Brad Pitt

Brad Pitt
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Kurz beantwortet

Brad Pitt, geboren am 18. Dezember 1963 in Shawnee, Oklahoma, ist US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent. Er hat zwei Oscars gewonnen: 2014 als Mitproduzent von „12 Years a Slave“ in der Kategorie Bester Film und 2020 als Bester Nebendarsteller für „Once Upon a Time in Hollywood“. Seinen bislang erfolgreichsten Kinofilm hatte er 2025 mit dem Rennsportdrama „F1″.

Das Wichtigste in Kürze

  • Geboren am 18. Dezember 1963 in Shawnee, Oklahoma; aufgewachsen in Springfield, Missouri.
  • Studierte ab 1982 Journalismus und Werbung an der University of Missouri und brach das Studium kurz vor dem Abschluss ab, um nach Los Angeles zu ziehen.
  • Der Durchbruch kam 1991 mit der Nebenrolle des J. D. in Ridley Scotts „Thelma & Louise“.
  • Zwei Oscar-Gewinne: 2014 Bester Film als Produzent von „12 Years a Slave“, 2020 Bester Nebendarsteller für „Once Upon a Time in Hollywood“.
  • Drei weitere Oscar-Nominierungen als Darsteller: „12 Monkeys“ (1996), „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ (2009) und „Moneyball“ (2012).
  • Seine Produktionsfirma Plan B Entertainment steht hinter drei Filmen, die den Oscar für den Besten Film gewannen: „Departed“, „12 Years a Slave“ und „Moonlight“.
  • „F1″ (2025) von Joseph Kosinski spielte weltweit rund 634 Millionen US-Dollar ein.
  • Ehen mit Jennifer Aniston (2000–2005) und Angelina Jolie (2014, Scheidungsantrag 2016); sechs gemeinsame Kinder mit Jolie.

Herkunft, Studium und der Weg nach Los Angeles

William Bradley Pitt wurde am 18. Dezember 1963 in Shawnee im US-Bundesstaat Oklahoma geboren. Die Familie zog nach Springfield in Missouri, wo er mit zwei jüngeren Geschwistern aufwuchs. Sein Vater leitete ein Fuhrunternehmen, seine Mutter arbeitete als Schulberaterin. Pitt besuchte die Kickapoo High School und schrieb sich 1982 an der University of Missouri ein, wo er Journalismus mit Schwerpunkt Werbung studierte.

Zwei Wochen vor dem Abschluss brach er das Studium ab und ging nach Los Angeles. Seine ersten Auftritte vor der Kamera hatte er 1987, zunächst in kleinen, teils nicht im Abspann genannten Film- und Fernsehrollen. Ein Karrierebeginn in den frühen 1980er-Jahren ist damit ausgeschlossen.

Der Durchbruch: „Thelma & Louise“ und die 1990er

1991 spielte Pitt in Ridley Scotts „Thelma & Louise“ den jungen Gelegenheitsdieb J. D. – eine Nebenrolle, die als sein Durchbruch gilt. 1994 folgten mit „Interview mit einem Vampir“ und „Legenden der Leidenschaft“ die ersten internationalen Erfolge.

1995 war ein Schlüsseljahr: In David Finchers Thriller „Sieben“ spielte er den impulsiven Mordermittler David Mills an der Seite von Morgan Freeman; der Film spielte weltweit rund 327 Millionen US-Dollar ein. Im selben Jahr verkörperte er in Terry Gilliams „12 Monkeys“ den Psychiatriepatienten Jeffrey Goines. Dafür gewann er den Golden Globe als Bester Nebendarsteller und erhielt seine erste Oscar-Nominierung – gewinnen konnte er sie nicht, der Preis ging an Kevin Spacey für „Die üblichen Verdächtigen“.

1999 spielte er in Finchers Verfilmung von Chuck Palahniuks Roman „Fight Club“ den Seifenverkäufer Tyler Durden. Der Film blieb im Kino hinter den Erwartungen zurück – rund 101 Millionen US-Dollar weltweit bei einem Budget von etwa 63 bis 65 Millionen – und wurde erst über die Heimkino-Auswertung zum Kultfilm.

Filmografie: die wichtigsten Kinofilme im Überblick

Pitts Filmografie umfasst seit 1987 mehr als 60 Kinoproduktionen. Die folgende Tabelle listet chronologisch die Filme, die seine Laufbahn geprägt haben.

