Marterias bürgerlicher Name ist Marten Laciny. Er wurde am 4. Dezember 1982 in Rostock geboren und wuchs im Stadtteil Groß Klein bei seiner alleinerziehenden Mutter auf. 1999 entdeckte ihn auf einer New-York-Reise ein Modelscout; bis 2003 arbeitete er unter anderem für Diesel und Hugo Boss, dann beendete er die Modelkarriere zugunsten der Musik.
Das Wichtigste in Kürze
- Bürgerlicher Name: Marten Laciny, geboren am 4. Dezember 1982 in Rostock.
- Aufgewachsen ist er im Rostocker Stadtteil Groß Klein, als jüngstes von drei Kindern bei seiner alleinerziehenden Mutter.
- Der Künstlername geht auf die Anfangsbuchstaben seines Vornamens und das lateinische Wort „materia“ (Stoff, Materie) zurück.
- Als Fußballer war er Kapitän aller Jugendmannschaften von Hansa Rostock und spielte als Rechtsverteidiger in den deutschen U15-, U16- und U17-Nationalmannschaften.
- Die Modelkarriere begann 1999 nach einer Entdeckung in New York und endete 2003; Auftraggeber waren unter anderem Diesel und Hugo Boss.
- Sein erstes Album unter dem Namen Marteria ist „Base Ventura“ (2007), nicht „Zum Glück in die Zukunft“.
- „Zum Glück in die Zukunft“ erschien am 20. August 2010, der Nachfolger „Zum Glück in die Zukunft II“ am 31. Januar 2014 und stieg auf Platz 1 der deutschen Charts ein.
- Das Kollaborationsalbum mit Casper heißt „1982″ und erschien 2018; „Lila Wolken“ (2012) ist eine Single und EP mit Yasha und Miss Platnum.
- Unter dem Alter Ego Marsimoto veröffentlicht er seit 2006 eigene Alben, zuletzt „Keine Intelligenz“ (2024).
Wer ist Marteria? Die belegten Eckdaten
Marteria ist ein deutscher Rapper aus Rostock. Sein bürgerlicher Name lautet Marten Laciny. Vor der Musik verdiente er sein Geld als Model, davor galt er als Fußballtalent mit Nationalmannschaftsperspektive – eine Biografie, die im deutschen Rap ohne Parallele ist.

| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Bürgerlicher Name | Marten Laciny |
| Geburtstag | 4. Dezember 1982 |
| Geburtsort | Rostock |
| Aufgewachsen in | Rostock-Groß Klein |
| Künstlername seit | 1997 |
| Alter Ego | Marsimoto |
| Erstes Album als Marteria | „Base Ventura“ (2007) |
Zur Familie: Marten Laciny ist das jüngste Kind einer Lehrerin und eines Seemanns und wuchs mit einem acht Jahre älteren Bruder und einer vier Jahre älteren Schwester bei der Mutter auf. Sein älterer Bruder brachte ihn über Mitschnitte der DT64-Sendung „Yo!“ zum Hip-Hop. 2015 heiratete er die Musikerin Jadu Freydank, 2019 trennte sich das Paar. Angaben zu seiner Körpergröße kursieren im Netz, sind aber in keiner belastbaren Quelle belegt – wir nennen deshalb keine Zahl.
Woher kommt der Künstlername Marteria?
Der Name setzt sich aus den Anfangsbuchstaben seines Vornamens Marten und dem lateinischen Wort materia zusammen, das Stoff oder Materie bedeutet. So beschreibt es die deutschsprachige Wikipedia. Die verbreitete Erklärung, der Name sei aus dem Vornamen plus einem Jugendspitznamen entstanden, findet in den geprüften Quellen keine Stütze.
Den Namen führt er seit 1997. Zu rappen begann er nach Angaben von laut.de bereits 1995 in der Rostocker Crew Warn Direct, also als Zwölf- oder Dreizehnjähriger.
Kindheit in Rostock-Groß Klein
Marteria wuchs im Rostocker Stadtteil Groß Klein auf, einem Plattenbaugebiet im Nordwesten der Stadt. Rostock ist in seinen Texten und Videos dauerhaft präsent, am deutlichsten im Song „Mein Rostock“ (2014), mit dem er 2014 beim Bundesvision Song Contest Platz 4 belegte.
