
Kurz beantwortet
Robert Downey Jr., geboren am 4. April 1965 in Manhattan, spielte als Kind in Filmen seines Vaters, wurde 1992 mit Chaplin international bekannt und ab 2008 als Tony Stark zum Weltstar. 2024 gewann er den Oscar als bester Nebendarsteller für Oppenheimer. In Avengers: Doomsday kehrt er nicht als Iron Man zurück, sondern als Doctor Doom.
Das Wichtigste in Kürze
- Geboren am 4. April 1965 in Manhattan als Sohn des Filmemachers Robert Downey Sr. und der Schauspielerin Elsie Ann Ford.
- Filmdebüt mit fünf Jahren in Pound (1970), einem Film seines Vaters.
- Für Chaplin (1992, Regie: Richard Attenborough) gewann er den BAFTA als bester Hauptdarsteller und war für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert – den Preis erhielt 1993 Al Pacino.
- Als Tony Stark / Iron Man trat er zwischen 2008 und 2019 in zehn Filmen des Marvel Cinematic Universe auf.
- Eine zweite Oscar-Nominierung folgte 2009 als bester Nebendarsteller für Tropic Thunder.
- Den Oscar gewann er am 10. März 2024 als bester Nebendarsteller für die Rolle des Lewis Strauss in Oppenheimer.
- 2024 spielte er in der HBO-Miniserie The Sympathizer fünf verschiedene Rollen und wurde dafür für einen Primetime Emmy nominiert.
- Seine Rückkehr ins MCU wurde im Juli 2024 auf der San Diego Comic-Con angekündigt – als Victor von Doom, nicht als Iron Man.
- Nach dokumentierten Verhaftungen und Haftstrafen zwischen 1996 und 2001 lebt er nach eigenen Angaben seit Juli 2003 abstinent.
Herkunft und frühe Jahre
Robert John Downey Jr. wurde am 4. April 1965 in Manhattan geboren. Sein Vater Robert Downey Sr. war Underground-Filmemacher, seine Mutter Elsie Ann Ford Schauspielerin; er hat eine ältere Schwester. Mit fünf Jahren stand er für den Film seines Vaters, Pound (1970), erstmals vor der Kamera.
In den 1980er Jahren spielte er in Jugendkomödien wie Weird Science (1985) und Back to School (1986). Aufmerksamkeit brachte ihm 1987 die Rolle des drogenabhängigen Julian Wells in Less than Zero (deutsch: Unter Null) nach dem Roman von Bret Easton Ellis. Roger Ebert nannte seine Darstellung damals so real, so fein und so genau beobachtet, dass sie beunruhigend wirke.
„Chaplin“ 1992: der internationale Durchbruch
Richard Attenboroughs Biopic Chaplin kam 1992 in die Kinos. Downey spielte die Titelrolle des Charlie Chaplin. Kommerziell blieb der Film hinter den Erwartungen zurück: rund 12 Millionen US-Dollar Einspielergebnis bei einem Budget von 31 Millionen. Seine Leistung wurde dagegen breit gelobt.
Bei der 65. Oscarverleihung am 29. März 1993 war Downey für den Preis als bester Hauptdarsteller nominiert – gemeinsam mit Clint Eastwood, Stephen Rea und Denzel Washington. Gewonnen hat Al Pacino für Der Duft der Frauen. Den BAFTA als bester Hauptdarsteller erhielt Downey für Chaplin tatsächlich; für den Golden Globe (Drama) war er lediglich nominiert.
Sucht, Verhaftungen und Verfahren: die dokumentierte Chronologie
Downeys Drogenabhängigkeit und die daraus folgenden Strafverfahren sind Teil der öffentlichen Berichterstattung über ihn. Die folgende Übersicht gibt nur wieder, was in der englischsprachigen Wikipedia mit Quellenangaben dokumentiert ist – mit Datum, Vorwurf und Verfahrensausgang.
