Kurz beantwortet
Tom Cruise, geboren am 3. Juli 1962 in Syracuse im US-Bundesstaat New York, steht seit seinem Kinodebüt 1981 vor der Kamera. Kern seiner Filmografie sind acht „Mission: Impossible“-Filme von 1996 bis 2025. Vier Oscar-Nominierungen brachten ihm nie einen Wettbewerbs-Oscar ein – 2025 erhielt er dafür den Ehren-Oscar der Academy.
Das Wichtigste in Kürze
- Geboren am 3. Juli 1962 in Syracuse, New York, als Thomas Cruise Mapother IV.
- Kinodebüt 1981 in „Endless Love“, im selben Jahr folgte „Taps – Vor dem Appell“.
- Der Durchbruch kam 1986 mit „Top Gun“: 183,5 Mio. US-Dollar in den USA und Kanada.
- Die „Mission: Impossible“-Reihe umfasst acht Filme – von 1996 bis „The Final Reckoning“ (2025), seinem erklärt letzten Auftritt als Ethan Hunt.
- Vier Oscar-Nominierungen: 1990, 1997, 2000 als Darsteller und 2023 als Produzent von „Top Gun: Maverick“.
- Drei Golden Globes gewann er – und gab alle drei 2021 aus Protest gegen die Hollywood Foreign Press Association zurück.
- Im November 2025 erhielt er bei den Governors Awards den Ehren-Oscar.
- Sein umsatzstärkster Film ist „Top Gun: Maverick“ (2022) mit rund 1,496 Mrd. US-Dollar weltweit.
- Nächstes Projekt: „Digger“ von Alejandro G. Iñárritu für Warner Bros., Kinostart 2. Oktober 2026.
Alle acht Mission-Impossible-Filme in der richtigen Reihenfolge
Cruise spielt Ethan Hunt seit 1996 und produziert die Reihe zugleich – „Mission: Impossible“ war das erste Projekt seiner Firma Cruise/Wagner Productions. Die Einspielergebnisse stammen von Box Office Mojo und stehen in Originalwährung.
| # | Titel | Jahr | Regie | USA/Kanada | Weltweit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Mission: Impossible | 1996 | Brian De Palma | 180.981.856 $ | 457.696.391 $ |
| 2 | Mission: Impossible II | 2000 | John Woo | 215.409.889 $ | 546.388.108 $ |
| 3 | Mission: Impossible III | 2006 | J. J. Abrams | ca. 134 Mio. $ | ca. 398,5 Mio. $ |
| 4 | Phantom Protokoll | 2011 | Brad Bird | 209.397.903 $ | 694.713.380 $ |
| 5 | Rogue Nation | 2015 | Christopher McQuarrie | 195.042.377 $ | 710.916.403 $ |
| 6 | Fallout | 2018 | Christopher McQuarrie | 220.159.104 $ | 791.658.205 $ |
| 7 | Dead Reckoning Teil Eins | 2023 | Christopher McQuarrie | 172.135.383 $ | 567.535.383 $ |
| 8 | The Final Reckoning | 2025 | Christopher McQuarrie | ca. 197,4 Mio. $ | ca. 598,8 Mio. $ |
„The Final Reckoning“ startete am 23. Mai 2025 in den USA und legte mit rund 79 Millionen US-Dollar das beste Startwochenende der Reihe hin. Gemessen an einem Budget von 300 bis 400 Millionen US-Dollar galt das Gesamtergebnis dennoch als enttäuschend. Cruise bezeichnete den Film bei der Premiere im Mai 2025 ausdrücklich als seinen letzten Auftritt als Ethan Hunt.
Vom Debüt 1981 zum Durchbruch mit „Top Gun“
Cruise wuchs als einziger Sohn neben drei Schwestern auf; die Familie zog häufig um, er besuchte nach eigenen Angaben fünfzehn Schulen in vierzehn Jahren, darunter Stationen in Ottawa. 1980 machte er seinen Abschluss an der Glen Ridge High School in New Jersey. Ein Theaterstudium absolvierte er nicht – mit 18 zog er nach New York, um Schauspieler zu werden, und arbeitete zunächst als Hilfskraft in der Gastronomie.
Sein Kinodebüt gab er 1981 in „Endless Love“, ebenfalls 1981 folgte „Taps – Vor dem Appell“. „Risky Business“ (1983) machte ihn bekannt, „Top Gun“ (1986) zum Star: Der Film spielte in den USA und Kanada 183.522.341 US-Dollar ein, weltweit 360.552.341 US-Dollar.

