Kurz beantwortet
Samuel L. Jackson, geboren am 21. Dezember 1948 in Washington, D.C., ist einer der meistbeschäftigten Schauspieler Hollywoods. Bekannt wurde er 1994 als Jules Winnfield in „Pulp Fiction“, wofür er eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller erhielt. Er spielt Mace Windu in den Star-Wars-Prequels und Nick Fury im Marvel-Universum. 2022 bekam er den Ehrenoscar.
Das Wichtigste in Kürze
- Samuel Leroy Jackson wurde am 21. Dezember 1948 in Washington, D.C. geboren und wuchs bei Mutter und Großeltern in Chattanooga, Tennessee, auf.
- Er studierte am Morehouse College in Atlanta, zunächst Meeresbiologie, dann Schauspiel, und schloss 1972 ab. 1976 zog er nach New York.
- Seit 1980 ist er mit der Schauspielerin LaTanya Richardson verheiratet; die gemeinsame Tochter Zoe wurde 1982 geboren.
- 1991 erhielt er in Cannes einen Darstellerpreis für „Jungle Fever“, 1998 den Silbernen Bären der Berlinale für „Jackie Brown“.
- Bei der Oscar-Verleihung am 27. März 1995 war er als bester Nebendarsteller für „Pulp Fiction“ nominiert; gewonnen hat Martin Landau für „Ed Wood“. Für dieselbe Rolle gewann Jackson den BAFTA Award.
- 2022 erhielt er bei den Governors Awards den Ehrenoscar für sein Lebenswerk – gemeinsam mit Elaine May, Liv Ullmann und Danny Glover.
- Als Jedi-Meister Mace Windu spielte er in den drei Star-Wars-Prequels (1999, 2002, 2005) und im Animationsfilm „Star Wars: The Clone Wars“ (2008) mit.
- Seit „Iron Man“ (2008) verkörpert er Nick Fury im Marvel Cinematic Universe, zuletzt in der Serie „Secret Invasion“ (2023) und in „The Marvels“ (2023).
- 2022 spielte er die Titelrolle der Apple-TV+-Serie „The Last Days of Ptolemy Grey“; 2024 stand er für die Netflix-Verfilmung „The Piano Lesson“ vor der Kamera.
Herkunft, Ausbildung und der lange Anlauf
Samuel Leroy Jackson kam am 21. Dezember 1948 in Washington, D.C. zur Welt und wuchs bei seiner Mutter und den Großeltern mütterlicherseits in Chattanooga, Tennessee, auf. Am Morehouse College in Atlanta begann er ein Studium der Meeresbiologie und wechselte zum Schauspiel; 1972 schloss er ab. Erst 1976 zog er nach New York – nicht, wie mitunter zu lesen, bereits 1972.
Es folgten rund fünfzehn Jahre Theater und kleinere Filmrollen, bevor der Durchbruch kam. Seit 1980 ist Jackson mit der Schauspielerin LaTanya Richardson verheiratet; die gemeinsame Tochter Zoe wurde 1982 geboren.
Spike Lee: die Jahre vor dem Durchbruch
Jacksons erste sichtbare Rollen entstanden bei Spike Lee. Er spielte in „School Daze“ (1988), in „Do the Right Thing“ (1989) den Radiomoderator Señor Love Daddy und in „Mo’ Better Blues“ (1990). Den Ausschlag gab „Jungle Fever“ (1991): Als drogenabhängiger Gator Purify erhielt er bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes 1991 einen Darstellerpreis. Später arbeitete er erneut mit Lee zusammen, unter anderem für „Oldboy“ (2013) und „Chi-Raq“ (2015).
Pulp Fiction, Jackie Brown und die Arbeit mit Tarantino
1994 spielte Jackson in Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ den Auftragskiller Jules Winnfield. Bei der Oscar-Verleihung am 27. März 1995 war er dafür als bester Nebendarsteller nominiert; der Preis ging an Martin Landau für „Ed Wood“. Den BAFTA Award als bester Nebendarsteller gewann Jackson dagegen.
Für Tarantinos „Jackie Brown“ (1997) übernahm er als Waffenhändler Ordell Robbie erstmals eine tragende Rolle in einem von dessen Filmen; 1998 erhielt er dafür den Silbernen Bären der Berlinale als bester Darsteller. Es folgten „Django Unchained“ (2012) als Hausdiener Stephen Warren und „The Hateful Eight“ (2015) als Kopfgeldjäger Major Marquis Warren.
