Kurz beantwortet
Robin Williams (21. Juli 1951 in Chicago – 11. August 2014 in Paradise Cay, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Stand-up-Comedian. Bekannt wurde er 1978 mit der Serie „Mork vom Ork“. 1998 erhielt er den Oscar als bester Nebendarsteller für „Good Will Hunting“; dreimal war er zuvor als bester Hauptdarsteller nominiert. Er starb im Alter von 63 Jahren durch Suizid.

Das Wichtigste in Kürze
- Geboren am 21. Juli 1951 in Chicago, Illinois. Sein Vater Robert Fitzgerald Williams (1906–1987) war leitender Angestellter in der Lincoln-Mercury-Sparte des Ford-Konzerns.
- Williams studierte von 1973 bis 1976 an der Juilliard School in New York, unter anderem bei John Houseman. Zu seinem Jahrgang gehörten Christopher Reeve und William Hurt.
- Den Durchbruch brachte die ABC-Sitcom „Mork vom Ork“ (1978–1982) mit vier Staffeln; für die Titelrolle erhielt er 1979 einen Golden Globe.
- Bei der Oscar-Verleihung am 23. März 1998 gewann er den Oscar als bester Nebendarsteller für „Good Will Hunting“.
- Dreimal war er als bester Hauptdarsteller nominiert: 1988 für „Good Morning, Vietnam“, 1990 für „Der Club der toten Dichter“ und 1992 für „König der Fischer“.
- Er gewann insgesamt sechs Golden Globes, darunter 2005 den Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk, sowie zwei Primetime Emmys (1987 und 1988) und zwei Screen Actors Guild Awards.
- Für das Comedy-Album „Reality … What a Concept“ erhielt er 1980 einen Grammy.
- Robin Williams starb am 11. August 2014 im Alter von 63 Jahren durch Suizid. Die Obduktion ergab eine zu Lebzeiten nicht erkannte diffuse Lewy-Körperchen-Erkrankung.
Herkunft, Ausbildung und der Weg zur Bühne
Robin McLaurin Williams kam am 21. Juli 1951 in Chicago zur Welt. Sein Vater war leitender Angestellter bei Ford und für die Lincoln-Mercury-Sparte zuständig – nicht, wie oft kolportiert, Autohändler. Williams begann ein Politikwissenschaftsstudium am Claremont McKenna College, brach es zugunsten der Schauspielerei ab und wurde an der Juilliard School in New York angenommen, die er von 1973 bis 1976 besuchte. Zu seinen Lehrern zählte der Schauspieler und Regisseur John Houseman, zu seinen Kommilitonen Christopher Reeve, William Hurt und Mandy Patinkin.
Parallel dazu arbeitete Williams als Stand-up-Comedian in den Clubs von San Francisco und Los Angeles. Aus dieser Zeit stammt der Improvisationsstil, für den er später bekannt wurde: schnelle Stimmwechsel, Assoziationsketten, das Verlassen des vorbereiteten Materials. Sein Bühnenprogramm brachte ihm 1980 einen Grammy für das Album „Reality … What a Concept“ ein.
Mork vom Ork: der Durchbruch im Fernsehen
1977 trat Williams als Außerirdischer Mork in einer Folge der Serie „Happy Days“ auf. Die Figur kam so gut an, dass ABC sie in eine eigene Serie auslagerte: „Mork vom Ork“ (Original: „Mork & Mindy“) lief von 1978 bis 1982 über vier Staffeln. Williams spielte Mork, Pam Dawber seine Mitbewohnerin Mindy McConnell. Die Serie gab Williams Raum für Improvisation und machte ihn innerhalb einer Saison zum Star. 1979 erhielt er dafür den Golden Globe.
Filmografie: die wichtigsten Stationen im Überblick
Die folgende Übersicht listet zentrale Kinorollen chronologisch mit Rollenname und Regie. Sie ist eine Auswahl aus einer Filmografie, die von 1980 bis 2014 reicht.
