Tom Schilling Filme: Die wichtigsten Rollen im Überblick

Tom Schilling Filme: Die wichtigsten Rollen im Überblick

Tom Schillings wichtigste Rollen sind Niko Fischer in „Oh Boy“ (2012), für den er den Deutschen Filmpreis gewann, Albrecht Stein in „Napola“ (2004), Friedhelm Winter in „Unsere Mütter, unsere Väter“ (2013), Kurt Barnert in „Werk ohne Autor“ (2018), Jakob Fabian in „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ (2021) und Björn Diemel in der Netflix-Serie „Achtsam Morden“ (seit 2024).

Das Wichtigste in Kürze

  • Tom Schilling wurde am 10. Februar 1982 in Ost-Berlin geboren und stand schon als Kind vor der Kamera.
  • In „Napola – Elite für den Führer“ (2004, Kinostart Januar 2005) spielte er Albrecht Stein – nicht Friedrich Weimer, das war Max Riemelt.
  • Für „Oh Boy“ (2012) als Niko Fischer erhielt er 2013 den Deutschen Filmpreis für die beste männliche Hauptrolle.
  • In „Werk ohne Autor“ (2018) spielte er Kurt Barnert; der Film war 2019 für zwei Oscars nominiert.
  • In „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ (2021) verkörperte er die Titelfigur Jakob Fabian.
  • Seit 2024 spielt er den Anwalt Björn Diemel in der Netflix-Serie „Achtsam Morden“; Staffel 2 startete am 28. Mai 2026.
  • Einen Silbernen Bären hat Schilling nicht gewonnen – einen Berlinale-Ensemblepreis gibt es überdies gar nicht.
  • Er hat keine Schauspielschule absolviert; belegt sind das Abitur 2001 am John-Lennon-Gymnasium und ein Stipendium 2006 für ein Semester am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York.

Werdegang: Wie Tom Schilling zum Film kam

Tom Schilling wuchs als Einzelkind eines Kartografen-Ehepaares in Berlin-Mitte auf. Mit zwölf Jahren wurde er vom Regisseur Thomas Heise entdeckt; anschließend spielte er vier Jahre lang am Berliner Ensemble. 2001 machte er sein Abitur am John-Lennon-Gymnasium in Berlin. Eine staatliche Schauspielschule hat er nie besucht – die vielfach kolportierte Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ist nicht belegt.

Wer ist Tom Schilling und warum ist er berühmt?

Belegt ist dagegen ein Stipendium: 2006 studierte Schilling ein Semester am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York. Seinen ersten größeren Kinoerfolg hatte er da längst hinter sich – für „Crazy“ (2000) erhielt er den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsdarsteller.

Tom Schilling Filmografie: geprüfte Rollen im Überblick

Die folgende Übersicht enthält ausschließlich Produktionen, bei denen sich Schillings Rollenname in Wikipedia, bei filmstarts.de oder in der Berichterstattung zum jeweiligen Film nachweisen ließ. Sie ist bewusst keine vollständige Filmografie – Schilling hat in über 60 Produktionen mitgewirkt –, sondern eine Auswahl der belegten Hauptarbeiten.

JahrTitelRolleFormat
2000CrazyJanosch SchwarzeKinofilm
2004Napola – Elite für den FührerAlbrecht SteinKinofilm
2008Robert Zimmermann wundert sich über die LiebeRobert ZimmermannKinofilm
2009Mein Kampfjunger Adolf HitlerKinofilm
2012Oh BoyNiko FischerKinofilm
2012Ludwig II.Otto von BayernKinofilm
2013Unsere Mütter, unsere VäterFriedhelm WinterZDF-Dreiteiler
2013WoyzeckFranz WoyzeckFernsehfilm
2014Who Am I – Kein System ist sicherBenjamin EngelKinofilm
2015Tod den Hippies!! Es lebe der PunkRobert RotherKinofilm
2016Auf kurze DistanzKlaus RothFernsehfilm
2017Der gleiche HimmelLars WeberDreiteiler
2018Werk ohne AutorKurt BarnertKinofilm
2019Die GoldfischeOliver OverrathKinofilm
2019BrechtBertolt Brecht (junge Jahre)Zweiteiler
2021Ich und die AnderenTristanSerie
2021Fabian oder Der Gang vor die HundeJakob FabianKinofilm
2022Leander Haußmanns StasikomödieHerr DietrichKinofilm
2023Das fliegende KlassenzimmerJustus BökhKinofilm
2024Eine Million MinutenWolf KüperKinofilm
seit 2024Achtsam MordenBjörn DiemelNetflix-Serie