Häufig wird ihm der Stadtteil Lichtenhagen zugeschrieben, in dem 1992 die rassistischen Ausschreitungen stattfanden. Die deutschsprachige Wikipedia nennt als Ort seiner Kindheit ausdrücklich Groß Klein. Eine eigene Aussage Marterias, er sei in Lichtenhagen aufgewachsen, ist in den geprüften Quellen nicht belegt.
Der Fußballer: Kapitän bei Hansa Rostock und im DFB-Nachwuchs
Die Formulierung, Marteria habe „zeitweise bei Hansa Rostock trainiert“, greift deutlich zu kurz. Er war Kapitän aller Jugendmannschaften von Hansa Rostock und spielte als Rechtsverteidiger in den deutschen U15-, U16- und U17-Nationalmannschaften. Die englischsprachige Wikipedia nennt für die U17 Horst Hrubesch als Trainer.
Es handelte sich also nicht um ein Hobby, sondern um eine Laufbahn im Leistungsbereich, die realistisch auf den Profifußball zulief. Dass er stattdessen erst zum Model und dann zum Rapper wurde, ist der eigentliche Bruch in dieser Biografie.
Vom Model zum Rapper: die Jahre 1999 bis 2003
1999 wurde Marten Laciny auf einer Reise nach New York von einem Modelscout angesprochen. Das erste Engagement führte ihn laut der deutschsprachigen Wikipedia zu Claudia Schiffer; danach folgten Aufträge für Marken wie Diesel und Hugo Boss.
Die Modelkarriere lief nicht bis in die späten 2000er parallel zur Musik, sondern endete 2003. Im selben Jahr zog er nach Berlin und besuchte dort die Schauspielschule Reduta. 2006 kam er mit dem Label Magnum 12 in Kontakt, im selben Jahr entstand das Alter Ego Marsimoto.
Marterias Alben in der richtigen Reihenfolge
Bei kaum einem deutschen Rapper kursieren so viele falsche Jahreszahlen. Die folgende Übersicht folgt der deutschen und englischen Wikipedia sowie der Künstlerseite von hitparade.ch.
| Jahr | Titel | Als | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 2006 | Halloziehnation | Marsimoto | erstes Album überhaupt |
| 2007 | Base Ventura | Marteria | erstes Album unter dem Namen Marteria, Label Magnum 12 |
| 2008 | Zu zweit allein | Marsimoto | – |
| 2010 | Zum Glück in die Zukunft | Marteria | 20. August 2010, Four Music, Gold (2013) |
| 2012 | Grüner Samt | Marsimoto | – |
| 2014 | Zum Glück in die Zukunft II | Marteria | 31. Januar 2014, Platz 1 in Deutschland, Platin |
| 2015 | Ring der Nebelungen | Marsimoto | – |
| 2017 | Roswell | Marteria | 26. Mai 2017, Platz 2 in Deutschland, Gold |
| 2018 | 1982 | Marteria & Casper | Kollaborationsalbum |
| 2018 | Verde | Marsimoto | – |
| 2021 | 5. Dimension | Marteria | – |
| 2024 | Keine Intelligenz | Marsimoto | – |
| 2026 | Zum Glück in die Zukunft III | Marteria | Abschluss der Trilogie, Label BMG Rights |
Zwei Titel, die immer wieder auftauchen, existieren nicht: Ein Kollaboalbum „Seite an Seite“ mit Yasha ist in keiner der geprüften Quellen verzeichnet – das Kollaborationsalbum ist „1982″ mit Casper. Und ein Album „Märtyrer“ gibt es ebenfalls nicht; 2021 erschien stattdessen „5. Dimension“.