| Zeitpunkt | Vorgang und Ausgang |
|---|---|
| Juni 1996 | Festnahme bei einer Verkehrskontrolle auf dem Sunset Boulevard; im Fahrzeug Heroin, Kokain, Crack und ein ungeladener .357-Magnum-Revolver. |
| Juli 1996 | Unbefugtes Betreten eines Nachbarhauses in Malibu. |
| September 1996 | Plädoyer „no contest“; Urteil: sechs Monate stationärer Entzug, drei Jahre Bewährung, angeordnete Drogentests. |
| 1997 | Versäumter gerichtlich angeordneter Drogentest; sechs Monate Haft im Los Angeles County Jail. |
| 2000 | Erneute Verurteilung wegen versäumter Tests: drei Jahre in der California Substance Abuse Treatment Facility in Corcoran; vorzeitige Entlassung nach knapp einem Jahr. |
| November 2000 | Festnahme in einem Hotel in Palm Springs wegen Besitzes von Kokain und Valium. |
| April 2001 | Festnahme in Culver City wegen Verdachts auf Drogenkonsum. |
| Juli 2001 | Plädoyer „no contest“ im Verfahren Palm Springs; Therapieauflage nach der kalifornischen Proposition 36 statt Haft. |
| seit Juli 2003 | Nach eigenen Angaben durchgehend abstinent. |
Beruflich hatte das Folgen: Seine Rolle als Anwalt Larry Paul in der vierten Staffel von Ally McBeal (2000/01) wurde nach der Staffel gestrichen, weil er erneut rückfällig geworden war. Für The Singing Detective (2003) übernahm Mel Gibson als Produzent die Bürgschaft, nachdem keine Versicherung bereit war, einen Film mit Downey in der Hauptrolle abzusichern.
Iron Man: zehn Auftritte im MCU – und die Rückkehr als Doctor Doom
Als Tony Stark trat Downey in dieser Reihenfolge auf: Iron Man (2008), Der unglaubliche Hulk (2008, kurzer Auftritt im Schluss), Iron Man 2 (2010), Marvel’s The Avengers (2012), Iron Man 3 (2013), Avengers: Age of Ultron (2015), The First Avenger: Civil War (2016), Spider-Man: Homecoming (2017), Avengers: Infinity War (2018) und Avengers: Endgame (2019).
Im Juli 2024 wurde auf der San Diego Comic-Con bekannt gegeben, dass Downey ins Marvel Cinematic Universe zurückkehrt – nicht als Iron Man, sondern als Victor von Doom / Doctor Doom in Avengers: Doomsday und Avengers: Secret Wars. Die Dreharbeiten zu Doomsday liefen vom 28. April bis 19. September 2025 in England unter der Regie von Anthony und Joe Russo. Der Kinostart wurde im Mai 2025 vom 1. Mai 2026 auf den 18. Dezember 2026 verschoben.
Filmografie: die wichtigsten Kinofilme chronologisch
Downey hat seit 1970 in weit über fünfzig Kinofilmen mitgewirkt. Die Übersicht listet die belegten Hauptstationen mit Rolle, Regie und weltweitem Einspielergebnis. Wo sich eine Rolle oder ein Regiename nicht zweifelsfrei belegen ließ, steht ein Strich; wo kein belastbares Einspielergebnis vorliegt, steht „k. A.“.
| Jahr | Titel | Rolle | Regie | Einspiel weltweit |
|---|---|---|---|---|
| 1970 | Pound | Kinderrolle | Robert Downey Sr. | k. A. |
| 1985 | L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn (Weird Science) | Ian | John Hughes | k. A. |
| 1986 | Mach’s noch mal, Dad (Back to School) | Derek Lutz | Alan Metter | k. A. |
| 1987 | Unter Null (Less than Zero) | Julian Wells | Marek Kanievska | k. A. |
| 1990 | Air America | Billy Covington | Roger Spottiswoode | k. A. |
| 1991 | Lieblingsfeinde (Soapdish) | – | Michael Hoffman | k. A. |
| 1992 | Chaplin | Charlie Chaplin | Richard Attenborough | 12,0 Mio. $ |
| 1993 | Short Cuts | Ensemblerolle | Robert Altman | k. A. |
| 1994 | Natural Born Killers | – | Oliver Stone | k. A. |
| 1995 | Familienfest und andere Schwierigkeiten (Home for the Holidays) | – | Jodie Foster | k. A. |
| 1995 | Richard III. | – | Richard Loncraine | k. A. |
| 1998 | Auf der Jagd (U.S. Marshals) | – | – | k. A. |
