Max Riemelt gehört zu den bekanntesten deutschen Schauspielern seiner Generation. Zu seinem Vermögen gibt es allerdings keine seriöse Angabe – und das hat einen nachvollziehbaren Grund.
Kurz beantwortet
Zum Vermögen von Max Riemelt existiert keine belastbare Zahl. Weder er selbst noch sein Management haben je Angaben gemacht, und Gagen deutscher Schauspieler werden grundsätzlich nicht veröffentlicht. Belegbar ist stattdessen seine berufliche Bilanz: über 60 Film- und Serienproduktionen seit 1997, ein Millionenpublikum im Kino und durchgehende Arbeit bis in die Gegenwart.
Das Wichtigste in Kürze
- Max Riemelt wurde am 7. Januar 1984 in Ost-Berlin geboren und lebt in Berlin.
- Zu seinem Vermögen gibt es keine öffentliche und keine seriös geschätzte Zahl.
- Sein Durchbruch war 2005 „Napola – Elite für den Führer“ als Friedrich Weimer.
- Sein größter Kinoerfolg ist „Die Welle“ (2008) mit 2.436.330 Besuchern in Deutschland.
- International bekannt wurde er als Wolfgang Bogdanow in der Netflix-Serie „Sense8“ (2015–2018).
- 2023 spielte er die Hauptrolle Mike Atlas in der Netflix-Serie „Schlafende Hunde“.
- Zuletzt war er 2024 in „Zwei zu eins“ und 2025 in „Es geht um Luis“ im Kino zu sehen.
- Er war nie in „Deutschland 83“, „Berlin Station“, „Knallerfrauen“ oder „Ich bin dein Mensch“ zu sehen.
Warum es zu Max Riemelts Vermögen keine seriöse Zahl gibt
In Deutschland gibt es keine Veröffentlichungspflicht für Schauspielergagen. Produktionsverträge zwischen Darstellern, Produktionsfirmen, Sendern und Streamingdiensten sind privatrechtlich und enthalten regelmäßig Vertraulichkeitsklauseln. Anders als bei börsennotierten Unternehmen, deren Vorstandsvergütung im Geschäftsbericht steht, oder bei Bundestagsabgeordneten, die Nebeneinkünfte ab bestimmten Schwellen anzeigen müssen, existiert für Schauspieler kein Register und keine Offenlegungsregel.
Max Riemelt selbst hat sich öffentlich nie zu seinen Einkünften oder seinem Vermögen geäußert. Es gibt kein Interview, keine Selbstauskunft und keine Erhebung eines Wirtschaftsmediums, die eine Summe nennen würde. Jede konkrete Zahl, die im Netz zu ihm kursiert, ist deshalb nicht überprüfbar – gleich ob sie sechsstellig oder dreistellig in Millionen ausfällt.
Was sich stattdessen belegen lässt, ist die berufliche Grundlage: wie viele Produktionen er gedreht hat, wie erfolgreich diese im Kino waren, für welche Sender und Plattformen er gearbeitet hat und ob er durchgehend beschäftigt ist. Diese Größen stehen unten. Sie ergeben kein Vermögen, aber ein realistisches Bild seiner wirtschaftlichen Position.
Diese Angaben zu Max Riemelt sind nachweislich falsch
Zu Max Riemelt kursieren mehrere Rollenzuschreibungen, die sich anhand der Besetzungslisten der jeweiligen Produktionen widerlegen lassen. Die häufigsten:
- „Deutschland 83“: Die Hauptrolle Martin Rauch spielte Jonas Nay, nicht Max Riemelt. Riemelt gehört der Besetzung der Serie nicht an.
- „Berlin Station“: Die US-Spionageserie taucht in keiner Fassung seiner Filmografie auf – weder in der deutschen noch in der englischen Werkübersicht.
- „Knallerfrauen“: Die Sketchreihe mit Martina Hill führt Riemelt nicht in ihrer Besetzung.
- „Ich bin dein Mensch“ (2021): Der Film von Maria Schrader ist mit Maren Eggert und Dan Stevens besetzt. Riemelt kommt darin nicht vor.
- Eigene Marken: Für eine Spirituosen-, Parfüm- oder Kosmetikmarke, eine Restaurantkette oder Immobilienbestände von Max Riemelt gibt es keinerlei Nachweis. Solche Zuschreibungen sind frei erfunden.
Werdegang: vom Kinderdarsteller zum Charakterschauspieler
Riemelt sammelte erste Erfahrungen im Schultheater. Sein Fernsehdebüt gab er 1997 mit 13 Jahren in „Eine Familie zum Küssen“. Ein Jahr später übernahm er in der ZDF-Serie „Zwei allein“ als Hamburger Vollwaise Max Loser seine erste Hauptrolle. Eine Schauspielschule besuchte er nicht; er hat einen Realschulabschluss und verweigerte den Wehrdienst.
