Kurz beantwortet
Lady Gaga, bürgerlich Stefani Joanne Angelina Germanotta, wurde am 28. März 1986 in New York geboren. Den Durchbruch brachte 2008 das Debütalbum „The Fame“. Seither folgten weitere Alben bis „Mayhem“ (2025), Hauptrollen in „A Star Is Born“ und „Joker: Folie à Deux“ sowie 16 Grammy-Siege, ein Oscar für den besten Filmsong und zwei Golden Globes. Eine belegte Vermögenssumme existiert dagegen nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- Geboren am 28. März 1986 in Manhattan als Stefani Joanne Angelina Germanotta, Tochter italoamerikanischer Eltern.
- Sie begann mit 17 Jahren ein Musikstudium an der Tisch School of the Arts der New York University und brach es im vierten Semester ab.
- Das Debütalbum „The Fame“ erschien im August 2008; „Poker Face“ stieg am 6. März 2009 in die offiziellen deutschen Singlecharts ein und stand dort 78 Wochen, davon 13 Wochen auf Platz 1.
- Vier ihrer Singles erreichten in Deutschland Platz 1: „Poker Face“, „Paparazzi“, „Bad Romance“ und „Born This Way“.
- Die Recording Academy führt auf ihrer Künstlerseite 16 Grammy-Siege bei 45 Nominierungen.
- Den Oscar gewann sie 2019 in der Kategorie Bester Filmsong für „Shallow“ – als beste Hauptdarstellerin war sie nominiert, gewonnen hat dort Olivia Colman.
- Zwei Golden Globes: 2016 als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie für „American Horror Story“ und 2019 für „Shallow“.
- Ihr Album „Mayhem“ erschien am 7. März 2025; im Mai 2026 lief „Der Teufel trägt Prada 2“ an, in dem sie als fiktionalisierte Version ihrer selbst auftritt.
- Im September 2017 machte sie selbst öffentlich, dass bei ihr Fibromyalgie diagnostiziert wurde.
Herkunft, Kindheit und die Jahre vor dem Durchbruch
Stefani Germanotta kam 1986 als Tochter italoamerikanischer Eltern in Manhattan zur Welt. Ihr Vater Joseph Germanotta arbeitete als Internetunternehmer, ihre Mutter Cynthia Louise Bissett als Assistentin in einer Telekommunikationsfirma. Sie hat eine jüngere Schwester und besuchte eine katholische Mädchenschule in der Upper East Side. Angaben über ein „wohlhabendes Elternhaus“ oder Klavierunterricht ab dem vierten Lebensjahr, wie sie in vielen Porträts stehen, sind nicht belegt; belegt ist, dass sie bereits im Kindesalter Klavier spielte.
Mit 17 Jahren schrieb sie sich an der Tisch School of the Arts der New York University ein, verließ die Hochschule aber im vierten Semester zugunsten der Musik. Ihre ersten Auftritte hatte sie in der Camp- und Queer-Szene der Lower East Side, unter anderem im Vorprogramm der Band Semi Precious Weapons. Mit 19 unterschrieb sie bei Def Jam Recordings – der Vertrag wurde nach drei Monaten wieder aufgelöst. Kurz danach lernte sie den Produzenten RedOne kennen. 2007 trat sie mit der Künstlerin Lady Starlight als „Lady Gaga and the Starlight Revue“ beim Festival Lollapalooza auf.
2008 bis 2012: The Fame, The Fame Monster und Born This Way
2008 zog Lady Gaga nach Los Angeles, um „The Fame“ fertigzustellen. Das Album erschien im August 2008, erreichte in sechs Staaten Platz 1 und in den USA Platz 2. Die ersten Auskopplungen „Just Dance“ und „Poker Face“ trugen den Erfolg. Im November 2009 folgte die EP „The Fame Monster“ mit „Bad Romance“ und dem gemeinsam mit Beyoncé aufgenommenen „Telephone“. Die anschließende Monster Ball Tour umfasste nach Angaben der deutschen Wikipedia rund 200 Konzerte.