Filmografie: die zentralen Stationen chronologisch
Die Übersicht listet Schlüsselrollen mit Jahr, Rollenname und Regie. Sie ist eine Auswahl: Jacksons Gesamtwerk umfasst deutlich mehr Titel.
| Jahr | Produktion | Rolle | Regie / Plattform |
|---|---|---|---|
| 1989 | Do the Right Thing | Señor Love Daddy | Spike Lee |
| 1991 | Jungle Fever | Gator Purify | Spike Lee |
| 1993 | Jurassic Park | Ray Arnold | Steven Spielberg |
| 1994 | Pulp Fiction | Jules Winnfield | Quentin Tarantino |
| 1995 | Stirb langsam: Jetzt erst recht | Zeus Carver | John McTiernan |
| 1997 | Jackie Brown | Ordell Robbie | Quentin Tarantino |
| 1999 | Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung | Mace Windu | George Lucas |
| 2000 | Shaft – Noch Fragen? | John Shaft | John Singleton |
| 2000 | Unbreakable – Unzerbrechlich | Elijah Price | M. Night Shyamalan |
| 2002 | Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger | Mace Windu | George Lucas |
| 2004 | Die Unglaublichen – The Incredibles | Frozone (Sprechrolle) | Brad Bird |
| 2005 | Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith | Mace Windu | George Lucas |
| 2005 | Coach Carter | Ken Carter | Thomas Carter |
| 2008 | Iron Man | Nick Fury (Nachspannszene) | – |
| 2012 | Django Unchained | Stephen Warren | Quentin Tarantino |
| 2015 | The Hateful Eight | Major Marquis Warren | Quentin Tarantino |
| 2019 | Glass | Elijah Price | M. Night Shyamalan |
| 2022 | The Last Days of Ptolemy Grey (Serie, 6 Folgen) | Ptolemy Grey | Apple TV+ |
| 2023 | Secret Invasion (Serie, 6 Folgen) | Nick Fury | Disney+ |
| 2023 | The Marvels | Nick Fury | Nia DaCosta |
| 2024 | Argylle | Alfie | Matthew Vaughn |
| 2024 | The Piano Lesson | Doaker | Malcolm Washington |
Mace Windu und Nick Fury: die beiden großen Franchise-Rollen
Als Jedi-Meister Mace Windu war Jackson in allen drei Star-Wars-Prequels zu sehen: „Die dunkle Bedrohung“ (1999), „Angriff der Klonkrieger“ (2002) und „Die Rache der Sith“ (2005), alle unter der Regie von George Lucas. 2008 sprach er die Figur außerdem im Animationsfilm „Star Wars: The Clone Wars“.
Seine zweite Franchise-Rolle ist Nick Fury, der Direktor der Organisation S.H.I.E.L.D. im Marvel Cinematic Universe. Die Figur debütierte in einer Nachspannszene von „Iron Man“ (2008) und wurde zur Klammer der Reihe.
- Kinofilme: Iron Man (2008), Iron Man 2 (2010), Thor (2011), Captain America: The First Avenger (2011), Marvel’s The Avengers (2012), Captain America: The Return of the First Avenger (2014), Avengers: Age of Ultron (2015), Avengers: Infinity War (2018), Captain Marvel (2019), Avengers: Endgame (2019), Spider-Man: Far From Home (2019), The Marvels (2023).
- Serien: Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D. (2013–2014, Gastauftritte), What If…? (2021 sowie 2023–2024, Sprechrolle), Secret Invasion (2023, Hauptrolle).
In „Secret Invasion“ steht die Figur erstmals im Zentrum einer eigenen Produktion: Fury kehrt aus dem All auf die Erde zurück und deckt eine Unterwanderung durch gestaltwandelnde Skrulls auf.

Shaft, Unbreakable und die Rollen dazwischen
In „Shaft – Noch Fragen?“ (2000, Regie: John Singleton) spielte Jackson den Polizisten John Shaft, der in diesem Film als Neffe des Shaft aus den 1970er-Jahren angelegt ist; Richard Roundtree, der Originaldarsteller, tritt in einer Nebenrolle auf. Die Fortsetzung von 2019 deutet die Verwandtschaft später als Vater-Sohn-Verhältnis um.
Bei M. Night Shyamalan verkörperte er in „Unbreakable – Unzerbrechlich“ (2000) den knochenkranken Comic-Händler Elijah Price alias Mr. Glass und kehrte 2019 in „Glass“ zu der Figur zurück. Für Pixars „Die Unglaublichen“ (2004, Regie: Brad Bird) sprach er im Original den Eishelden Frozone. In „Coach Carter“ (2005) spielte er den realen Basketballtrainer Ken Carter, der seine Mannschaft wegen schlechter Schulnoten aussperrte.
