Welche Firmen gehören zu Inditex?

Welche Firmen gehören zu Inditex

Kurz beantwortet

Zu Inditex gehören acht Handelsformate: Zara, Pull&Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius, Oysho, Zara Home und Lefties. Der spanische Konzern mit Sitz in Arteixo erzielte im Geschäftsjahr 2025, das am 31. Januar 2026 endete, einen Nettoumsatz von 39,9 Milliarden Euro und betrieb zum Stichtag 5.460 Filialen in 214 Märkten. Kontrolliert wird Inditex von der Gründerfamilie Ortega.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die offizielle Markenübersicht von Inditex nennt acht Marken. Uterqüe und Kiddy’s Class stehen nicht mehr darauf.
  • Firmierung: Industria de Diseño Textil, S.A. Der Konzernsitz liegt in Arteixo bei A Coruña in Galicien.
  • Das Geschäftsjahr endet am 31. Januar. „Geschäftsjahr 2025“ heißt bei Inditex: 1. Februar 2025 bis 31. Januar 2026.
  • Nettoumsatz Geschäftsjahr 2025: 39,864 Milliarden Euro nach 38,632 Milliarden im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg um 6,0 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.
  • Der Onlineumsatz erreichte im Geschäftsjahr 2025 10,7 Milliarden Euro.
  • Zum 31. Januar 2026 betrieb der Konzern 5.460 Filialen mit 4.720.703 Quadratmetern Verkaufsfläche.
  • Amancio Ortega hält über Pontegadea Inversiones (50,010 Prozent) und Partler Participaciones (9,284 Prozent) zusammen 59,294 Prozent der Stimmrechte, seine Tochter Sandra Ortega Mera über Rosp Corunna weitere 5,053 Prozent.
  • Vorstandsvorsitzender ist Óscar García Maceiras, Verwaltungsratsvorsitzende ist Marta Ortega Pérez. Beide sind seit 2021 beziehungsweise 2022 im Amt.

Die acht Inditex-Marken und was sie umsetzen

Inditex weist den Umsatz nicht für jede der acht Marken einzeln aus. In der Konzernberichterstattung bilden Zara, Zara Home und Lefties eine gemeinsame Berichtseinheit „Zara“; die übrigen fünf Formate erscheinen mit eigenen Zeilen. Die folgenden Zahlen stammen aus der Ergebnismitteilung zum Geschäftsjahr 2025 vom 11. März 2026.

BerichtseinheitNettoumsatz GJ 2025 (Mio. €)Nettoumsatz GJ 2024 (Mio. €)
Zara (inkl. Zara Home und Lefties)28.05127.778
Bershka3.2862.930
Stradivarius3.0022.664
Pull&Bear2.5462.469
Massimo Dutti2.0191.960
Oysho960831
Konzern gesamt39.86438.632

Auch das Vorsteuerergebnis schlüsselt Inditex nach denselben Einheiten auf. Im Geschäftsjahr 2025 entfielen 5.601 Millionen Euro auf Zara, 707 Millionen auf Stradivarius, 657 Millionen auf Bershka, 434 Millionen auf Massimo Dutti, 422 Millionen auf Pull&Bear und 198 Millionen auf Oysho. In Summe waren das 8.020 Millionen Euro bei einer Vorsteuermarge von 20,1 Prozent.

Warum „2025“ bei Inditex nicht das Kalenderjahr meint

Inditex bilanziert nicht nach dem Kalenderjahr. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Februar und endet am 31. Januar des Folgejahres. Das Geschäftsjahr 2025 lief also vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Januar 2026; die Zahlen erschienen am 11. März 2026. Wer eine Inditex-Zahl liest, sollte deshalb prüfen, auf welchen Zeitraum sie sich bezieht – der Unterschied beträgt elf Monate.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 hat Inditex vier Termine angekündigt: die Dreimonatszahlen am 3. Juni 2026, die Halbjahreszahlen am 9. September 2026, die Neunmonatszahlen am 2. Dezember 2026 und den Jahresabschluss voraussichtlich im März 2027. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz um 5,8 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, der Nettogewinn um 5,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Zara: das Format, das den Konzern trägt

Der erste Zara-Laden öffnete 1975 in A Coruña – 2025 feierte die Marke ihr 50-jähriges Bestehen. Die Berichtseinheit Zara steht heute für gut 70 Prozent des Konzernumsatzes und für 3.180.596 der insgesamt 4.720.703 Quadratmeter Verkaufsfläche. Zum Vergleich: Bershka kommt auf 493.680, Pull&Bear auf 407.073, Stradivarius auf 328.122, Massimo Dutti auf 215.323 und Oysho auf 95.909 Quadratmeter.

