Ulrich Tukur Vermögen – was wirklich belegbar ist

Ulrich Tukur Vermögen – Faszinierende Einblicke

Kurz beantwortet

Zum Vermögen von Ulrich Tukur existiert keine überprüfbare Quelle. Gagen werden im deutschen Film und Fernsehen nicht veröffentlicht, und Tukur selbst hat sich dazu nie öffentlich geäußert. Belegbar ist seine wirtschaftliche Basis: gut vier Jahrzehnte Film, Fernsehen und Theater, seit 2010 die „Tatort“-Reihe um Felix Murot, zwei Deutsche Filmpreise und seit 1995 die Band Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ulrich Tukur wurde am 29. Juli 1957 in Viernheim geboren; sein bürgerlicher Name ist Ulrich Gerhard Scheurlen.
  • Seine Schauspielausbildung absolvierte er von 1980 bis 1983 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.
  • In „Das Leben der Anderen“ (2006) spielte er nicht die Hauptrolle, sondern den Stasi-Oberstleutnant Anton Grubitz – ausgezeichnet wurde er 2006 folgerichtig in der Kategorie männliche Nebenrolle.
  • Für die Titelrolle in „John Rabe“ erhielt er 2009 den Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller.
  • Seit dem 28. November 2010 ermittelt er als Felix Murot im „Tatort“ des Hessischen Rundfunks.
  • Der Murot-„Tatort“ „Im Schmerz geboren“ gewann 2015 den Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion.
  • 2015 erhielt Tukur den mit 10.000 Euro dotierten Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf.
  • Seit 1995 tritt er mit der Tanzkapelle Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys auf – eine zweite, eigenständige Einnahmequelle.
  • Zuletzt belegbar: der Kinofilm „Köln 75“ (Kinostart 13. März 2025) und der „Tatort“ „Murot und das 1000-jährige Reich“ (20. Oktober 2024).

Warum es zum Vermögen von Ulrich Tukur keine belastbare Zahl gibt

Im deutschen Film- und Fernsehgeschäft sind Gagen Vertragssache zwischen Produktionsfirma und Darsteller. Weder die öffentlich-rechtlichen Sender noch die Produzenten legen offen, was ein Hauptdarsteller für einen Fernsehfilm erhält. Es gibt keine Offenlegungspflicht, kein Register und keine Verbandsstatistik, aus der sich das Einkommen eines einzelnen Schauspielers ableiten ließe.

Ulrich Tukur hat sich zu seinen Einkünften nie öffentlich geäußert. Summen, die auf Prominenten-Portalen kursieren, lassen sich auf keine benennbare Erhebung zurückführen – sie werden weder von Tukur noch von seiner Agentur bestätigt. Dieser Artikel nennt deshalb keine Vermögenssumme. Stattdessen führt er die Größen auf, die tatsächlich überprüfbar sind: Werkverzeichnis mit Jahreszahlen, Preise mit Kategorie, Kinobesucherzahlen, Sendetermine und Einschaltquoten sowie die Arbeit als Musiker.

Herkunft, Ausbildung und Karrierestart

Ulrich Tukur kam am 29. Juli 1957 in Viernheim in Hessen zur Welt. 1977 machte er sein Abitur am Gymnasium Großburgwedel. Anschließend studierte er in Tübingen Germanistik, Anglistik und Geschichte, bevor er 1980 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart eine Schauspielausbildung begann und diese 1983 abschloss.

Der Durchbruch kam über das Theater und über die Rolle des Andreas Baader in Reinhard Hauffs „Stammheim“. Der Film gewann 1986 den Goldenen Bären der Berlinale. Bereits 1985 war Tukur mit dem O.E.-Hasse-Preis und dem Boy-Gobert-Preis ausgezeichnet worden, zwei Nachwuchspreisen für Bühnendarsteller. Die Bühne blieb über Jahrzehnte ein fester Teil seiner Arbeit, unter anderem am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

„Tatort“: Felix Murot beim Hessischen Rundfunk seit 2010

Im August 2009 wurde bekannt, dass Tukur für den Hessischen Rundfunk die Rolle des Ermittlers Felix Murot in der ARD-Reihe „Tatort“ übernimmt. Murot ist Beamter des Hessischen Landeskriminalamts. Die erste Folge lief am 28. November 2010 im Ersten.

Die Reihe fällt im „Tatort“-Kosmos durch ihre formalen Experimente auf – von der Shakespeare-Anleihe in „Im Schmerz geboren“ bis zur Zeitschleife in „Murot und das Murmeltier“. Genau diese Folgen brachten Tukur seine wichtigsten Fernsehpreise ein. Die zuletzt ausgestrahlte Murot-Folge, die sich in den geprüften Quellen belegen lässt, ist „Murot und das 1000-jährige Reich“ vom 20. Oktober 2024. Ein Ende der Reihe oder ein Ausstieg Tukurs ist in den geprüften Quellen nicht dokumentiert.