JahrFilmRolleRegie
1991Thelma & LouiseJ. D.Ridley Scott
1995Sieben (Se7en)David MillsDavid Fincher
199512 MonkeysJeffrey GoinesTerry Gilliam
1999Fight ClubTyler DurdenDavid Fincher
2008Der seltsame Fall des Benjamin ButtonBenjamin ButtonDavid Fincher
2009Inglourious BasterdsLieutenant Aldo RaineQuentin Tarantino
2011Die Kunst zu gewinnen – MoneyballBilly BeaneBennett Miller
201312 Years a SlaveSamuel Bass (zugleich Produzent)Steve McQueen
2019Once Upon a Time in HollywoodCliff BoothQuentin Tarantino
2022Babylon – Rausch der EkstaseJack ConradDamien Chazelle
2025F1Sonny HayesJoseph Kosinski

Zwischen diesen Stationen liegen weitere bekannte Titel, darunter „Sieben Jahre in Tibet“ (1997), „Ocean’s Eleven“ (2001) samt zwei Fortsetzungen, „Troja“ (2004), „Mr. & Mrs. Smith“ (2005), „Babel“ (2006), „Herz aus Stahl“ (2014), „The Big Short“ (2015) und „Ad Astra“ (2019).

Zwei Oscars – und keiner davon als Hauptdarsteller

Brad Pitt hat zwei Oscars gewonnen, und beide werden regelmäßig falsch zugeordnet. Der erste kam 2014 bei der 86. Oscarverleihung: „12 Years a Slave“ von Steve McQueen wurde als Bester Film ausgezeichnet, die Trophäe ging an die Produzenten Brad Pitt, Dede Gardner, Jeremy Kleiner und Bill Pohlad. Pitt erhielt den Preis also als Produzent, nicht als Darsteller; im Film selbst spielte er die kleine Rolle des kanadischen Handwerkers und Abolitionisten Samuel Bass. Der Film gewann außerdem die Oscars für das beste adaptierte Drehbuch (John Ridley) und die beste Nebendarstellerin (Lupita Nyong’o).

Der zweite Oscar folgte 2020 für Quentin Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ (2019) – in der Kategorie Bester Nebendarsteller. Pitt spielt darin Cliff Booth, den Stuntdouble, Fahrer und Faktotum des abstürzenden Serienstars Rick Dalton (Leonardo DiCaprio). Die verbreitete Beschreibung, Pitt habe in diesem Film einen „Hippie-Killer“ verkörpert, ist falsch; der Film gewann neben dem Darstellerpreis den Oscar für das beste Szenenbild und spielte weltweit rund 394 Millionen US-Dollar ein.

Einen Oscar als bester Hauptdarsteller hat Pitt nie gewonnen. Nominiert war er in dieser Kategorie zweimal: 2009 für „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ und 2012 für „Moneyball“. Hinzu kommt die Nebendarsteller-Nominierung für „12 Monkeys“ von 1996.

Plan B Entertainment: was die Firma tatsächlich produziert hat

Plan B Entertainment wurde 2001 von Brad Pitt gemeinsam mit Brad Grey, Jennifer Aniston und Kristin Hahn gegründet. Nachdem Grey an die Spitze von Paramount Pictures gewechselt war, führte Pitt die Firma allein weiter; seit 2013 stehen Dede Gardner und Jeremy Kleiner als Co-Präsidenten an seiner Seite. Ende 2022 übernahm die französische Mediengruppe Mediawan eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent, während Plan B umgekehrt einen Anteil an Mediawan hält.

Drei Produktionen des Hauses gewannen den Oscar als Bester Film: „Departed – Unter Feinden“ (2006), „12 Years a Slave“ (2013) und „Moonlight“ (2016). Wichtig für die Zuordnung: Nur für „12 Years a Slave“ erhielt Pitt selbst eine Produzenten-Trophäe. Bei „Departed“ ging der Produzenten-Oscar allein an Graham King, bei „Moonlight“ an Adele Romanski, Dede Gardner und Jeremy Kleiner. 2020 wurden Pitt, Gardner und Kleiner von der Producers Guild of America mit dem David O. Selznick Achievement Award ausgezeichnet.

„F1″ (2025) und die jüngsten Arbeiten

Nach „The Lost City“, „Bullet Train“ (Regie: David Leitch) und „Babylon“ – alle 2022 – war Pitt 2024 in „Wolfs“ von Jon Watts an der Seite von George Clooney zu sehen. „Babylon“ von Damien Chazelle war dabei ein wirtschaftlicher Misserfolg: rund 63,4 Millionen US-Dollar weltweit bei einem Produktionsbudget von 78 bis 80 Millionen.

Sein größter Kassenerfolg kam 2025 mit „F1″ (vermarktet als „F1 The Movie“). Regie führte Joseph Kosinski, produziert wurde der Film unter anderem von Apple Studios, Jerry Bruckheimer Films und Plan B Entertainment. Pitt spielt den Rennfahrer Sonny Hayes, der nach Jahrzehnten in die Formel 1 zurückkehrt; zur Besetzung gehören Damson Idris, Kerry Condon, Tobias Menzies und Javier Bardem. Der Film startete am 27. Juni 2025 in den US-Kinos und spielte 189,6 Millionen US-Dollar in den USA und Kanada sowie 444,4 Millionen in den übrigen Märkten ein – weltweit rund 634 Millionen US-Dollar.