Seit Mitte Dezember 2025 bietet Zara mit „Zara Try-on“ eine KI-gestützte virtuelle Anprobe an, bei der Kundinnen und Kunden aus eigenen Fotos einen Avatar erzeugen. Inditex gibt dafür mehr als sieben Millionen Sitzungen in 43 Märkten an; die Funktion soll auf die übrigen Formate ausgeweitet werden.

Pull&Bear, Bershka, Stradivarius, Massimo Dutti und Oysho

Nach der Konzernchronik von Inditex kamen Pull&Bear, Massimo Dutti, Bershka und Stradivarius zwischen 1991 und 1999 zur Gruppe. Oysho startete im Jahr 2001, im selben Jahr wie der Börsengang. Zara Home folgte 2003. Ein genaues Gründungsjahr für jede einzelne Marke nennt Inditex auf seinen Konzernseiten nicht – deshalb steht hier keines.

Im Geschäftsjahr 2025 wuchsen die kleineren Formate deutlich schneller als der Konzern insgesamt: Oysho legte von 831 auf 960 Millionen Euro zu, Stradivarius von 2.664 auf 3.002 Millionen und Bershka von 2.930 auf 3.286 Millionen. Massimo Dutti und Pull&Bear wuchsen moderater.

Für 2026 hat Inditex konkrete Markteintritte angekündigt: Bershka eröffnet erste Läden in Brasilien und in den USA, Massimo Dutti erstmals in Dänemark und Norwegen sowie neue US-Standorte in Miami Brickell und New York Soho, Pull&Bear startet in Dänemark, Zara Home erstmals in Irland und Norwegen, Lefties erstmals in Großbritannien und Frankreich. Als neuen Gruppenmarkt nennt Inditex Curaçao.

Was aus Uterqüe und Kiddy’s Class wurde

Uterqüe wurde 2008 als Accessoire- und Premiummarke gestartet. Im September 2021 kündigte Inditex an, alle Uterqüe-Filialen zu schließen und die Marke innerhalb von Massimo Dutti weiterzuführen. In der heutigen Markenübersicht des Konzerns kommt Uterqüe nicht mehr vor. Wer Uterqüe noch als eigenständige Inditex-Kette führt, gibt einen Stand von vor 2021 wieder.

Ähnliches gilt für Kiddy’s Class, eine frühere Kinderbekleidungslinie: Auch sie taucht in der aktuellen Markenübersicht nicht auf. Tempe wiederum ist keine Handelsmarke, sondern der Schuh- und Accessoire-Dienstleister der Gruppe und erscheint dementsprechend nicht unter den acht Formaten.

Wem Inditex gehört und wer den Konzern führt

Das Grundkapital von Inditex beträgt 93.499.560 Euro, aufgeteilt in 3.116.652.000 Aktien zu je 0,03 Euro Nennwert. Alle Aktien gehören derselben Gattung und tragen dieselben Stimm- und Vermögensrechte. Notiert ist das Unternehmen seit dem 23. Mai 2001 an den vier spanischen Börsen Madrid, Barcelona, Bilbao und Valencia unter der ISIN ES0148396007.

Meldepflichtige BeteiligungWirtschaftlich BerechtigterStimmrechte
Pontegadea Inversiones, S.L.Amancio Ortega Gaona50,010 %
Partler Participaciones S.L.U.Amancio Ortega Gaona9,284 %
Rosp Corunna Participaciones Empresariales, S.L.Sandra Ortega Mera5,053 %

An der Konzernspitze steht seit 2021 beziehungsweise 2022 eine neue Doppelspitze: Óscar García Maceiras wurde Vorstandsvorsitzender, Marta Ortega Pérez übernahm den Vorsitz des Verwaltungsrats. Beide traten zuletzt auf der Hauptversammlung am 7. Juli 2026 in diesen Rollen auf. Dem Verwaltungsrat gehören daneben Amancio Ortega Gaona, Flora Pérez Marcote, Roberto Cibeira Moreiras, José Luis Durán Schulz, José Ignacio Goirigolzarri Tellaeche, Denise Patricia Kingsmill, Pilar López Álvarez und Belén Romana García an. Goirigolzarri wurde auf derselben Hauptversammlung neu als unabhängiges Mitglied bestellt.