DatumFolgeBedeutung
28.11.2010Wie einst LillyErste Murot-Folge; brachte Tukur 2011 die Goldene Kamera als Bester deutscher Schauspieler
12.10.2014Im Schmerz geboren9,29 Millionen Zuschauer bei der Erstausstrahlung; Grimme-Preis 2015 in der Kategorie Fiktion
2019Murot und das MurmeltierDeutscher Fernsehkrimipreis für Tukur als Bester Darsteller
20.10.2024Murot und das 1000-jährige ReichZuletzt belegbare Folge der Reihe

Die wichtigsten Kinorollen – und was Tukur darin wirklich gespielt hat

In „Das Leben der Anderen“ (2006) verkörperte Ulrich Tukur den Oberstleutnant des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit, Anton Grubitz. Das ist eine Nebenrolle, nicht die Hauptrolle: Der Deutsche Filmpreis 2006 ging an Tukur ausdrücklich in der Kategorie „Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle“. Der Film startete am 23. März 2006 in den deutschen Kinos und erreichte laut insidekino 2.385.425 Besucher, Rang 11 der Kinocharts 2006.

Die Titelrolle spielte Tukur dagegen in „John Rabe“, der Geschichte des deutschen Kaufmanns, der 1937 in Nanking eine Schutzzone einrichtete. Dafür erhielt er 2009 den Deutschen Filmpreis als Bester Hauptdarsteller sowie zuvor den Bayerischen Filmpreis 2008 als Bester Darsteller. Kommerziell blieb der Film überschaubar: insidekino weist 174.063 Besucher aus, Rang 123 des Kinojahres 2009.

International war Tukur 2002 in Steven Soderberghs „Solaris“ als Dr. Gibarian zu sehen. Im Fernsehzweiteiler „Gier“ von Dieter Wedel spielte er 2010 den Hochstapler Dieter Glanz – eine Figur, die an den Betrüger Jürgen Harksen angelehnt ist. Der Film lief am 15. Januar 2010 auf Arte und am 20. und 21. Januar 2010 in der ARD; in derselben Produktion war Devid Striesow als Andy Schroth besetzt. 2012 übernahm Tukur in „Rommel“ die Titelrolle und erhielt dafür den Bambi als Bester Schauspieler national.

Preise und Auszeichnungen mit Jahr und Kategorie

Preise sind bei deutschen Schauspielern die verlässlichste öffentliche Größe: Sie sind datiert, kategorisiert und von den vergebenden Institutionen dokumentiert. Die folgende Übersicht listet die wichtigsten Auszeichnungen Tukurs.

JahrAuszeichnungKategorie / Produktion
1985O.E.-Hasse-Preis, Boy-Gobert-PreisNachwuchspreise für Bühnendarsteller
1996Goldene KameraDarstellung in „Der Mörder und sein Kind“
2000Adolf-Grimme-PreisDarsteller in „Warten ist der Tod“
2004Deutscher FernsehpreisBester Schauspieler, „Tatort: Das Böse“
2006Deutscher FilmpreisBeste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle, „Das Leben der Anderen“
2008Bayerischer FilmpreisBester Darsteller, „John Rabe“
2009Deutscher FilmpreisBester Hauptdarsteller, „John Rabe“
2011Goldene KameraBester deutscher Schauspieler, „Tatort: Wie einst Lilly“
2012BambiBester Schauspieler national, „Rommel“
2015Grimme-PreisFiktion, „Tatort: Im Schmerz geboren“
2015Helmut-Käutner-PreisPreis der Stadt Düsseldorf, dotiert mit 10.000 Euro
2019Deutscher FernsehkrimipreisBester Darsteller, „Murot und das Murmeltier“

Erfolge und Auszeichnungen Ulrich Tukur

Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys: das zweite Standbein

1995 gründete Tukur die Tanzkapelle Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys. Die Besetzung ist seither konstant und namentlich dokumentiert: Kalle Mews an Schlagzeug und Tierlauten, Ulrich Mayer an Gitarre und Gesang sowie Günter Märtens an Kontrabass, Gitarre und Gesang. Tukur singt, spielt Klavier und Akkordeon.

Das Repertoire besteht aus Schlagern, Swing- und Tanznummern vor allem der 1920er- bis 1950er-Jahre, dargeboten als abendfüllendes Bühnenprogramm zwischen Konzert und Kabarett. Die Band veröffentlicht seit Ende der 1990er-Jahre regelmäßig Alben und ist bis heute auf Tournee. Diese Musikschiene wird in Artikeln über Tukur häufig übersehen, obwohl sie eine eigenständige, seit drei Jahrzehnten laufende Erwerbstätigkeit darstellt.