Die wichtigsten Filme außerhalb der Reihe
Zwischen den Action-Franchises stehen die Rollen, für die Cruise Preise bekam. „Rain Man“ an der Seite von Dustin Hoffman gewann den Oscar als bester Film; Cruise selbst wurde dafür nicht nominiert. „Die Firma“ erschien 1993, nicht wie oft angegeben unmittelbar nach „Rain Man“.
| Film | Jahr | USA/Kanada | Weltweit |
|---|---|---|---|
| Top Gun | 1986 | 183.522.341 $ | 360.552.341 $ |
| Rain Man | 1988 | 172.825.435 $ | 354.825.435 $ |
| Geboren am 4. Juli | 1989 | – | – |
| Die Firma | 1993 | – | – |
| Jerry Maguire | 1996 | – | – |
| Magnolia | 1999 | – | – |
| Top Gun: Maverick | 2022 | 718.732.821 $ | 1.495.696.292 $ |
„Top Gun: Maverick“ ist mit knapp 1,5 Milliarden US-Dollar der erfolgreichste Film seiner Laufbahn. Für die nicht ausgefüllten Zellen liegen keine Zahlen aus der hier verwendeten Quelle vor; erfundene Werte stehen deshalb nicht in der Tabelle.
Oscars: vier Nominierungen und ein Ehrenpreis
Cruise hat vier Academy-Award-Nominierungen erhalten und keine davon in einen Wettbewerbssieg umgewandelt. Die vierte gilt seiner Arbeit als Produzent, nicht als Darsteller.
| Jahr | Kategorie | Film | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 1990 | Bester Hauptdarsteller | Geboren am 4. Juli | nominiert |
| 1997 | Bester Hauptdarsteller | Jerry Maguire | nominiert |
| 2000 | Bester Nebendarsteller | Magnolia | nominiert |
| 2023 | Bester Film (als Produzent) | Top Gun: Maverick | nominiert |
| 2025 | Academy Honorary Award | Lebenswerk | verliehen |
Den Ehren-Oscar bekam er 2025 bei den Governors Awards der Academy, gemeinsam mit Debbie Allen, Dolly Parton und dem Szenenbildner Wynn Thomas. Bei den Golden Globes war er dreimal erfolgreich: 1990 für „Geboren am 4. Juli“, 1997 für „Jerry Maguire“ und 2000 für „Magnolia“. Im Mai 2021 gab er alle drei Trophäen zurück, um gegen die mangelnde Diversität und die ethischen Standards der Hollywood Foreign Press Association zu protestieren. Bei den BAFTA Awards wurde er 1991 für „Geboren am 4. Juli“ nominiert. In Cannes erhielt er 2022 eine Ehren-Palme.
Was nach „The Final Reckoning“ kommt: „Digger“ und Warner Bros.
Warner Bros. und Cruise gaben eine strategische Partnerschaft für die Entwicklung eigener Stoffe und Franchise-Filme bekannt. Das erste daraus hervorgegangene Projekt ist „Digger“ unter der Regie von Alejandro G. Iñárritu – Cruises erster Warner-Bros.-Film seit zwölf Jahren und Iñárritus erster englischsprachiger Film seit „The Revenant“.
Die satirische schwarze Komödie entstand von November 2024 bis Mai 2025 in den Pinewood Studios, gedreht auf 35-mm-VistaVision von Kameramann Emmanuel Lubezki, bei einem Budget von rund 125 Millionen US-Dollar. Cruise spielt den Titelcharakter Digger Rockwell. Zur Besetzung gehören unter anderem John Goodman, Sandra Hüller, Jesse Plemons und Riz Ahmed. Der Kinostart ist für den 2. Oktober 2026 angesetzt, unter anderem im IMAX-Format.
Das Weltraumprojekt mit NASA und Axiom Space
Im Mai 2020 wurde bekannt, dass Cruise gemeinsam mit Regisseur Doug Liman einen Spielfilm teilweise an Bord der Internationalen Raumstation drehen will. Als Partner wurden die NASA, SpaceX und das Raumfahrtunternehmen Axiom Space genannt; der Flug sollte mit einer Dragon-Kapsel erfolgen.
Ein Dreh hat bis August 2026 nicht stattgefunden. Das Projekt hat weder einen Titel noch einen Starttermin und gilt nach Darstellung der Wikipedia inzwischen als eingestellt. Wer über dieses Vorhaben liest, sollte es also als Ankündigung von 2020 einordnen, nicht als laufende Produktion.