| 1999 | Bowfingers große Nummer (Bowfinger) | – | Frank Oz | k. A. |
| 2003 | The Singing Detective | – | Keith Gordon | k. A. |
| 2003 | Gothika | – | Mathieu Kassovitz | k. A. |
| 2005 | Kiss Kiss, Bang Bang | Harry Lockhart | Shane Black | k. A. |
| 2005 | Good Night, and Good Luck. | Joseph Wershba | George Clooney | k. A. |
| 2006 | A Scanner Darkly | – | Richard Linklater | k. A. |
| 2007 | Zodiac – Die Spur des Killers | Paul Avery | David Fincher | 84,7 Mio. $ |
| 2008 | Iron Man | Tony Stark / Iron Man | Jon Favreau | 585,8 Mio. $ |
| 2008 | Der unglaubliche Hulk | Tony Stark (Kurzauftritt) | Louis Leterrier | 264,8 Mio. $ |
| 2008 | Tropic Thunder | Kirk Lazarus | Ben Stiller | 195,7 Mio. $ |
| 2009 | Sherlock Holmes | Sherlock Holmes | Guy Ritchie | 524,0 Mio. $ |
| 2009 | Der Solist | Steve Lopez | Joe Wright | k. A. |
| 2010 | Iron Man 2 | Tony Stark / Iron Man | Jon Favreau | 623,9 Mio. $ |
| 2010 | Stichtag (Due Date) | Peter Highman | Todd Phillips | k. A. |
| 2011 | Sherlock Holmes: Spiel im Schatten | Sherlock Holmes | Guy Ritchie | 543,4 Mio. $ |
| 2012 | Marvel’s The Avengers | Tony Stark / Iron Man | Joss Whedon | 1,521 Mrd. $ |
| 2013 | Iron Man 3 | Tony Stark / Iron Man | Shane Black | 1,215 Mrd. $ |
| 2014 | Der Richter – Recht oder Ehre | Hank Palmer | David Dobkin | 84,4 Mio. $ |
| 2015 | Avengers: Age of Ultron | Tony Stark / Iron Man | Joss Whedon | über 1,4 Mrd. $ |
| 2016 | The First Avenger: Civil War | Tony Stark / Iron Man | Anthony & Joe Russo | über 1,1 Mrd. $ |
| 2017 | Spider-Man: Homecoming | Tony Stark / Iron Man | Jon Watts | 880,9 Mio. $ |
| 2018 | Avengers: Infinity War | Tony Stark / Iron Man | Anthony & Joe Russo | 2,052 Mrd. $ |
| 2019 | Avengers: Endgame | Tony Stark / Iron Man | Anthony & Joe Russo | 2,799 Mrd. $ |
| 2020 | Die fantastische Reise des Dr. Dolittle | Dr. John Dolittle | Stephen Gaghan | 251,5 Mio. $ |
| 2023 | Oppenheimer | Lewis Strauss | Christopher Nolan | 976,8 Mio. $ |
| 2026 | Avengers: Doomsday (Start 18.12.) | Victor von Doom / Doctor Doom | Anthony & Joe Russo | noch nicht gestartet |
An dieser Liste lässt sich ablesen, mit welchen Regisseuren Downey gearbeitet hat: Richard Attenborough, Robert Altman, Oliver Stone, Jodie Foster, David Fincher, Jon Favreau, Guy Ritchie, Shane Black, Christopher Nolan sowie Anthony und Joe Russo.
Auszeichnungen und Nominierungen
Die Tabelle enthält nur Preise, die sich einzeln gegenprüfen ließen – die Oscar-Angaben über die Ceremony-Seiten der Academy.
| Preis | Jahr | Kategorie | Werk und Rolle | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Oscar (96. Verleihung, 10.03.2024) | 2024 | Bester Nebendarsteller | Oppenheimer (Lewis Strauss) | Gewonnen |
| Oscar (81. Verleihung, 22.02.2009) | 2009 | Bester Nebendarsteller | Tropic Thunder (Kirk Lazarus) | Nominiert |
| Oscar (65. Verleihung, 29.03.1993) | 1993 | Bester Hauptdarsteller | Chaplin (Charlie Chaplin) | Nominiert |
| BAFTA Award | 1993 | Bester Hauptdarsteller | Chaplin | Gewonnen |
| Golden Globe | 2010 | Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical | Sherlock Holmes | Gewonnen |
| Golden Globe | 1993 | Bester Hauptdarsteller – Drama | Chaplin | Nominiert |
| Primetime Emmy (76. Verleihung) | 2024 | Bester Nebendarsteller in einer Mini- oder Anthologieserie | The Sympathizer | Nominiert |
Für Oppenheimer erhielt Downey neben dem Oscar auch einen Golden Globe, einen BAFTA und einen Screen Actors Guild Award. Weitere Preise, die ihm häufig zugeschrieben werden – etwa ein Golden Globe für Chaplin oder ein Emmy für Ally McBeal – ließen sich nicht bestätigen und stehen deshalb nicht in der Tabelle.