Eine Marktkapitalisierung nennt dieser Text bewusst nicht: Sie ändert sich täglich mit dem Aktienkurs und ist etwas völlig anderes als der Jahresumsatz oder der Umsatz eines einzelnen Formats. Wer eine solche Zahl braucht, sollte sie tagesaktuell an der Börse ablesen, nicht aus einem Artikel übernehmen.

Filialnetz, Onlinegeschäft und Nachhaltigkeitszahlen

Inditex baut sein Netz nicht in die Breite, sondern um. Im Geschäftsjahr 2025 gab es 190 Eröffnungen, 217 Umbauten – darunter 96 Vergrößerungen – und 293 Zusammenlegungen; Eröffnungen fanden in 41 Märkten statt. Über drei Jahre gerechnet ist der Umsatz um 22 Prozent gestiegen, während die Zahl der Läden um sechs Prozent gesunken ist. Die Bruttofläche wuchs 2025 um 5,3 Prozent, für 2026 erwartet der Konzern erneut rund fünf Prozent. Zum Ende des ersten Quartals 2026 waren es 5.456 Filialen.

Beim Personal veröffentlicht Inditex auf seinen Konzernseiten aktuell keine Gesamtbeschäftigtenzahl. Belegt sind die Personalaufwendungen von 5.914 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2025 (Vorjahr 5.643 Millionen), 3,4 Millionen Schulungsstunden, 9.100 interne Beförderungen und die Angabe, dass 80 Prozent der offenen Stellen intern besetzt wurden. Die Belegschaft vereint nach Unternehmensangaben 174 Nationalitäten, der Frauenanteil liegt bei 73 Prozent, das Durchschnittsalter bei 31 Jahren.

Zur Lieferkette berichtet Inditex eigene Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025: einen um 26 Prozent gesenkten Wasserverbrauch gegenüber 2020, einen Anteil von 88 Prozent Fasern mit geringerer Umweltbelastung (davon 47 Prozent aus recyceltem Material) und eine Reduktion der von wissenschaftsbasierten Zielen erfassten Emissionen um elf Prozent gegenüber dem Basisjahr 2018. Das sind Zahlen des Unternehmens, nicht Ergebnisse einer unabhängigen Prüfung. Vorwürfe zu Arbeitsbedingungen in der Lieferkette werden in diesem Artikel nicht wiedergegeben, solange keine benennbare Quelle mit belegtem Verfahrensausgang vorliegt.

Häufige Fragen

Welche Marken gehören 2026 zu Inditex?

Zara, Pull&Bear, Massimo Dutti, Bershka, Stradivarius, Oysho, Zara Home und Lefties. Diese acht Formate nennt Inditex selbst in der Rubrik „Our brands“; Konzernchef Óscar García Maceiras spricht in der Jahresmitteilung 2025 ausdrücklich von acht kommerziellen Formaten.

Gehört Uterqüe noch zu Inditex?

Nicht als eigenständige Marke. Inditex kündigte im September 2021 an, die Uterqüe-Filialen zu schließen und die Marke in Massimo Dutti zu überführen. In der aktuellen Markenübersicht des Konzerns ist Uterqüe nicht mehr aufgeführt.

Wie hoch war der Umsatz von Inditex zuletzt?

Im Geschäftsjahr 2025, das am 31. Januar 2026 endete, lag der Nettoumsatz bei 39,864 Milliarden Euro, ein Plus von 3,2 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Wachstum 7,0 Prozent. Der Nettogewinn erreichte 6,2 Milliarden Euro.

Wem gehört Inditex?

Gründer Amancio Ortega kontrolliert über die Holdings Pontegadea Inversiones und Partler Participaciones zusammen 59,294 Prozent der Stimmrechte. Sandra Ortega Mera hält über Rosp Corunna weitere 5,053 Prozent. Der Rest der 3.116.652.000 Aktien ist im Streubesitz.

Wer führt Inditex?

Óscar García Maceiras ist Vorstandsvorsitzender, Marta Ortega Pérez Vorsitzende des Verwaltungsrats. Beide traten die Ämter 2021 beziehungsweise 2022 an und waren auf der Hauptversammlung am 7. Juli 2026 in diesen Funktionen im Amt.

Wo hat Inditex seinen Hauptsitz?

In Arteixo bei A Coruña in Galicien. Dort entstand um das Jahr 2000 die heutige Konzernzentrale, kurz bevor Inditex 2001 an die Börse ging.

Quellen

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