Scientology: was dokumentiert ist
Cruise kam 1986 über seine erste Ehefrau Mimi Rogers zu Scientology. Öffentlich sprach er darüber erstmals 1992 in einem Interview mit Barbara Walters. In den 2000er-Jahren trat er offensiv für die Organisation ein und sagte im Januar 2004, die Psychiatrie gehöre verboten. 2005 kritisierte er öffentlich, dass die Schauspielerin Brooke Shields gegen ihre postnatale Depression das Medikament Paxil eingenommen hatte.
2004 erhielt er von der Organisation die Freedom Medal of Valor. Seit 2008 lässt er Interviews zu dem Thema in der Regel nicht mehr zu. Diese Angaben sind dem Wikipedia-Artikel zu Tom Cruise entnommen und hier referierend wiedergegeben.

Ehen und Familie
| Ehepartnerin | Von | Bis | Kinder |
|---|---|---|---|
| Mimi Rogers | 9. Mai 1987 | 4. Februar 1990 | keine |
| Nicole Kidman | 24. Dezember 1990 | 2001 | zwei adoptierte Kinder |
| Katie Holmes | 18. November 2006 | 29. Juni 2012 | eine gemeinsame Tochter, geboren im April 2006 |
Cruise und Kidman lernten sich bei den Dreharbeiten zu „Tage des Donners“ (1990) kennen. Zwischen 2001 und 2004 war er mit Penélope Cruz liiert, die er am Set von „Vanilla Sky“ getroffen hatte. Die Scheidungsvereinbarung mit Katie Holmes unterliegt nach US-Recht der Vertraulichkeit; über das heutige Verhältnis zu seinen Kindern liegen keine überprüfbaren Angaben vor, weshalb dieser Artikel dazu keine Aussage trifft.
Häufige Fragen
Wie viele Mission-Impossible-Filme gibt es mit Tom Cruise?
Acht, von „Mission: Impossible“ (1996) bis „Mission: Impossible – The Final Reckoning“ (2025). Cruise spielt in allen acht Filmen Ethan Hunt und ist zugleich als Produzent beteiligt. Den achten Teil bezeichnete er als seinen letzten Auftritt in der Rolle.
Hat Tom Cruise einen Oscar gewonnen?
Keinen Wettbewerbs-Oscar. Seine vier Nominierungen von 1990, 1997, 2000 und 2023 blieben ohne Sieg. 2025 verlieh ihm die Academy bei den Governors Awards den Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.
Was ist der erfolgreichste Film von Tom Cruise?
„Top Gun: Maverick“ (2022) mit 1.495.696.292 US-Dollar weltweit und 718.732.821 US-Dollar in den USA und Kanada. Damit liegt der Film deutlich vor jedem Teil der „Mission: Impossible“-Reihe.
Welcher Tom-Cruise-Film kommt als Nächstes?
„Digger“ von Alejandro G. Iñárritu für Warner Bros. mit Kinostart am 2. Oktober 2026. Cruise spielt darin die Titelrolle Digger Rockwell in einer satirischen schwarzen Komödie.
Dreht Tom Cruise wirklich einen Film im Weltraum?
Angekündigt wurde das Vorhaben im Mai 2020 mit NASA, SpaceX und Axiom Space als Partnern und Doug Liman als Regisseur. Bis August 2026 fand kein Dreh statt, es gibt weder Titel noch Starttermin, und das Projekt gilt als eingestellt.
Quellen
- Wikipedia (englisch): Tom Cruise – Biografie, Ehen, Scientology, Auszeichnungen, Weltraumprojekt
- Wikipedia: Auszeichnungen und Nominierungen von Tom Cruise – Oscar-, Golden-Globe- und BAFTA-Übersicht
- Box Office Mojo: Top Gun: Maverick – Einspielergebnisse
- Box Office Mojo: Top Gun (1986) – Einspielergebnisse
- Box Office Mojo: Mission: Impossible (1996) – Einspielergebnisse
- Box Office Mojo: Mission: Impossible – Fallout – Einspielergebnisse
- Box Office Mojo: Rain Man – Einspielergebnisse
- Wikipedia: Mission: Impossible – The Final Reckoning – Start, Budget, Einspielergebnis
- Wikipedia: Digger (2026) – Produktion, Besetzung, Kinostart
- Wikipedia: Academy Honorary Award – Preisträger 2025