Die fünf wichtigsten Rollen im Detail

1. Niko Fischer in „Oh Boy“ (2012). Jan-Ole Gersters Schwarzweißfilm über einen Studienabbrecher, der einen Tag lang durch Berlin treibt und nie an seinen Kaffee kommt, ist Schillings bekanntestes Werk. Der Film gewann sechs Auszeichnungen beim Deutschen Filmpreis 2013, darunter Bester Spielfilm, Beste Regie und die Auszeichnung für Schilling als bester Hauptdarsteller.

2. Albrecht Stein in „Napola – Elite für den Führer“ (2004). Schilling spielt den Sohn eines Gauleiters, einen sensiblen Ästheten, der Schriftsteller werden will und in die NS-Eliteschule nicht hineinpasst. Sein Gegenpart Friedrich Weimer wurde von Max Riemelt gespielt. Der Film von Dennis Gansel entstand 2004 und kam am 13. Januar 2005 in die deutschen Kinos; Schilling erhielt dafür 2005 den Undine Award.

3. Friedhelm Winter in „Unsere Mütter, unsere Väter“ (2013). In Philipp Kadelbachs Dreiteiler, der am 17., 18. und 20. März 2013 im ZDF lief, spielt Schilling den jüngeren der beiden Brüder Winter – einen belesenen Zweifler, der an der Ostfront zum kalten Soldaten wird. Für die Rolle bekam er 2013 einen Bambi, einen Bayerischen Fernsehpreis und einen Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen.

4. Kurt Barnert in „Werk ohne Autor“ (2018). Florian Henckel von Donnersmarcks Künstlerbiografie folgt einem Maler, dessen Lebensweg an Gerhard Richter angelehnt ist, von der NS-Zeit über die DDR bis in die westdeutsche Kunstszene. Der Film wurde 2019 in den Kategorien Bester fremdsprachiger Film und Beste Kamera für den Oscar nominiert.

5. Björn Diemel in „Achtsam Morden“ (seit 2024). In der Netflix-Serie nach den Romanen von Karsten Dusse spielt Schilling einen überarbeiteten Strafverteidiger, der mit Achtsamkeitstraining seine Work-Life-Balance retten will und dabei zum Mafiaboss wird. Staffel 1 mit acht Folgen erschien am 31. Oktober 2024, Staffel 2 startete am 28. Mai 2026.

Preise: Was Tom Schilling tatsächlich gewonnen hat

JahrAuszeichnungFür
2000Bayerischer Filmpreis, Bester NachwuchsdarstellerCrazy
2005Undine Award, Bester jugendlicher CharakterdarstellerNapola
2012Seymour-Cassel-Award, Filmfest OldenburgOh Boy
2013Deutscher Filmpreis, Beste männliche HauptrolleOh Boy
2013Bayerischer Filmpreis, Bester HauptdarstellerOh Boy
2013Bambi, Schauspieler NationalUnsere Mütter, unsere Väter
2021Günter-Rohrbach-Filmpreis, Beste männliche HauptrolleFabian oder Der Gang vor die Hunde

Nicht in dieser Liste steht ein Silberner Bär. Schilling hat bei der Berlinale keinen Darstellerpreis gewonnen, und einen Ensemblepreis vergibt das Festival gar nicht. Der Silberne Bär, der 2023 an Christian Petzolds „Roter Himmel“ ging, war der Große Preis der Jury – eine Auszeichnung für den Film, nicht für einzelne Darsteller. Schilling war an diesem Film nicht beteiligt.

Fünf Rollen, die Tom Schilling nicht gespielt hat

Rund um Schillings Filmografie kursieren im Netz hartnäckige Verwechslungen – meist mit Schauspielern derselben Generation und ähnlichem Rollenfach. Die folgende Tabelle ordnet die fünf häufigsten Fehlzuschreibungen den tatsächlichen Darstellern zu.