Fernsehen, Bühne und Musik
Im Fernsehen war Downey 2000/01 als Anwalt Larry Paul in der vierten Staffel von Ally McBeal zu sehen. 2024 folgte die HBO-Miniserie The Sympathizer nach dem Roman von Viet Thanh Nguyen, ausgestrahlt vom 14. April bis 26. Mai 2024 in sieben Folgen. Showrunner waren Park Chan-wook und Don McKellar. Downey spielte darin fünf verschiedene Figuren des US-amerikanischen Establishments, darunter den CIA-Mann Claude, den Professor Robert Hammer und den Kongressabgeordneten Ned Godwin. Dafür wurde er bei den 76. Primetime Emmy Awards als bester Nebendarsteller nominiert.
Sein Broadway-Debüt gab Downey 2024 in Ayad Akhtars Stück McNeal am Vivian Beaumont Theater im Lincoln Center: Voraufführungen ab 5. September 2024, Premiere am 30. September, letzte Vorstellung am 24. November 2024.
Musikalisch blieb es bei einem Album: The Futurist erschien am 23. November 2004, stieg auf Platz 121 der Billboard 200 ein und verkaufte sich in der ersten Woche rund 16.000 Mal. Weitere Singles, die ihm zugeschrieben werden, ließen sich nicht belegen.

Privat war Downey von 1984 bis 1991 mit Sarah Jessica Parker liiert. Von Mai 1992 bis zur Scheidung 2004 war er mit der Sängerin Deborah Falconer verheiratet; aus dieser Ehe stammt ein Sohn. Seit dem 27. August 2005 ist er mit der Produzentin Susan Levin verheiratet, mit der er zwei Kinder hat. 2019 gründete er die Footprint Coalition, eine Initiative, die Technologien zur Verringerung von Umweltbelastungen fördert.
Häufige Fragen
Wie viele Oscars hat Robert Downey Jr.?
Einen. Er gewann ihn am 10. März 2024 bei der 96. Oscarverleihung als bester Nebendarsteller für die Rolle des Lewis Strauss in Oppenheimer. Zuvor war er zweimal nominiert: 1993 als bester Hauptdarsteller für Chaplin und 2009 als bester Nebendarsteller für Tropic Thunder.
Spielt Robert Downey Jr. wieder Iron Man?
Nein. Er kehrt als Victor von Doom, also Doctor Doom, ins Marvel Cinematic Universe zurück. Angekündigt wurde das im Juli 2024 auf der San Diego Comic-Con, geplant für Avengers: Doomsday und Avengers: Secret Wars.
In wie vielen Marvel-Filmen war er als Iron Man zu sehen?
In zehn Kinofilmen zwischen 2008 und 2019, von Iron Man bis Avengers: Endgame. Einer davon, Der unglaubliche Hulk (2008), enthält lediglich einen kurzen Auftritt am Ende des Films.
Wann war Robert Downey Jr. im Gefängnis?
1997 verbüßte er nach einem versäumten gerichtlich angeordneten Drogentest sechs Monate im Los Angeles County Jail. 2000 wurde er erneut verurteilt und kam in die California Substance Abuse Treatment Facility in Corcoran, aus der er nach knapp einem Jahr vorzeitig entlassen wurde.
Welcher Film mit Robert Downey Jr. war am erfolgreichsten?
Avengers: Endgame (2019) mit 2,799 Milliarden US-Dollar weltweit, vor Avengers: Infinity War (2018) mit 2,052 Milliarden US-Dollar. Sein erfolgreichster Film außerhalb des MCU ist Oppenheimer (2023) mit 976,8 Millionen US-Dollar.
Quellen
- Wikipedia (englisch): Robert Downey Jr. – Biografie, Verfahrenschronologie, Privatleben
- Wikipedia (deutsch): Robert Downey Jr. – deutsche Filmtitel
- Academy of Motion Picture Arts and Sciences: 96. Oscarverleihung 2024
- Academy of Motion Picture Arts and Sciences: 81. Oscarverleihung 2009
- Academy of Motion Picture Arts and Sciences: 65. Oscarverleihung 1993
- Wikipedia: Oppenheimer (2023) – Rolle Lewis Strauss und Einspielergebnis
- Wikipedia: The Sympathizer (2024) – HBO-Miniserie und Emmy-Nominierung
- Wikipedia: Avengers: Doomsday – Doctor-Doom-Ankündigung und Kinostart