genannt. Im Januar 2019 machte Schweighöfer die bereits länger zurückliegende Trennung öffentlich. Seither ist er mit der Schauspielerin Ruby O. Fee liiert, die 2021 in „Army of Thieves“ an seiner Seite spielte; nach Angaben der englischsprachigen Wikipedia heirateten beide im Januar 2026. Er lebt in Berlin.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Vermögen von Matthias Schweighöfer?
Dazu gibt es keine seriöse Quelle. Schweighöfer hat sich nie zu seinen Finanzen geäußert, und Gagen werden im deutschen Film nicht veröffentlicht. Im Umlauf befindliche Summen sind Schätzungen ohne nachprüfbare Grundlage.
Wie viel verdient Schweighöfer pro Film?
Das ist nicht bekannt. Gagen deutscher Schauspieler sind Bestandteil vertraulicher Produktionsverträge und werden weder von Produzenten noch von Verleihern offengelegt. Punktgenaue Angaben pro Film oder pro Drehtag sind daher nicht belegbar.
Welchen Film von Schweighöfer sahen die meisten Menschen im Kino?
„Keinohrhasen“ von 2007 mit 6.297.816 Besuchern in Deutschland, laut der Jahresstatistik von insidekino.com Platz 2 des Jahres. Die Fortsetzung „Zweiohrküken“ kam 2009 auf 4.255.103 Besucher.
Welche Rolle spielte Schweighöfer in „Operation Walküre“?
Er spielte Leutnant Franz Herber. Die Titelfigur Claus Schenk Graf von Stauffenberg wurde von Tom Cruise verkörpert. Diese Verwechslung findet sich in vielen Online-Porträts.
Bei welchen Filmen führte Schweighöfer Regie?
Bei „What a Man“ (2011), „Schlussmacher“ (2013), „Vaterfreuden“ (2014, mit Torsten Künstler), „Der Nanny“ (2015), der Serie „You Are Wanted“ (2017) und dem Netflix-Film „Army of Thieves“ (2021).
Woran hat Schweighöfer zuletzt gearbeitet?
2025 war er in drei Produktionen zu sehen: als Sprecher in Pixars „Elio“, als Theo in Fatih Akins „Amrum“ und als Tim im Netflix-Film „Brick“. „Amrum“ erreichte 870.895 Kinobesucher in Deutschland.
Quellen
- Wikipedia (deutsch): Matthias Schweighöfer – Biografie, Rollen, Regiearbeiten und Musik
- Wikipedia (englisch): Matthias Schweighöfer – Filmografie 2019 bis 2025 und Privatleben
- insidekino.com: Deutsche Kinojahresliste 2007 mit den Besucherzahlen zu „Keinohrhasen“
- insidekino.com: Deutsche Kinojahresliste 2025 mit den Besucherzahlen zu „Amrum“
- Wikipedia (deutsch): Pantaflix – Gründung, Rechtsformwechsel und Umfirmierungen
- Wikipedia (englisch): Army of Thieves – Regie, Rolle und Produktion