Die bekanntesten Songs von Marteria
Der größte Einzelerfolg ist „Lila Wolken“, veröffentlicht am 14. September 2012 als Single von Marteria feat. Yasha und Miss Platnum – Miss Platnum wird oft vergessen. Der Song erreichte Platz 1 in Deutschland, Platz 11 in der Schweiz und Platz 22 in Österreich und wurde 2023 in Deutschland mit Diamant für über eine Million verkaufte Einheiten ausgezeichnet. Er erschien auch auf der gleichnamigen EP.
| Song | Jahr | Höchstplatzierung DE | Auszeichnung |
|---|---|---|---|
| Lila Wolken (feat. Yasha & Miss Platnum) | 2012 | 1 | Diamant (2023) |
| Bengalische Tiger | 2013 | 49 | – |
| Kids (2 Finger an den Kopf) | 2013 | 6 | Gold |
| OMG! | 2014 | 8 | 3× Gold |
Ein häufiger Fehler: „Kids (2 Finger an den Kopf)“ stammt nicht vom Album von 2010, sondern erschien im Dezember 2013 als Single zu „Zum Glück in die Zukunft II“. Vom Album „Zum Glück in die Zukunft“ (2010) stammen dagegen „Endboss“, „Verstrahlt“ und „Sekundenschlaf“. Ein Song mit dem Titel „Bengalo“ ist nicht belegt – gemeint ist „Bengalische Tiger“.
Was steckt hinter Marsimoto?
Marsimoto ist Marterias Alter Ego mit hochgepitchter Stimme. Es entstand 2006 als Hommage an Quasimoto, das Alter Ego des US-Produzenten Madlib, der ebenfalls mit einer veränderten Stimmlage arbeitet. Musikalisch ist Marsimoto freier: Die Alben mischen experimentellen Hip-Hop mit elektronischen Elementen, Reggae und Dubstep.
Sechs Marsimoto-Alben sind erschienen, von „Halloziehnation“ (2006) bis „Keine Intelligenz“ (2024). Nach laut.de folgte auf das Album von 2024 eine als final angekündigte Marsimoto-Tour.
Häufige Fragen
Wie heißt Marteria mit bürgerlichem Namen?
Marteria heißt bürgerlich Marten Laciny. Geboren wurde er am 4. Dezember 1982 in Rostock. Unter dem Namen Marten Laciny tritt er öffentlich kaum auf; bekannt ist er als Marteria und als Marsimoto.
Was bedeutet der Name Marteria?
Der Name beruht auf den Anfangsbuchstaben seines Vornamens Marten in Verbindung mit dem lateinischen Wort materia für Stoff oder Materie. Geführt hat er den Namen erstmals 1997, gerappt hat er nach Angaben von laut.de schon seit 1995.
War Marteria wirklich Model?
Ja. 1999 entdeckte ihn ein Modelscout in New York, er arbeitete unter anderem für Diesel und Hugo Boss. 2003 beendete er die Modelkarriere und zog nach Berlin. Die Modelzeit lief also vor der Musikkarriere, nicht parallel dazu.
Wie erfolgreich war Marteria als Fußballer?
Er war Kapitän aller Jugendmannschaften von Hansa Rostock und spielte als Rechtsverteidiger in den deutschen U15-, U16- und U17-Nationalmannschaften. Ein Profivertrag kam nicht zustande; stattdessen begann 1999 die Modelkarriere.
Welches ist Marterias Debütalbum?
Unter dem Namen Marteria ist es „Base Ventura“ (2007). Rechnet man das Alter Ego mit, war „Halloziehnation“ (2006) von Marsimoto sein erstes Album. „Zum Glück in die Zukunft“ von 2010 war sein zweites Marteria-Album und brachte den kommerziellen Durchbruch.
Gibt es ein neues Marteria-Album 2026?
Ja. „Zum Glück in die Zukunft III“ ist 2026 erschienen und schließt die gleichnamige Trilogie ab. Als Label führt hitparade.ch BMG Rights. Chartdaten zu diesem Album liegen in den hier geprüften Quellen noch nicht vor.
Quellen
- https://de.wikipedia.org/wiki/Marteria
- https://en.wikipedia.org/wiki/Marteria
- https://www.laut.de/Marteria
- https://hitparade.ch/artist/Marteria
- https://de.wikipedia.org/wiki/Zum_Gl%C3%BCck_in_die_Zukunft
- https://de.wikipedia.org/wiki/Zum_Gl%C3%BCck_in_die_Zukunft_II
- https://de.wikipedia.org/wiki/Roswell_(Album)
- https://de.wikipedia.org/wiki/Lila_Wolken