Offene Stelle: Verkaufszahlen, Chartplatzierungen oder Verkaufszertifizierungen der Band sind nicht öffentlich dokumentiert. Wer daraus ein Einkommen ableitet, rechnet mit Zahlen, die es nicht gibt.

Was Ulrich Tukur zuletzt gedreht hat (Stand 22. August 2026)

Die jüngste belegbare Kinoarbeit ist „Köln 75“ von Regisseur und Drehbuchautor Ido Fluk. Der Film erzählt, wie die 18-jährige Vera Brandes 1975 das Konzert von Keith Jarrett in Köln organisierte, aus dem das „Köln Concert“ hervorging. Tukur spielt Dr. Brandes, den Vater der Veranstalterin. Die Weltpremiere fand am 16. Februar 2025 auf der Berlinale in der Sektion Berlinale Special Gala statt, der Kinostart in Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz am 13. März 2025.

Im Fernsehen ist der „Tatort“ „Murot und das 1000-jährige Reich“ vom 20. Oktober 2024 die zuletzt nachweisbare Arbeit. Zu Projekten, die nach dem Frühjahr 2025 gestartet oder ausgestrahlt worden sein könnten, liegen in den für diesen Artikel geprüften Quellen keine gesicherten Angaben vor. Hier wird bewusst nichts ergänzt, was sich nicht belegen lässt.

Häufige Falschangaben über Ulrich Tukur

Rund um Tukur kursieren mehrere Angaben, die einer Prüfung nicht standhalten. Vier davon sind besonders hartnäckig.

  • „Zellers Reeperbahn“: Eine Serie dieses Titels mit Tukur als „Walter B. Zeller“ ließ sich in keiner der geprüften Quellen nachweisen – weder in seiner Filmografie noch als eigenständige Produktion.
  • Goldene Kamera für „Rommel“: Die Goldene Kamera 2011 erhielt Tukur für den „Tatort: Wie einst Lilly“. „Rommel“ lief erst 2012 und brachte ihm den Bambi ein, nicht die Goldene Kamera.
  • Hauptrolle in „Das Leben der Anderen“: Tukur spielte den Vorgesetzten Grubitz und wurde dafür in der Nebenrollen-Kategorie des Deutschen Filmpreises ausgezeichnet.
  • Gagentabellen für „Tatort“-Kommissare: Es gibt keine veröffentlichte Quelle, die Folgengagen einzelner „Tatort“-Darsteller ausweist. Tabellen mit Eurobeträgen pro Folge sind nicht belegt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist das Vermögen von Ulrich Tukur?

Dazu gibt es keine seriöse Quelle. Ulrich Tukur hat sich zu seinen Einkünften nie öffentlich geäußert, und Gagen werden im deutschen Film und Fernsehen nicht veröffentlicht. Jede konkrete Summe, die im Netz kursiert, ist eine Schätzung ohne nachvollziehbare Grundlage.

Seit wann spielt Ulrich Tukur den „Tatort“-Ermittler Felix Murot?

Die Besetzung wurde im August 2009 bekannt gegeben, die erste Folge lief am 28. November 2010 im Ersten. Produziert wird die Reihe vom Hessischen Rundfunk. Die zuletzt belegbare Folge ist „Murot und das 1000-jährige Reich“ vom 20. Oktober 2024.

Welche Rolle spielte Ulrich Tukur in „Das Leben der Anderen“?

Er spielte Anton Grubitz, Oberstleutnant des Ministeriums für Staatssicherheit. Das war eine Nebenrolle. Der Deutsche Filmpreis 2006 ging an ihn in der Kategorie „Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle“.

Ist Ulrich Tukur auch Musiker?

Ja. 1995 gründete er die Tanzkapelle Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys mit Kalle Mews, Ulrich Mayer und Günter Märtens. Die Band spielt Schlager und Swing der 1920er- bis 1950er-Jahre, veröffentlicht Alben und tritt bis heute live auf.

Welche Preise hat Ulrich Tukur gewonnen?

Unter anderem den Deutschen Filmpreis 2006 (Nebenrolle, „Das Leben der Anderen“) und 2009 (Hauptrolle, „John Rabe“), Grimme-Preise 2000 und 2015, die Goldene Kamera 1996 und 2011, den Bambi 2012 für „Rommel“ und 2015 den Helmut-Käutner-Preis der Stadt Düsseldorf.

Wo wurde Ulrich Tukur geboren und wo hat er studiert?

Er wurde am 29. Juli 1957 in Viernheim in Hessen geboren. Nach dem Abitur 1977 studierte er in Tübingen Germanistik, Anglistik und Geschichte und absolvierte von 1980 bis 1983 eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Quellen