| Jahr | Film (deutscher Titel) | Rolle | Regie |
|---|---|---|---|
| 1980 | Popeye | Popeye | Robert Altman |
| 1982 | Garp und wie er die Welt sah | T. S. Garp | George Roy Hill |
| 1984 | Moskau in New York | Vladimir Ivanov | Paul Mazursky |
| 1987 | Good Morning, Vietnam | Adrian Cronauer | Barry Levinson |
| 1989 | Der Club der toten Dichter | John Keating | Peter Weir |
| 1990 | Zeit des Erwachens | Dr. Malcolm Sayer | Penny Marshall |
| 1991 | König der Fischer | Henry „Parry“ Sagan | Terry Gilliam |
| 1991 | Hook | Peter Banning / Peter Pan | Steven Spielberg |
| 1992 | Aladdin (Originalfassung) | Dschinni (Sprechrolle) | Ron Clements, John Musker |
| 1993 | Mrs. Doubtfire | Daniel Hillard / Mrs. Euphegenia Doubtfire | Chris Columbus |
| 1995 | Jumanji | Alan Parrish | Joe Johnston |
| 1996 | The Birdcage | Armand Goldman | Mike Nichols |
| 1997 | Good Will Hunting | Sean Maguire | Gus Van Sant |
| 1998 | Patch Adams | Hunter „Patch“ Adams | Tom Shadyac |
| 1999 | Der 200 Jahre Mann | Andrew Martin | Chris Columbus |
| 2002 | One Hour Photo | Seymour „Sy“ Parrish | Mark Romanek |
| 2002 | Insomnia – Schlaflos | Walter Finch | Christopher Nolan |
| 2006 | Nachts im Museum | Theodore Roosevelt | Shawn Levy |
| 2009 | Nachts im Museum 2 | Theodore Roosevelt | Shawn Levy |
| 2013 | Der Butler | Dwight D. Eisenhower | Lee Daniels |
| 2014 | Boulevard – Ein neuer Weg | Nolan Mack | – |
| 2014 | Nachts im Museum: Das geheimnisvolle Grabmal | Theodore Roosevelt | Shawn Levy |
Die Komödien: Good Morning, Vietnam, Mrs. Doubtfire, Aladdin
In „Good Morning, Vietnam“ (1987, Regie: Barry Levinson) spielte Williams den Radiomoderator Adrian Cronauer, der 1965 für den Sender AFN in Saigon arbeitet. Die Figur hat ein reales Vorbild: Cronauer war tatsächlich AFN-Moderator und wirkte am Drehbuch mit. Der Film spielt im Vietnamkrieg, nicht in einem Weltkrieg. Williams gewann dafür 1988 den Golden Globe als bester Hauptdarsteller (Komödie/Musical) und war für den Oscar nominiert.
„Mrs. Doubtfire“ (1993, Regie: Chris Columbus) gab ihm eine Doppelrolle: den geschiedenen Vater Daniel Hillard und dessen Alter Ego, die schottische Haushälterin Euphegenia Doubtfire. Der Film gewann den Oscar für die beste Maske sowie den Golden Globe als beste Komödie; Williams erhielt den Golden Globe als bester Hauptdarsteller.
Für Disneys „Aladdin“ (1992) sprach Williams in der Originalfassung den Dschinni. Die Rolle gilt als Wendepunkt für den Einsatz prominenter Stimmen im Animationsfilm; Williams sang die Lieder der Figur selbst und steuerte Textzeilen bei. Von der Hollywood Foreign Press Association bekam er dafür einen Sonder-Golden-Globe für die stimmliche Leistung.
Die dramatischen Rollen und der Oscar für Good Will Hunting
In „Der Club der toten Dichter“ (1989, Regie: Peter Weir) spielte Williams den Englischlehrer John Keating an der fiktiven Welton Academy. Der Film gewann den Oscar für das beste Originaldrehbuch (Tom Schulman); Williams war als bester Hauptdarsteller nominiert.
Seinen einzigen Oscar gewann er für „Good Will Hunting“ (1997, Regie: Gus Van Sant). Er spielt darin den Psychologen Sean Maguire, der den hochbegabten Will Hunting therapiert. Bei der Verleihung am 23. März 1998 erhielt er den Preis als bester Nebendarsteller; der Film gewann außerdem den Oscar für das beste Originaldrehbuch (Ben Affleck, Matt Damon).
2002 kamen mit „One Hour Photo“ und „Insomnia – Schlaflos“ zwei Rollen gegen sein Image heraus. In „One Hour Photo“ (Regie: Mark Romanek) verkörpert er den Fotolabor-Angestellten Seymour „Sy“ Parrish, der eine Obsession für eine Familie entwickelt, deren Filme er seit Jahren entwickelt. In Christopher Nolans „Insomnia“ spielt er den Kriminalschriftsteller Walter Finch als Gegenspieler von Al Pacinos Ermittler Will Dormer.
Auszeichnungen im Überblick
| Preis | Jahr | Kategorie / Werk |
|---|---|---|
| Grammy | 1980 | Comedy-Album „Reality … What a Concept“ |
| Golden Globe | 1979 | Bester Serien-Hauptdarsteller (Komödie/Musical) – „Mork vom Ork“ |
| Oscar-Nominierung | 1988 | Bester Hauptdarsteller – „Good Morning, Vietnam“ |
| Primetime Emmy | 1987 | Beste Leistung in einem Varieté- oder Musikprogramm |
| Primetime Emmy | 1988 | Beste Leistung in einem Varieté- oder Musikprogramm |
| Oscar-Nominierung | 1990 | Bester Hauptdarsteller – „Der Club der toten Dichter“ |
| Oscar-Nominierung | 1992 | Bester Hauptdarsteller – „König der Fischer“ |
| Oscar | 1998 | Bester Nebendarsteller – „Good Will Hunting“ |
| Cecil B. DeMille Award | 2005 | Golden-Globe-Ehrenpreis für das Lebenswerk |
Insgesamt gewann Williams einen Oscar, sechs Golden Globes, zwei Primetime Emmys und zwei Screen Actors Guild Awards.