Im Februar 2011 erschien die Single „Born This Way“. Sie war der erste Titel, der allein über Downloads Platz 1 der deutschen Singlecharts erreichte. Im Mai 2011 war sie die erste Solokünstlerin seit Ruby Murray 1955, die mit vier Singles gleichzeitig in den britischen Top 20 vertreten war. Ende April 2012 startete in Seoul die Tournee „The Born This Way Ball“ mit über 100 Shows; sie musste 2013 wegen einer Hüftverletzung und einer anschließenden Operation vorzeitig abgebrochen werden.
Ihre Singles in den offiziellen deutschen Charts
Weltweite Verkaufszahlen schwanken je nach Quelle erheblich – die deutsche Wikipedia nennt „über 200 Millionen verkaufte Tonträger“, ältere Fassungen dieses Artikels daneben 150 Millionen verkaufte Singles. Beide Zahlen sind nicht unabhängig nachprüfbar und stehen hier nicht mehr als Fakt. Nachprüfbar ist die Datenbank der Offiziellen Deutschen Charts; die folgenden Werte stammen von dort, abgerufen am 24. August 2026.
| Single | Höchstposition DE | Wochen in den Charts |
|---|---|---|
| Poker Face | 1 (13 Wochen) | 78 |
| Bad Romance | 1 | 44 |
| Paparazzi | 1 | 35 |
| Born This Way | 1 | 29 |
| Alejandro | 2 | 34 |
| The Edge Of Glory | 3 | 34 |
| Shallow (mit Bradley Cooper) | 4 | 58 |
| Die With A Smile (mit Bruno Mars) | 4 | 78 |
| Abracadabra | 4 | 52 |
| The Dead Dance | 12 | 14 |
Von „Artpop“ über die Jazzalben bis „Mayhem“
„Artpop“ erschien im November 2013 und wurde ihr zweites Nummer-eins-Album in den USA. Es folgte 2014 die Welttournee „artRAVE: The ARTPOP Ball“ mit 75 Konzerten auf vier Kontinenten. Noch im selben Jahr erschien „Cheek to Cheek“, ein Jazzalbum mit Tony Bennett; 2021 folgte mit „Love for Sale“ ein zweites gemeinsames Album.
Von Oktober 2015 bis Januar 2016 spielte sie eine Hauptrolle in der fünften Staffel von „American Horror Story“; 2016 erschien das Album „Joanne“, 2017 trat sie in der Halbzeitshow des Super Bowl LI auf. Ab Dezember 2018 zeigte sie in Las Vegas zwei Showprogramme: „Enigma“ mit ihren Pophits und „Jazz & Piano“ mit Akustik- und Jazzversionen. Zu den Einnahmen dieser Residency liegt keine geprüfte Quelle vor; die früher hier genannte Summe war unbelegt und ist gestrichen.
„Chromatica“ erschien Ende Mai 2020, unter anderem mit „Rain on Me“ (Ariana Grande) und „Sour Candy“ (Blackpink). Die Tournee „The Chromatica Ball“ wurde pandemiebedingt verschoben; das einzige Deutschland-Konzert fand am 17. Juli 2022 in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena statt. Nach dem Begleitalbum „Harlequin“ (September 2024) erschien am 7. März 2025 „Mayhem“; Albumcharts und Tourdaten dazu stehen im Schwesterartikel.
Lady Gaga als Schauspielerin
Ihr Filmdebüt gab sie 2013 als La Chameleón in Robert Rodriguez’ „Machete Kills“, 2014 folgte „Sin City 2“. Der Durchbruch als Schauspielerin kam 2018 mit der Hauptrolle in Bradley Coopers Remake von „A Star Is Born“, für die sie als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert wurde. 2021 spielte sie in Ridley Scotts „House of Gucci“ die Patrizia Reggiani, 2024 an der Seite von Joaquin Phoenix die Harley Quinn in „Joker: Folie à Deux“.