Der Durchbruch kam 2005 mit Dennis Gansels „Napola – Elite für den Führer“. Riemelt spielte darin den Boxer Friedrich Weimer, der an eine nationalpolitische Erziehungsanstalt wechselt. Drei Jahre später besetzte Gansel ihn erneut, diesmal als Marco in „Die Welle“ – dem bis heute mit Abstand erfolgreichsten Kinofilm seiner Laufbahn.
Es folgten der Vampirfilm „Wir sind die Nacht“ (2009), die zehnteilige Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ (2010), das Drama „Freier Fall“ (2013) als Polizist Kay Engel und „Auf das Leben!“ (2014) als unheilbar kranker Möbelpacker Jonas. 2017 stand er für den australischen Thriller „Berlin Syndrome“ vor der Kamera, 2020 für den „Tatort: Die Zeit ist gekommen“ als Louis Bürger und 2021 für „Matrix Resurrections“.
Kinoerfolge in Zahlen statt Gagen
Weil Gagen nicht öffentlich sind, sind Besucherzahlen die belastbarste Kennziffer für die kommerzielle Reichweite eines deutschen Schauspielers. Die folgenden Zahlen stammen aus den Jahresauswertungen von insidekino, die auf den offiziellen Verleihmeldungen für den deutschen Markt beruhen.
| Film | Kinostart | Besucher Deutschland | Platz Jahresliste |
|---|---|---|---|
| Die Welle | 2008 | 2.436.330 | 13 (2008) |
| Zwei zu eins | 25.07.2024 | 515.390 | 45 (2024) |
| Napola – Elite für den Führer | 13.01.2005 | 481.141 | 68 (2005) |
Bemerkenswert ist die Kontinuität: Zwischen seinem Durchbruchsfilm und „Zwei zu eins“ liegen fast zwanzig Jahre, und beide Filme erreichten eine halbe Million Zuschauer. Für Streamingtitel wie „Sense8“ oder „Schlafende Hunde“ veröffentlicht Netflix keine vergleichbaren Zahlen, weshalb sie hier fehlen.
„Sense8“: die internationale Rolle
Von 2015 bis 2018 spielte Riemelt in der Netflix-Serie „Sense8“ der Wachowskis den Berliner Tresorknacker Wolfgang Bogdanow – eine von acht Hauptfiguren, die über Kontinente hinweg mental miteinander verbunden sind. Er war in 24 Episoden zu sehen, einschließlich des abschließenden Films „Amor Vincit Omnia“ von 2018.
Die Produktion drehte weltweit, unter anderem in Berlin, Chicago, London, Mexiko-Stadt, Mumbai, Nairobi, Reykjavík, San Francisco und Seoul. Für Riemelt war es die erste durchgehende Hauptrolle in einer englischsprachigen Serie mit globaler Auswertung – und die Rolle, über die ihn ein internationales Publikum bis heute kennt.

Was Max Riemelt zuletzt gedreht hat
Riemelt arbeitet ohne erkennbare Unterbrechung. Am 22. Juni 2023 veröffentlichte Netflix die sechsteilige deutsche Serie „Schlafende Hunde“, in der er den früheren Polizisten Mike Atlas spielt. An seiner Seite standen unter anderem Luise von Finckh als Jule Andergast, Carlo Ljubek als Luka Zaric und Peri Baumeister als Lenni Atlas.
Am 25. Juli 2024 startete „Zwei zu eins“ von Natja Brunckhorst im Kino. Riemelt spielt Robert, einen von drei Freunden aus Halberstadt, die 1990 in einem stillgelegten Stollen Millionen an DDR-Mark finden und ein System entwickeln, das Geld in D-Mark zu tauschen. Der Film basiert auf dem realen „Schatz von Halberstadt“; neben Riemelt spielen Sandra Hüller als Maren und Ronald Zehrfeld als Volker. Beim Filmfest München 2024 war der Film für den Förderpreis Neues Deutsches Kino nominiert, beim Glasgow Film Festival 2025 wurde er Zweiter beim Publikumspreis.
Am 23. Januar 2025 kam „Es geht um Luis“ von Regisseurin Lucia Chiarla in die Kinos. Riemelt spielt darin den Taxifahrer Jens Brandt, dessen zehnjähriger Sohn in der Schule gemobbt wird; Natalia Rudziewicz spielt seine Frau Constanze. Der Film lief 2024 im Wettbewerb des Zurich Film Festival und der Festa del Cinema di Roma.