Auszeichnungen: die belegte Bilanz
| Auszeichnung | Jahr | Kategorie / Werk |
|---|---|---|
| Cannes, Darstellerpreis | 1991 | Bester Nebendarsteller – „Jungle Fever“ |
| Oscar-Nominierung | 1995 | Bester Nebendarsteller – „Pulp Fiction“ |
| BAFTA Award | 1995 | Bester Nebendarsteller – „Pulp Fiction“ |
| Golden-Globe-Nominierung | 1995 | Bester Nebendarsteller – „Pulp Fiction“ |
| Golden-Globe-Nominierung | 1997 | Bester Nebendarsteller – „Die Jury“ |
| Silberner Bär (Berlinale) | 1998 | Bester Darsteller – „Jackie Brown“ |
| NAACP Image Award | 2005 | Bester Hauptdarsteller – „Coach Carter“ |
| Bambi | 2006 | Film International |
| NAACP Image Award | 2011 | Bester Nebendarsteller – „Mütter und Töchter“ |
| Tony-Nominierung | 2022 | Bester Nebendarsteller in einem Theaterstück – „The Piano Lesson“ |
| Ehrenoscar | 2022 | Academy Honorary Award für das Lebenswerk |
Einen regulären Oscar hat Jackson bis heute nicht gewonnen. Den Ehrenoscar nahm er bei den Governors Awards 2022 entgegen, im selben Jahrgang wie Elaine May, Liv Ullmann und Danny Glover. Zur wirtschaftlichen Dimension seiner Karriere führt die englischsprachige Wikipedia an, die Filme mit seiner Beteiligung hätten weltweit zusammen mehr als 27 Milliarden US-Dollar eingespielt, womit er der einspielstärkste Schauspieler überhaupt sei.
Theater und die Arbeiten seit 2022
2022 kehrte Jackson an den Broadway zurück: In der Neuinszenierung von August Wilsons Stück „The Piano Lesson“ spielte er Doaker Charles und wurde dafür für den Tony Award nominiert. Regie führte seine Ehefrau LaTanya Richardson Jackson. Dieselbe Rolle übernahm er in der Netflix-Verfilmung von 2024 unter der Regie von Malcolm Washington.
Ebenfalls 2022 lief bei Apple TV+ die sechsteilige Serie „The Last Days of Ptolemy Grey“ nach dem Roman von Walter Mosley. Jackson spielt darin die Titelfigur, einen 91-jährigen Mann mit Demenz, der dem Tod seines Großneffen nachgeht. Es ist eine der wenigen Hauptrollen seiner Karriere, die vollständig ohne Actionelemente auskommt.
Für die Zeit nach „Argylle“ und „The Piano Lesson“ (beide 2024) ließen sich bis zum Stand dieses Artikels am 22. August 2026 keine weiteren abgeschlossenen und veröffentlichten Kinoproduktionen zweifelsfrei belegen. Angekündigte Projekte werden hier bewusst nicht als feste Termine geführt.

Häufige Fragen
Hat Samuel L. Jackson einen Oscar gewonnen?
Einen regulären Oscar nicht. Für „Pulp Fiction“ war er 1995 als bester Nebendarsteller nominiert, unterlag aber Martin Landau. 2022 erhielt er bei den Governors Awards den Ehrenoscar für sein Lebenswerk.
In welchen Marvel-Filmen spielt Samuel L. Jackson Nick Fury?
Beginnend mit einer Nachspannszene in „Iron Man“ (2008) unter anderem in „The Avengers“ (2012), „Captain America: The Return of the First Avenger“ (2014), „Captain Marvel“ (2019) und „The Marvels“ (2023). Dazu kommen die Serien „Agents of S.H.I.E.L.D.“, „What If…?“ und „Secret Invasion“ (2023).
Welche Rolle spielt er in Star Wars?
Er spielt den Jedi-Meister Mace Windu, ein Mitglied des Jedi-Rats. Zu sehen ist er in den Episoden I (1999), II (2002) und III (2005), alle von George Lucas inszeniert, sowie 2008 im Animationsfilm „Star Wars: The Clone Wars“.
Wann und wo wurde Samuel L. Jackson geboren?
Am 21. Dezember 1948 in Washington, D.C. Aufgewachsen ist er bei seiner Mutter und den Großeltern in Chattanooga, Tennessee. Studiert hat er am Morehouse College in Atlanta, wo er 1972 seinen Abschluss machte.
Was war seine jüngste Arbeit?
Belegt sind für 2024 der Spionagefilm „Argylle“ und die Netflix-Verfilmung „The Piano Lesson“, in der er dieselbe Rolle wie 2022 am Broadway spielt. Weitere veröffentlichte Kinofilme ließen sich bis zum 22. August 2026 nicht belegen.
Quellen
- Academy of Motion Picture Arts and Sciences: The 67th Academy Awards (1995) – Beleg für die Oscar-Nominierung und den Gewinner Martin Landau
- Wikipedia (deutsch): Samuel L. Jackson – Lebensdaten, Ausbildung, Auszeichnungen, Filmografie
- Wikipedia (englisch): Samuel L. Jackson – Umzug nach New York 1976, Ehrenoscar, Tony-Nominierung, Einspielergebnisse
- Wikipedia (englisch): Academy Honorary Award – Ehrenoscar 2022 und die weiteren Geehrten
- Wikipedia (englisch): Nick Fury im Marvel Cinematic Universe – Auftritte als Nick Fury
- Wikipedia (englisch): The Last Days of Ptolemy Grey – Serie 2022, Romanvorlage von Walter Mosley
- Wikipedia (englisch): The Piano Lesson (2024) – Regie, Rolle Doaker, Broadway-Fassung 2022
- Wikipedia (deutsch): Jackie Brown – Erscheinungsjahr 1997
Stand der Recherche: 22. August 2026.