Im September 2025 war sie in einer Episode der zweiten Staffel der Netflix-Serie „Wednesday“ zu sehen; beim Musikvideo zum zugehörigen Song „The Dead Dance“ führte Tim Burton Regie. Im Mai 2026 kam „Der Teufel trägt Prada 2“ in die Kinos, in dem sie laut Besetzungsliste als fiktionalisierte Version ihrer selbst auftritt.
Auszeichnungen: 16 Grammys, ein Oscar, zwei Golden Globes
Die Recording Academy weist auf ihrer Künstlerseite 16 Siege bei 45 Nominierungen aus. Eine Auflistung der Einzelpreise nach Jahren steht hier bewusst nicht: Die Angaben verschiedener Quellen widersprechen einander – die deutsche Wikipedia datiert den Grammy für „Poker Face“ auf 2011, andere Übersichten auf 2010. Solange sich das nicht auflösen lässt, bleibt es bei der Gesamtzahl.
Beim Oscar hält sich ein hartnäckiger Fehler. Lady Gaga hat ihn nicht für ihre Rolle in „A Star Is Born“ gewonnen. Die Academy führt sie in der Liste der 91. Oscarverleihung 2019 als Preisträgerin in der Kategorie Music (Original Song) für „Shallow“, gemeinsam mit Mark Ronson, Anthony Rossomando und Andrew Wyatt. In der Kategorie Actress in a Leading Role war sie nominiert; gewonnen hat Olivia Colman für „The Favourite“. Nominiert war sie außerdem 2016 für „Til It Happens to You“ und 2023 für „Hold My Hand“.
Ihre beiden Golden Globes verteilen sich auf zwei Werke: 2016 als beste Hauptdarstellerin in einer Miniserie oder einem Fernsehfilm für „American Horror Story“ und 2019 für den besten Filmsong „Shallow“.
Mode, Popkultur und die Born This Way Foundation

Das bekannteste ihrer Bühnenkostüme ist das sogenannte Fleischkleid, das sie am 12. September 2010 bei den MTV Video Music Awards trug. Entworfen hat es Franc Fernandez, gestylt wurde es von Nicola Formichetti. Das Kleid wurde von Präparatoren haltbar gemacht und 2011 in der Rock and Roll Hall of Fame gezeigt; seit 2019 steht es im Haus-of-Gaga-Museum im Park MGM in Las Vegas. Lady Gaga erklärte den Auftritt im Anschluss als Statement gegen die damalige „Don’t ask, don’t tell“-Praxis des US-Militärs.
Musikalisch nennt sie als Einflüsse unter anderem David Bowie, Queen, Madonna, Michael Jackson, Grace Jones und Debbie Harry. Zusammen mit ihrer Mutter Cynthia Germanotta gründete sie 2011 die Born This Way Foundation, deren erklärtes Ziel es ist, junge Menschen zu stärken und ihre psychische Gesundheit zu unterstützen. Belastbare Zahlen zu eingeworbenen Spendensummen veröffentlicht die Stiftung nicht; die früher hier genannte Summe war unbelegt und ist entfernt.
Was sie selbst über ihre Gesundheit gesagt hat
Im September 2017 gab Lady Gaga selbst bekannt, dass bei ihr Fibromyalgie diagnostiziert wurde – eine chronische Schmerzerkrankung. Im selben Monat erschien die mit Netflix produzierte Dokumentation „Gaga: Five Foot Two“. Zu psychischer Gesundheit hat sie sich mehrfach öffentlich geäußert; sie ist zugleich der Schwerpunkt ihrer Stiftung. Über das hinaus, was sie selbst mitgeteilt hat, wird hier nichts berichtet.