Privatleben: Ehen und das Scheidungsverfahren

Pitt war von Juli 2000 bis Oktober 2005 mit der Schauspielerin Jennifer Aniston verheiratet. 2014 heiratete er Angelina Jolie; die standesamtliche Eheschließung erfolgte am 14. August 2014, die Feier am 23. August auf dem Weingut Château Miraval in Südfrankreich. Das Paar hat sechs Kinder, drei davon adoptiert.

Jolie reichte am 19. September 2016 die Scheidung ein. Am 12. April 2019 wurden beide gerichtlich wieder als ledig eingestuft; das Scheidungsverfahren selbst zog sich bis Ende 2024 hin, ehe es abgeschlossen wurde. Getrennt davon läuft ein zivilrechtlicher Streit um Château Miraval: Jolie verkaufte ihren Anteil an dem Weingut im Oktober 2021 an die Weingruppe Tenute del Mondo; Pitt verklagte sie daraufhin, Jolie erhob Widerklage. Zu den in diesem Verfahren erhobenen Vorwürfen und zum Sorgerecht äußert sich dieser Artikel nicht – die Verfahren sind nicht abschließend öffentlich dokumentiert. Die Namen der Kinder werden hier bewusst nicht genannt.

Make It Right: das Bauprojekt in New Orleans

Im Dezember 2007 gründete Pitt die Make It Right Foundation, die im Lower Ninth Ward von New Orleans nach dem Hurrikan Katrina ökologisch gebaute Häuser errichten sollte. Bis 2015 entstanden 109 Häuser, entworfen unter anderem von Frank Gehry und David Adjaye und mit LEED-Platin zertifiziert; sie kosteten rund 250.000 US-Dollar pro Einheit und wurden für etwa 150.000 US-Dollar an Bewohner verkauft.

Das Projekt scheiterte an der Bausubstanz. Ab Anfang 2014 begannen mehr als zwei Dutzend Häuser zu verrotten; verantwortlich war ein Holzprodukt, das dem Klima von New Orleans nicht standhielt. Die Stiftung verklagte 2015 den Hersteller, 2018 reichten Bewohner Sammelklagen wegen Schimmel, Elektrik- und Baumängeln ein. 2022 kam ein Vergleich über 20,5 Millionen US-Dollar zustande; die Organisation Global Green USA, die die Summe vorstrecken sollte, erklärte 2023, sie könne ihn nicht bezahlen. Pitt war Initiator und Geldgeber der Stiftung, nicht Architekt der Häuser.

Häufige Fragen

Wie viele Oscars hat Brad Pitt?

Zwei. 2014 gewann er als einer der Produzenten von „12 Years a Slave“ den Oscar für den Besten Film, 2020 den Oscar als Bester Nebendarsteller für „Once Upon a Time in Hollywood“. Einen Oscar als Hauptdarsteller hat er nicht gewonnen, obwohl er zweimal dafür nominiert war.

Welche Rolle spielt Brad Pitt in „Once Upon a Time in Hollywood“?

Er spielt Cliff Booth, das langjährige Stuntdouble, den Fahrer und Vertrauten des Schauspielers Rick Dalton, verkörpert von Leonardo DiCaprio. Für diese Rolle erhielt er 2020 den Oscar als Bester Nebendarsteller.

Welcher Film von Brad Pitt war der erfolgreichste?

Gemessen am weltweiten Einspielergebnis ist es „F1″ aus dem Jahr 2025 mit rund 634 Millionen US-Dollar. Der Film von Joseph Kosinski entstand unter Beteiligung von Apple Studios und Pitts eigener Firma Plan B Entertainment.

Wie hoch ist Brad Pitts Vermögen?

Eine überprüfbare Zahl gibt es nicht. Pitt legt sein Vermögen nicht offen, und die im Netz kursierenden Summen stammen aus Schätzungen kommerzieller Anbieter, deren Berechnungsgrundlage nicht nachvollziehbar ist. Belegbar sind stattdessen die wirtschaftlichen Eckdaten seiner Arbeit: Kassenergebnisse wie die 634 Millionen US-Dollar von „F1″ und seine Beteiligung an Plan B Entertainment.

Ist Brad Pitt von Angelina Jolie geschieden?

Ja. Jolie reichte im September 2016 die Scheidung ein, im April 2019 wurden beide gerichtlich wieder als ledig eingestuft, und Ende 2024 wurde das Verfahren abgeschlossen. Der zivilrechtliche Streit um das Weingut Château Miraval wird davon getrennt geführt.

Quellen