Insgesamt weist die Filmdatenbank Moviepilot für Riemelt 63 Filme und 14 Serien als Darsteller aus (Stand: August 2026). Zu Projekten, die 2026 in Produktion sind, liegen keine gesicherten öffentlichen Angaben vor.
Auszeichnungen
Preise sind die einzige öffentlich dokumentierte Form der Anerkennung in der Branche – Gagen sind es nicht. Die deutschsprachige Wikipedia führt für Riemelt unter anderem folgende Ehrungen auf:
| Jahr | Auszeichnung | Kategorie |
|---|---|---|
| 2006 | Bayerischer Filmpreis | Bester männlicher Nachwuchsdarsteller |
| 2008 | Undine Award | Bester jugendlicher Hauptdarsteller |
| 2010 | Deutscher Fernsehpreis | Besondere Leistung Fiktion (Ensemble) |
| 2011 | Grimme-Preis | Fiktion |
| 2017 | Chevalier des Arts et des Lettres | Französischer Verdienstorden |
| 2021 | Jupiter Award | Bester Darsteller national |
Wie deutsche Schauspieler tatsächlich verdienen
Deutsche Filmschauspieler werden in aller Regel pro Drehtag oder pro Produktion bezahlt, nicht mit Umsatzbeteiligungen wie in Hollywood. Hinzu kommen Wiederholungs- und Verwertungsvergütungen, die tarifvertraglich geregelt sind, sowie Erlöse aus Synchron- und Hörbucharbeit. Für Streamingproduktionen wird üblicherweise ein Gesamthonorar vereinbart, das Nachvergütungen abgilt.
Daraus folgt zweierlei. Erstens schwankt das Jahreseinkommen stark mit der Zahl der Drehtage – auch bei bekannten Namen. Zweitens lässt sich aus dem Erfolg eines Films nicht auf die Gage schließen: Wer in einem Kinohit mit zwei Millionen Zuschauern mitspielt, verdient daran nicht automatisch mehr als in einer wenig gesehenen Produktion. Genau deshalb sind Hochrechnungen vom Kinoerfolg auf ein Privatvermögen unseriös.
Häufige Fragen
Wie hoch ist das Vermögen von Max Riemelt?
Dazu gibt es keine belastbare Angabe. Riemelt hat sich nie öffentlich zu seinen Finanzen geäußert, und deutsche Schauspielergagen unterliegen keiner Offenlegungspflicht. Kursierende Summen sind nicht überprüfbar und stammen aus keiner benennbaren Quelle.
Spielte Max Riemelt in „Deutschland 83“ mit?
Nein. Die Hauptrolle des DDR-Spions Martin Rauch übernahm Jonas Nay. Zur Hauptbesetzung gehörten außerdem Maria Schrader, Sonja Gerhardt, Alexander Beyer und Sylvester Groth. Riemelt war an der Serie nicht beteiligt.
Welche Rolle spielte Max Riemelt in „Sense8“?
Er verkörperte Wolfgang Bogdanow, einen Berliner Tresorknacker und eine der acht Hauptfiguren. Die Netflix-Serie lief von 2015 bis 2018; Riemelt war in 24 Episoden zu sehen.
Was ist der erfolgreichste Film von Max Riemelt?
Gemessen an den Kinobesuchern in Deutschland ist es „Die Welle“ von 2008 mit 2.436.330 Zuschauern, Platz 13 der Jahresliste. Riemelt spielte darin den Schüler Marco.
Woran hat Max Riemelt zuletzt gearbeitet?
Zuletzt im Kino zu sehen war er als Jens Brandt in „Es geht um Luis“ (Kinostart 23. Januar 2025). Davor spielte er Robert in „Zwei zu eins“ (2024) und die Hauptrolle Mike Atlas in der Netflix-Serie „Schlafende Hunde“ (2023).
Quellen
- Wikipedia: Max Riemelt – Biografie, Filmografie und Auszeichnungen
- insidekino: Deutsche Jahresliste 2008 – Besucherzahlen „Die Welle“
- insidekino: Deutsche Jahresliste 2005 – Besucherzahlen „Napola – Elite für den Führer“
- insidekino: Deutsche Jahresliste 2024 – Besucherzahlen „Zwei zu eins“
- Wikipedia: Zwei zu eins – Besetzung, Regie, Kinostart, Festivals
- Wikipedia: Es geht um Luis – Besetzung und Kinostart
- Wikipedia: Deutschland 83 – Hauptbesetzung (Martin Rauch: Jonas Nay)
- Moviepilot: Max Riemelt – Werkübersicht, abgerufen am 22. August 2026