Privatleben und öffentliches Auftreten
Von 2011 bis 2016 war Lady Gaga mit dem Schauspieler Taylor Kinney liiert; im Februar 2015 hatten sich die beiden verlobt. Im Februar 2020 stellte sie den Investor Michael Polansky bei Instagram als ihren Partner vor. Bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris machte sie in einem TikTok-Video mit dem französischen Premierminister Gabriel Attal öffentlich, dass Polansky ihr Verlobter ist. Weitere Angaben zu ihrem Privatleben, die sie nicht selbst gemacht hat, gehören nicht in einen Faktenartikel.
Politisch tritt sie seit ihren Anfängen für die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft ein; bei der Amtseinführung von Joe Biden im Januar 2021 sang sie die US-Nationalhymne.
Warum hier keine Vermögenssumme steht
Frühere Fassungen dieses Artikels nannten ein Vermögen von 320 Millionen US-Dollar und stellten es in einer Tabelle den angeblichen Vermögen von Jay-Z, Rihanna, Taylor Swift und Madonna gegenüber. Keine dieser Zahlen war mit einer Quelle hinterlegt. Die Tabelle ist ersatzlos gestrichen.
Das Vermögen einer Privatperson ist nicht öffentlich: Es gibt keine Meldepflicht und kein Register, aus dem sich der Wert von Immobilien, Musikrechten und Beteiligungen ablesen ließe. Was sich zu Einnahmen und Albumcharts tatsächlich belegen lässt, steht im Schwesterartikel Lady Gaga Vermögen: Was wirklich belegt ist. Dieser Artikel beschränkt sich auf Biografie und Werk.
Häufige Fragen
Wie heißt Lady Gaga mit bürgerlichem Namen?
Sie heißt Stefani Joanne Angelina Germanotta und wurde am 28. März 1986 in Manhattan geboren.
Welches Album brachte den Durchbruch?
„The Fame“, erschienen im August 2008. Die Auskopplung „Poker Face“ stand in Deutschland 78 Wochen in den Singlecharts, davon 13 Wochen auf Platz 1.
Wofür hat Lady Gaga ihren Oscar bekommen?
Für den besten Filmsong. Die Academy führt sie bei der Oscarverleihung 2019 als eine von vier Preisträgern für „Shallow“ aus „A Star Is Born“. In der Kategorie Beste Hauptdarstellerin war sie nominiert, gewonnen hat dort Olivia Colman.
Wie viele Grammys hat Lady Gaga?
Die Recording Academy weist auf ihrer Künstlerseite 16 Siege bei 45 Nominierungen aus (abgerufen am 24. August 2026). Ältere Angaben von 13 Grammys sind überholt.
In welchen Filmen hat Lady Gaga mitgespielt?
Unter anderem in „Machete Kills“ (2013), „A Star Is Born“ (2018), „House of Gucci“ (2021), „Joker: Folie à Deux“ (2024) und „Der Teufel trägt Prada 2“ (2026). Im Fernsehen war sie in „American Horror Story“ und 2025 in „Wednesday“ zu sehen.
Wie hoch ist ihr Vermögen?
Dazu gibt es keine belegbare Zahl; die im Umlauf befindlichen Summen stammen von Aggregatorseiten ohne offengelegten Rechenweg. Welche Einnahmen und Werte sich tatsächlich benennen lassen, steht im verlinkten Schwesterartikel.
Quellen
- Recording Academy: Künstlerseite Lady Gaga – 16 Siege, 45 Nominierungen
- Academy of Motion Picture Arts and Sciences: Preisträger und Nominierte der 91. Oscarverleihung 2019
- Offizielle Deutsche Charts: Trefferliste zu Lady Gaga
- Offizielle Deutsche Charts: Titeldetails „Poker Face“ (Einstieg 6.3.2009, 78 Wochen)
- Wikipedia: Lady Gaga – Biografie, Diskografie, Filmografie und Auszeichnungen
- Wikipedia: Meat dress of Lady Gaga – Datum, Entwurf und Verbleib des Fleischkleids
- Wikipedia: The Devil Wears Prada 2 – Besetzung und Kinostart 2026
- Born This Way Foundation: Selbstdarstellung und Zielsetzung