RolleProduktionGespielt von
Friedrich WeimerNapola – Elite für den Führer (2004)Max Riemelt
TimDie Welle (2008)Frederick Lau
August BendaBabylon Berlin (seit 2017)Matthias Brandt
Sebastian ZöllnerIch und Kaminski (2015)Daniel Brühl
LeonRoter Himmel (2023)Thomas Schubert

Bei „Napola“ liegt die Verwechslung nahe, weil Schilling und Riemelt in dem Film das zentrale Freundespaar bilden. Bei „Babylon Berlin“ ist die Sache eindeutig: Schilling gehört der Serie überhaupt nicht an, und die Figur heißt August, nicht Kurt Benda. Auch an „Die Welle“, „Ich und Kaminski“ und „Roter Himmel“ war er nicht beteiligt. Ein Film mit dem Titel „Chez nous“ taucht in seiner Filmografie ebenfalls nicht auf.

Was Tom Schilling 2026 macht

Aktuell ist Schilling vor allem als Björn Diemel in „Achtsam Morden“ präsent: Die zweite Staffel der Netflix-Serie startete am 28. Mai 2026 und führt die Figur vom Anwalt zum Clanchef weiter. Daneben werden in Branchendatenbanken mehrere Projekte für 2026 und 2027 geführt, deren Titel und Rollen noch nicht abschließend bestätigt sind – belastbare Angaben dazu gibt es derzeit nicht.

Neben der Schauspielerei macht Schilling Musik. 2017 erschien das Album „Vilnius“ von Tom Schilling & The Jazz Kids; 2022 benannte sich die Band in Die Andere Seite um und veröffentlichte am 22. April 2022 das Album „Epithymia“.

Häufige Fragen

Welche Rolle spielte Tom Schilling in „Napola“?

Er spielte Albrecht Stein, den Sohn des Gauleiters, der lieber schreiben würde als in einer NS-Eliteschule zu drillen. Die zweite Hauptrolle, den Boxer Friedrich Weimer, übernahm Max Riemelt. Der Film entstand 2004 und kam im Januar 2005 in die deutschen Kinos.

Ist Tom Schilling in „Babylon Berlin“ zu sehen?

Nein. Tom Schilling gehört nicht zur Besetzung von „Babylon Berlin“. Die häufig ihm zugeschriebene Figur des Regierungsrats August Benda wird von Matthias Brandt gespielt. Die Hauptrollen der Serie haben Volker Bruch und Liv Lisa Fries.

Für welchen Film hat Tom Schilling den Deutschen Filmpreis gewonnen?

Für „Oh Boy“ von Jan-Ole Gerster. 2013 erhielt er die Lola für die beste darstellerische Leistung in einer männlichen Hauptrolle. Der Film selbst räumte bei derselben Verleihung insgesamt sechs Preise ab, darunter Bester Spielfilm und Beste Regie.

Hat Tom Schilling einen Oscar oder einen Silbernen Bären?

Nein, beides nicht. „Werk ohne Autor“ mit Schilling in der Hauptrolle war 2019 für zwei Oscars nominiert, ging aber leer aus. Einen Silbernen Bären hat er nie bekommen; einen Ensemblepreis vergibt die Berlinale nicht.

Wo hat Tom Schilling Schauspiel gelernt?

An keiner deutschen Schauspielschule. Er lernte das Handwerk in vier Jahren am Berliner Ensemble und vor der Kamera. 2006 erhielt er ein Stipendium für ein Semester am Lee Strasberg Theatre and Film Institute in New York. Sein Abitur machte er 2001 am John-Lennon-Gymnasium in Berlin.

Welcher Film eignet sich als Einstieg?

„Oh Boy“ (2012) zeigt Schilling in der Rolle, die ihn bekannt gemacht hat. Wer eine aktuelle und leichter zugängliche Produktion sucht, findet sie in der Netflix-Serie „Achtsam Morden“. Für sein dramatisches Fach steht „Fabian oder Der Gang vor die Hunde“ (2021).

Quellen

  • https://de.wikipedia.org/wiki/Tom_Schilling
  • https://en.wikipedia.org/wiki/Tom_Schilling
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Napola_%E2%80%93_Elite_f%C3%BCr_den_F%C3%BChrer
  • https://en.wikipedia.org/wiki/A_Coffee_in_Berlin
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Werk_ohne_Autor
  • https://www.filmstarts.de/kritiken/218782/castcrew.html
  • https://www.filmstarts.de/personen/34775/filmo/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Welle_(2008)
  • https://www.serienjunkies.de/babylon-berlin/august-benda.html
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Roter_Himmel
  • https://www.prisma.de/news/streaming/Tom-Schilling-entsorgt-wieder-Leichen-Staffel-2-von-Achtsam-morden-startet,57167710

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