Krankheit und Tod 2014
Robin Williams starb am 11. August 2014 im Alter von 63 Jahren in seinem Haus in Paradise Cay, Kalifornien, durch Suizid. Über den Ablauf wird hier bewusst nichts berichtet.
Kurz vor seinem Tod war bei Williams eine Parkinson-Krankheit im Frühstadium diagnostiziert worden; öffentlich gemacht hatte er das nicht. Die Obduktion ergab anschließend eine diffuse Lewy-Körperchen-Erkrankung, die zu Lebzeiten nicht erkannt worden war. Fachleute ordneten den Befund einer Demenz mit Lewy-Körperchen zu.
Seine Witwe Susan Schneider Williams veröffentlichte 2016 in der medizinischen Fachzeitschrift Neurology einen Text, in dem sie den Krankheitsverlauf aus Angehörigensicht schildert und für mehr Aufmerksamkeit für die Erkrankung wirbt. Über die Beweggründe für seinen Tod lässt sich darüber hinaus nichts belegen; Spekulationen darüber finden in diesem Artikel bewusst nicht statt.
Hilfe in Krisen: Wenn Sie selbst betroffen sind oder sich um jemanden sorgen, bietet die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfreie und anonyme Beratung – unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.
Was von Robin Williams bleibt
Williams’ Werk umspannt gut drei Jahrzehnte Kino, von „Popeye“ (1980) bis zu den 2014 erschienenen Filmen „Boulevard – Ein neuer Weg“ und „Nachts im Museum: Das geheimnisvolle Grabmal“. Belegbar ist die Bandbreite: dieselbe Person spielte den Lehrer Keating, den Dschinni, den Therapeuten Sean Maguire und den Mörder Walter Finch. Diese Spannweite – und nicht eine bestimmte Zahl an Filmen – ist der eigentliche Kern seiner Filmografie.
Häufige Fragen
Wann und wo wurde Robin Williams geboren?
Robin Williams wurde am 21. Juli 1951 in Chicago im US-Bundesstaat Illinois geboren. Sein Vater war leitender Angestellter bei Ford. Von 1973 bis 1976 studierte er an der Juilliard School in New York.
Für welchen Film bekam Robin Williams den Oscar?
Er gewann bei der Verleihung am 23. März 1998 den Oscar als bester Nebendarsteller für „Good Will Hunting“ (1997). Darin spielt er den Psychologen Sean Maguire. Es war sein einziger Oscar-Gewinn bei insgesamt vier Nominierungen.
Womit gelang Robin Williams der Durchbruch?
Mit der ABC-Sitcom „Mork vom Ork“, die von 1978 bis 1982 in vier Staffeln lief. Er spielte den Außerirdischen Mork, an seiner Seite Pam Dawber als Mindy McConnell. 1979 erhielt er dafür einen Golden Globe.
Hat Robin Williams den Dschinni in „Aladdin“ gesprochen?
Ja, allerdings nur in der englischen Originalfassung des Disney-Films von 1992. Regie führten Ron Clements und John Musker. Williams sang die Lieder der Figur selbst. In der deutschen Synchronfassung spricht ein anderer Darsteller.
Wann und woran starb Robin Williams?
Er starb am 11. August 2014 mit 63 Jahren in Paradise Cay, Kalifornien, durch Suizid. Die Obduktion ergab eine zuvor nicht diagnostizierte diffuse Lewy-Körperchen-Erkrankung. Kurz vor seinem Tod war bei ihm ein frühes Parkinson-Stadium festgestellt worden.
Quellen
- Academy of Motion Picture Arts and Sciences: The 70th Academy Awards (1998) – Beleg für den Oscar als bester Nebendarsteller
- Wikipedia (deutsch): Robin Williams – Lebensdaten, Ausbildung, Filmografie
- Wikipedia (englisch): Robin Williams – Juilliard-Jahrgang, Auszeichnungen, Rollennamen
- Wikipedia (englisch): Death of Robin Williams – Obduktionsbefund, Lewy-Körperchen-Erkrankung, Essay von Susan Schneider Williams
- Wikipedia (englisch): Liste der Auszeichnungen für Robin Williams – Golden Globes, Emmys, Grammys
- Wikipedia (deutsch): Good Will Hunting – Rollenname Sean Maguire, Regie, Oscars des Films
- Wikipedia (deutsch): Der Club der toten Dichter – Rollenname John Keating, Regie Peter Weir
Stand der Recherche: 22. August 2026.